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Karpaten-Katzenpfötchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Karpaten-Katzenpfötchen
Datei:Antennaria carpaticum.jpg

Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Katzenpfötchen (Antennaria)
Art: Karpaten-Katzenpfötchen
Wissenschaftlicher Name
Antennaria carpatica
(Wahlenb.) Bluff & Fingerh.

Das Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)<ref name="FloraWeb" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Katzenpfötchen (Antennaria) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="InfoFlora" /> Sie gedeiht in den europäischen Gebirgen: Alpen, Pyrenäen und den Karpaten.

Beschreibung

Datei:529 Antennaria carpatica.jpg
Illustration
Datei:Antennaria carpatica T29.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände

Vegetative Merkmale

Das Karpaten-Katzenpfötchen wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 20, selten bis zu 25 Zentimetern. Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Katzenpfötchen bildet es keine oberirdische Ausläufer. Die oberirdischen Pflanzenteile sind wollig-weißfilzig behaart. Der aufrechtem Stängel ist unverzweigt.

Die ganzrandigen Laubblätter sind unten meist länglich-verkehrt-eilanzettlich, die oberen länglich bis linealisch. Beide Blattflächen sind wollig filzig behaart.

Generative Merkmale

Das Karpaten-Katzenpfötchen ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). In einem endständigen, doldentraubigen Gesamtblütenstand befinden sich zwei bis sechs körbchenförmige Teilblütenstände. Die Hüllblätter besitzen bräunliche Anhängsel und die inneren sind bräunlich sowie trockenhäutig. Die männlichen Blüten sind weißgelb, die weiblichen weiß bis rot.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Das Karpaten-Katzenpfötchen gedeiht in den Alpen, Pyrenäen und den Karpaten.

In Österreich kommt es zerstreut in den Zentralalpen, in den Kalkalpen selten in den subalpinen bis alpinen Höhenstufen vor, es fehlt im Burgenland, Wien und Niederösterreich.

Das Karpaten-Katzenpfötchen gedeiht in Höhenlagen von 1400 bis 3200 Metern an Standorten mit schwach sauren Böden in trockenen, windexponierten Lagen (wind- und schneegefegte Grate). Es ist eine Elynion-Verbandscharakterart.<ref name="Oberdorfer2001" />

In den Allgäuer Alpen steigt es am Gipfel des Rauheck in Bayern bis in eine Höhenlage von 2383 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind nach InfoFlora in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstbeschreibung erfolgte 1833 unter dem Namen (Basionym) Gnaphalium carpaticum durch Göran Wahlenberg in Flora Suecica (Wahlenberg), 2, S. 535–536.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Tropicos" /> Die Neukombination zu Antennaria carpatica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Wahlenb.) Bluff & Fingerh. wurde 1825 durch Mathias Joseph Bluff und Carl Anton Fingerhuth in Compendium Florae Germaniae, 2, S. 348 veröffentlicht.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Tropicos" />

Je nach Autor gibt es von Antennaria carpatica etwa zwei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

  • Antennaria carpatica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Wahlenb.) Bluff & Fingerh. subsp. carpatica: Sie kommt in Polen, in der Slowakei und in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Antennaria carpatica subsp. helvetica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chrtek & Pouzar) Chrtek & Pouzar: Sie kommt in Spanien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Kroatien vor.<ref name="Euro+Med" />

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Tropicos"> Antennaria carpatica bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Antennaria carpatica (Wahlenb.) Bluff & Fingerh. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Antennaria carpatica (Wahlenb.) Bluff & Fingerh., Karpaten-Katzenpfötchen. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Dörr-Lippert2001"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 582. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Datenblatt Antennaria carpatica In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks