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Kemerowo

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Kemerowo (Vorlage:RuS) [[[:Vorlage:IPA]]], auch Kemerovo, ist eine Stadt im Westen Sibiriens in Russland an der Tom. Sie hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Kemerowo ist die Hauptstadt der 1943 gegründeten Oblast Kemerowo, die die geografische Region des Kusnezker Kohlebeckens (kurz Kusbass) umfasst. Die Kohlevorkommen des Kusnezker Beckens wurden 1721 von Michailo Wolkow entdeckt. Ihm ist ein Platz mit einem Denkmal im Stadtzentrum von Kemerowo gewidmet.

Geschichte

Datei:Kemerovo City Council.jpg
Stadtparlament

Die Stadt Kemerowo wuchs aus mehreren Dörfern zusammen. 1859 befanden sich auf dem Territorium der heutigen Stadt sieben Dörfer: Schtscheglowo (Vorlage:Lang), Kemerowo (bekannt seit 1734), Jewsejewo (Vorlage:Lang), Krasny Jar (Vorlage:Lang), Kur-Iskitim (Vorlage:Lang), Dawydowo (Vorlage:Lang) und Borowaja (Vorlage:Lang).

Schtscheglowo wurde 1918 in Schtscheglowsk (Vorlage:Lang) umbenannt und erhielt die Stadtrechte. Seit 1932 heißt die Stadt Kemerowo. 1921 wurde zur Förderung der Industrialisierung die Autonome Industriekolonie Kusbass gegründet.

In Kemerowo bestand das Kriegsgefangenenlager 503 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>

Am 25. März 2018 kam es in dem 2013 errichteten Einkaufs- und Erlebniszentrum Simnjaja Wischnja zu einem Großbrand, bei dem die Decke über zwei Kinosälen einstürzte. Mehr als 200 Menschen wurden evakuiert, mindestens 64 Menschen kamen ums Leben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1939 132.824
1959 277.671
1970 384.989
1979 470.640
1989 520.263
2002 484.754
2010 532.981
2021 557.119

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Flagge von Kemerowo

Das Wappen der Stadt Kemerowo ist ein Wappenschild der französischen Form. Das Schild ist in zwei Felder von roter und schwarzer Farbe unterteilt. In der Mitte des Schildes befindet sich ein Bild einer chemischen Retorte (Destilliergefäß), die Teile der Ausrüstung bedeckt. Oben auf dem Schild steht der Name der Stadt – Kemerowo. Das Bild einer stilisierten chemischen Retorte, Teile des Getriebes symbolisieren die chemische Industrie und den Maschinenbau – die Hauptrichtungen der industriellen Entwicklung der Stadt. Das goldene Zahnrad symbolisieren die Fruchtbarkeit des Landes, die mit der Verwendung von Mineraldünger verbunden ist, der in den chemischen Unternehmen der Stadt hergestellt wird.

Die unterschiedlichen verwendeten Farben tragen eine gewisse semantische Last. Rot – Mut, Souveränität, Ruhm, Blutvergießen für das Vaterland, Energie, Stärke. Schwarz – symbolisiert Kohle, den Hauptreichtum der Region, deren Zentrum Kemerowo ist. Gelb (Gold) ist ein Symbol für Reichtum, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Großzügigkeit, Beständigkeit, Stärke, Treue.<ref name="simvolika">Vorlage:Internetquelle</ref>

Emblem von Kemerowo

Das Emblem der Stadt Kemerowo wurde 2004 genehmigt. Es ist ein Bild eines Denkmals für den Entdecker der Kuznetsk-Kohle Michailo Wolkow, das 1968 in Kemerowo am Tag des 50. Jahrestages der Kemerowo-Mine auf dem nach diesem sibirischen Erzforscher des 18. Jahrhunderts benannten Platz aufgestellt wurde. Wolkows Skulptur ist auf einem Fragment eines als Felsen stilisierten Sockels vor dem Hintergrund eines Dreiecks dargestellt, das eine Kohlenhalde symbolisiert. Das Dreieck ist in zwei Farben ausgeführt – schwarz (unterer linker Teil des Dreiecks) und grün. Die Inschrift КЕМЕРОВО (russisch für „KEMEROWO“) befindet sich diagonal auf der linken Seite des Dreiecks. Auf dem schwarzen Teil des Dreiecks steht das Gründungsjahr der Stadt – die Zahl „1918“.<ref name="simvolika" />

Verkehr

Datei:Трамвай. г. Кемерово.jpg
Eine Straßenbahn in Kemerowo

Kemerowo verfügt über einen Flughafen mit internationaler Anbindung (IATA: KEJ) und eine bereits am 11. April 1940 in Betrieb genommene Straßenbahn. Nach Moskau ist die Stadt über eine Zweigstrecke der Transsibirischen Eisenbahn verbunden. Außerdem liegt Kemerowo an der russischen Fernstraße R255, die Teil der transkontinentalen Straßenverbindung von Moskau nach Wladiwostok ist sowie an der regionale Autobahn 32K-445 die nach Nowokusnezk führt. In Oktober 2024 wurde der Bau der Umgehungsstraße von Kemerowo abgeschlossen, die Kemerowo nordwestlich umgeht.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Sport

In Sibirien ist die Stadt auch bekannt durch den Fußballklub Kusbass Kemerowo, der in der zweiten russischen Division (Zone Ost) spielt. Der Eishockeyklub der Stadt heißt Kusbass Kemerowo, der Volleyballverein VK Kusbass Kemerowo. Im Bandy wird die Stadt vom HK Kusbass Kemerowo repräsentiert.

Im Chimik-Stadion von Kemerowo wurde die Bandy-Weltmeisterschaft 2007 ausgetragen.

Kemerowo hat einen Fallschirmsportverein, bei einem Unfall kamen vier Fallschirmspringer beim Absturz eines zweimotorigen Let L-410 Absetzflugzeugs um, 17 weitere Fallschirmspringer wurden verletzt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wirtschaft

Die Struktur der Kemerower Wirtschaft ist von Dienstleistungen geprägt, insbesondere durch den öffentlichen Sektor (Bildung, Gesundheit, öffentliche Verwaltung). Auch die verarbeitende Industrie einschließlich der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie und der Herstellung von Koks sind gut entwickelt.

Die größten Unternehmen sind:

Weiterführende Bildungseinrichtungen

Datei:KuzSTU.jpg
Staatliche Technische Universität des Kusbass

Städtepartnerschaften

Datei:Kemerovo1.jpg
Blick über Kemerowo

Söhne und Töchter der Stadt

Klimatabelle

Vorlage:Klimatabelle

Sonstiges

Der Asteroid (2140) Kemerovo trägt seit 1982 den Namen der Stadt.<ref>Vorlage:Google Buch</ref>

Einzelnachweise

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Weblinks

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