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Khomashochland

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe

Das Khomashochland (auch Khomas-Hochland oder Komashochland) ist das namensgebende Gebirge der Khomasregion, in der auch Windhoek liegt, die Hauptstadt Namibias. „Khomas“ kommt von Khoekhoegowab „L Omas“ und bedeutet bergig.<ref>Vorlage:Webarchiv </ref>

Das Khomashochland liegt auf einer Höhe von rund 1.700 bis 2.000 Meter über dem Meer und erstreckt sich in westlicher Richtung bis zum Gamsberg, wo es an der so genannten Großen Randstufe rund Vorlage:Höhe in die Namibwüste abfällt.

In der Nähe des Gamsberges befinden sich auch die H.E.S.S. Teleskope. Das Khomashochland schließt den nördlichen Teil der Region Omaheke mit Ausläufern bis in den Ghanzi District in Botswana mit ein. Es ist Teil des „Zentralen Hochlands“ Namibias. Seine höchste Erhebung, der Moltkeblick, liegt in den Auasbergen.

Geographie

Das Khomashochland bildet im zentralen Teil der Großen Randstufe Südafrikas ein rund 200 km breites Gebirgsland in Zentralnamibia. Es ist auf dem südlichen Teil des Damara-Orogens entstanden und wird von metamorphosierten Sedimenten dominiert. Das zentrale Khomashochland ist ein stark zerschnittenes, steiles Bergland, das stellenweise über 2.000 m ü. NN aufsteigt. Übertroffen wird es nur von den Gebirgszügen Auas, Lichtenstein, Hakos und Gamsberg, die Höhen von über 2.400 m ü. NN erreichen.<ref>B.J. Strohbach: Vegetation survey of the Khomas Hochland in central-western Namibia: syntaxonomical descriptions. In: Bothalia – African Biodiversity & Conservation, 2021. Online</ref>

Das Entwässerungssystem besteht aus einem dichten Netz ephemerer Flüsse, die als Nebenflüsse zum Swakop und Kuiseb im Westen, zum Oanaob und Skaap im Südosten sowie zum Weißen Nossob und Olifants im Osten führen.<ref>B.J. Strohbach: Vegetation survey of the Khomas Hochland in central-western Namibia: syntaxonomical descriptions. In: Bothalia – African Biodiversity & Conservation, 2021. Online</ref>

Klima

Das Klima lässt sich nach Köppen in der westlichen Hälfte als heiße Wüste (BWh), in der östlichen Hälfte als heißes Steppenklima (BSh) beschreiben. Der mittlere Jahresniederschlag reicht von etwa 50 mm im Westen bis etwa 350 mm im Osten, mit starker jahreszeitlicher Variabilität.<ref>B.J. Strohbach: Vegetation survey of the Khomas Hochland in central-western Namibia: syntaxonomical descriptions. In: Bothalia – African Biodiversity & Conservation, 2021. Online</ref>

H.E.S.S.-Teleskope

Im Khomashochland, auf der Farm Göllschau etwa 100 km südwestlich von Windhoek, befinden sich die H.E.S.S.-Teleskope (High Energy Stereoscopic System) auf einer Höhe von 1.800 m ü. NN (23°16'18" S, 16°30'00" E). Die Anlage besteht aus fünf Cherenkov-Teleskopen zur Beobachtung hochenergetischer kosmischer Gammastrahlung.<ref>H.E.S.S. Collaboration: The H.E.S.S. Site. Max-Planck-Institut für Kernphysik. Online, abgerufen am 18. März 2026.</ref> Die vier kleineren Teleskope mit je 12 m Spiegeldurchmesser waren ab 2003 in Betrieb; 2012 wurde ein zentrales Teleskop mit 28 m Durchmesser hinzugefügt.<ref>DESY Astroparticle Physics: H.E.S.S. Online, abgerufen am 18. März 2026.</ref>

Literatur

  • Stichwort: Komashochland. Online in: Deutsches Kolonial-Lexikon, Band II, Leipzig 1920, S. 348.

Einzelnachweise

<references />