Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación
Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación ist die Kathedrale des Bistums Málaga in Málaga. Sie liegt nahe dem Hafen in der Innenstadt.
Geschichte
Die Kathedrale Málagas wurde von den christlichen Eroberern ab 1528 über einer Moschee erbaut. Obwohl in den ursprünglichen Plänen zwei Türme geplant worden waren, wurde später aus Geldmangel nur einer vervollständigt, was der Kathedrale ihren volkstümlichen Namen „La Manquita“ („kleine einarmige Dame“) einbrachte. Sie ist der Inkarnation, also der Fleischwerdung Gottes, geweiht. Der Kathedrale wurde 1855 von Papst Pius IX. der Titel einer Basilica minor verliehen.<ref>Catedral Basílica de la Virgen de la Encarnación auf gcatholic.org.</ref>
Als Resultat der 254 Jahre langen Bauphase bis ins Jahre 1782 besteht die Kirche aus einer Mischung verschiedener Stilrichtungen. Vorherrschend ist der Stil der Renaissance, sie besitzt aber auch Elemente der Gotik, des Barocks und des Neoklassizismus.
Die drei Torbögen des Hauptportals sind mit Marmor in verschiedenen Farben dekoriert. Über den Türen befindet sich jeweils ein Medaillon: In den Medaillons über den seitlichen Türen sind die Stadtheiligen San Ciriaco und Santa Paula dargestellt, das mittlere zeigt die Verkündigung Mariens.
Die drei Kirchenschiffe sind gleich hoch, das mittlere ist breiter als die seitlichen. Um die Stabilität trotz der großen Höhe zu gewährleisten, nutzte der Architekt ein besonderes System: Er verband kreuzförmige Pfeiler mit korinthischen Säulen und vereinte Elemente der klassischen Tradition mit denen der Renaissance. Das Deckengewölbe mit zahlreichen flachen Kuppeln ist prächtig dekoriert.
Das Interieur ist von der Renaissance und dem Barock geprägt. Die Chorgestühle aus dem 17. Jahrhundert aus Mahagoni und Zedernholz wurden von Luis Ortiz angefertigt. Die Dekoration des Chorgestühls wurde von Pedro de Mena vollendet. Er fertigte auch 40 Statuen für die Kirche.
Die Kirche hat zwei Kanzeln aus Cabra-Marmor, die mit religiösen Motiven verziert sind.
Die seitlichen Kapellen beinhalten Kunstwerke wie eine weinende Mutter von Pedro de Mena, eine große Jungfrau des Rosenkranzes von Alonso Cano und Christus am Kreuz von Alonso de Mena.
Durch Lecks im Dach ist die wertvolle Ausstattung von Feuchtigkeit bedroht. 2009 wurde eine keramische Außenhaut aufgetragen, die aber ihrerseits bald wieder Risse und Löcher bekam und sich als weitgehend unwirksam erwies. Ende 2021 stellte das Bistum deshalb den dringenden Antrag, die Kathedrale mit einem Giebeldach schützen zu dürfen.<ref>Nacho Sánchez: Las goteras destruyen lentamente la catedral de Málaga. In: El País. 2. Dezember 2021, abgerufen am 2. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Jahr 2023 wurden Restaurierungsarbeiten an der Krypta vorgenommen, die auch die dortigen Grablagen betrafen.<ref>Jesús Hinojosa: Restoration breathes life back into 17th-century baroque crypt. In: SUR in English. 27. Oktober 2023, abgerufen am 13. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2025 werden am Dach der Kathedrale umfangreiche Restaurierungs- und Instandhaltsarbeiten für über 20 Millionen Euro vorgenommen.<ref>Jesús Hinojosa: This is how Malaga Cathedral's new 22.5-million-euro waterproof roof is taking shape. In: SUR in English. 16. Juli 2025, abgerufen am 13. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Im Innern der Kathedrale
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Innenraum
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Der Chorraum mit den beiden Orgeln
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Kapelle der Inkarnation
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Seitenkapellen
Orgeln
Auf der Evangelienseite und der Epistelseite des Chores gibt es zwei große Orgeln, die von Julián de la Orden zwischen 1781 und 1783 gebaut wurden. Jede der Orgeln hat 48 Bass- und 59 Diskantregister auf drei Manualen. Zusammen haben sie mehr als 9000 Pfeifen.
Die Epistelorgel wurde 1998 von Taller de Organería Acitores restauriert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nähere Informationen zur Orgel und deren Disposition auf der Website von Taller de Organería Acitores ( vom 4. März 2016 im Internet Archive).</ref>
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- Koppeln: III/II, I/II
Literatur
- Ana Martín Moreno: Die Kathedrale von Málaga. Aldeasa, 2009, ISBN 978-84-8003-623-8.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 36° 43′ 12,2″ N, 4° 25′ 11″ W
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