Kayaköy
| Kayaköy/Levissi | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Turkey.svg Türkei | |||||
| Provinz (il): | Muğla | |||||
| Landkreis (ilçe): | Fethiye | |||||
| Koordinaten: | 36° 35′ N, 29° 5′ O
{{#coordinates:36,576666666667|29,086666666667|primary
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| Einwohner: | 1.038<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerOrt">Nufusune.com: KAYAKÖY MAHALLESİ NÜFUSU FETHİYE MUĞLA - İl İlçe Mahalle Köy Nüfusu, abgerufen am 25. Januar 2026</ref> (2024) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+90) 252 | |||||
| Postleitzahl: | 48 xxx | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | 48 | |||||
Kayaköy (türkisch für ‚Felsdorf‘; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Levissi, auch Livissi {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Dorf in der Türkei, das auf dem Gebiet einer bis 1922/23 mehrheitlich von ethnischen Griechen bewohnten Kleinstadt liegt. Der größte Teil der etwa acht Kilometer südlich von Fethiye in einem felsigen Gebirgstal gelegenen Gemeinde ist heute eine Geisterstadt. Die ehemaligen griechischen Bewohner von Levissi wurden nach den Bestimmungen des Vertrags von Lausanne vertrieben.
Geschichte
Das Gebiet von Kayaköy wurde um etwa 3000 v. Chr. erstmals besiedelt.<ref name="tdn">Kayaköy houses an open-air museum. In: Turkish Daily News. 8. Februar 2008 (com.tr [abgerufen am 6. August 2008]).</ref> In der Antike entstand hier die Stadt Karmylessos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), die noch um 1100 als guter Hafen galt.
Im 18. Jahrhundert entstand auf den Ruinen von Carmylessus die Stadt Levissi, die eine Blüte erlebte, als ein Erdbeben 1856 und eine Feuersbrunst 1885 das benachbarte Fethiye weitgehend zerstörte. Zu dieser Zeit lebten etwa 20.000 Einwohner in Levissi.<ref name="kane">Frank Kane: Turkey: Chasing the ghosts of a forgotten war. In: The Observer. 30. Januar 2005, S. Escape 10 (theguardian.com [abgerufen am 6. August 2008]).</ref> Anfang des 20. Jahrhunderts zogen die meisten Bewohner allerdings nach Fethiye zurück. Beginnend mit den Balkankriegen und bereits während des Ersten Weltkriegs wurden die griechischen Bewohner Opfer von ethnischen Säuberungen und Deportationen.<ref>http://www.greek-genocide.net/index.php/overview/documentation/131-livissi-kayakoey-macri-fethiye</ref> Am Ende des Ersten Weltkriegs zählte die Kleinstadt je nach Quelle 2.000<ref>Gayle Keck: Pirates of the Mediterranean: Sailing the Coast of Turkey Can Seduce the Most Serious Landlubbers. In: Washington Post. 26. August 2007, S. P01 (washingtonpost.com [abgerufen am 6. August 2008]).</ref> bis 20.000 Einwohner.<ref>Marijke Hilhorst: Vertigo. In: Elsevier. 19. Mai 2001.</ref> Nach der Vertreibung der griechischen Bevölkerung, die zumeist nach Kreta floh,<ref name="kane" /> wurden hier aus Griechenland, unter anderem aus Thessaloniki,<ref>Desmond Balmer: Turkey: Remains to be seen. In: The Observer. 18. Juni 1995.</ref> vertriebene Türken angesiedelt, die als Bauern<ref name="patten" /> jedoch in die unterhalb der Stadt gelegene Ebene zogen.<ref name="tdn" /> Somit lag die Stadt zunächst völlig brach.
Heute ist Kayaköy ein Museumsdorf und steht unter Denkmalschutz; fast 3.500 Hausruinen sind erhalten geblieben;<ref name="tdn" /> darunter zwei griechisch-orthodoxe Kirchenruinen, die die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Geisterstadt darstellen.<ref name="patten">Brian Patten: The idyllic town that time forgot. In: The Independent. 11. Juni 2005 (independent.co.uk [abgerufen am 6. August 2008]).</ref> Daneben existiert ein Privatmuseum zur Geschichte der Stadt. In der Dorfmitte steht ein Quellbrunnen aus dem 17. Jahrhundert.
Wirtschaft
Zur Zeit Levissis waren die meisten Berufstätigen Handwerker.<ref name="patten" /> Wichtigster Wirtschaftsfaktor des Ortes ist der Tourismus, außerdem wird ökologischer Landbau betrieben. Es ist geplant, das Dorf teilweise zu restaurieren.<ref name="tdn" />
Kulturelle Bezüge
Louis de Bernières hat für das fiktionale Dorf Eskibahçe in seinem epischen Roman Birds without wings (in Deutsch erschienen unter dem Titel Traum aus Stein und Federn) Kayaköy als Szenerie benutzt.<ref name="kane" />
Literatur
- Aude de Tocqueville: Atlas der verlorenen Städte. Frederking & Thaler. München 2015, ISBN 978-3-95416-179-9.
- Filmdokumentation "Lost Places" https://www.youtube.com/watch?v=tYe9y29JIoU 21. Februar 2022
Weblinks
Einzelnachweise
<references />