Kapuzinerkloster Würzburg
| Kapuzinerkloster Würzburg mit Wallfahrtskirche Käppele | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lage | Spittelbergweg 21, 97082 Würzburg | |||||
| Liegt im Bistum | Bistum Würzburg | |||||
| Koordinaten: | 49° 47′ 3,5″ N, 9° 55′ 18,5″ O
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| Patrozinium | Mariä Heimsuchung | |||||
| Gründungsjahr | 1615 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn durch Kapuziner | |||||
| Jahr der Auflösung/ Aufhebung |
1803 mit der Säkularisation, 2014 Aufhebung wegen fehlenden Ordensnachwuchses | |||||
Das Kapuzinerkloster Würzburg bestand mit dem 1615 im Stadtzentrum gegründeten Konvent St. Kilian und St. Franziskus sowie der 1749 auf dem Nikolausberg errichteten Wallfahrtsniederlassung am Käppele aus zwei Standorten, die als Seelsorge- und Wallfahrtszentren dienten. Während die Innenstadtanlage 1803 säkularisiert und 1945 zerstört wurde, existierte das Kapuzinerkloster am Käppele bis zum Abzug der letzten Ordensbrüder im Jahr 2014, womit die Kapuzinerpräsenz in der Stadt endete.
Der Kapuzinerorden in Franken
Die Kapuziner hatten sich 1528 durch die Bulle Religionis zelus von den Franziskanern abgespalten.<ref name="na" /> Zu Beginn war den Ordensangehörigen nur laienmäßige Beschäftigung wie Handarbeit, Krankenpflege oder Laienexhorte gestattet, und es bestand ein Studienverbot.<ref name="napcc" /> Erst später wurde die Konstitution neu gefasst und die Predigt betont, wofür ein Theologiestudium als notwendig erachtet wurde, um der Aufgabe als Seelsorgeorden gerecht zu werden.<ref name="cuthbert" /> Ein seelsorgerischer Schwerpunkt des Ordens lag in einem sehr volksnahen Apostolat, das sich unter anderem in Bußpredigten äußerte. Ihre Beliebtheit unter den Katholiken verdankten die Kapuziner vor allem ihrem Engagement für Arme, Notleidende, Obdachlose und Kranke.<ref name="ofmcap" /> Zum Ordenskleid gehören ein kastanienbrauner Habit mit spitzer Kapuze – von der sich der Name des Ordens ableitet –, ein weißer Strickgürtel mit Rosenkranz, ein kurzer Rundmantel und Sandalen. Obligatorisch ist ferner das Tragen eines Bartes.<ref name="bieri-3" />
Nachdem Papst Gregor XIII. dem Kapuzinerorden 1574 erlaubt hatte, sich über die Alpen auszubreiten, kamen die Ordensbrüder rasch auch nach Bayern.<ref name="vol" /> Im Jahr 1668 wurde die bayerische Ordensprovinz von der Tiroler Provinz aus gegründet. Im Jahr 1711 wurde die fränkische Provinz der Kapuziner aufgrund ihrer Größe von der bayerischen Provinz abgetrennt. Neben den Jesuiten und Franziskanern galten die Kapuziner als die stärksten Stützen der Gegenreformation in Franken.<ref name="scherr" /> Im heutigen Bistum Würzburg gründeten sie im 17. und 18. Jahrhundert neben dem Würzburger Innenstadtkloster fünf weitere Klöster. Die Fürstbischöfe Julius Echter von Mespelbrunn und Johann Philipp von Schönborn förderten ab 1615 Niederlassungen unter anderem in Würzburg, Ochsenfurt und Lohr.<ref name="wittstadt" />
Das Innenstadtkloster St. Kilian und St. Franziskus
Gründung und Einweihung
Das Kapuzinerkloster St. Kilian und St. Franziskus war die erste Kapuzinergemeinschaft auf unterfränkischem Boden. Die Kapuziner kamen 1615 nach Würzburg, nachdem sie von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn gerufen worden waren.<ref name="wendehorst-6" /> Julius Echter von Mespelbrunn (1545–1617), seit 1573 Fürstbischof von Würzburg und Herzog von Franken, setzte sich spätestens ab 1585 an die Spitze der Gegenreformation in Franken und förderte mit großem Einsatz die Neugründung von Klöstern, wenn ihm dies für das Ziel der Rekatholisierung des Bistums hilfreich erschien.<ref name="wendehorst-3" /> Im Jahr 1616 ließ Echter von Mespelbrunn den Kapuzinern im sogenannten Neudorf (Rulandeswarte) auf von ihm erworbenen Grund und Boden ein Kloster errichten.<ref name="brander" />
Unter Echter von Mespelbrunns Amtsnachfolger Johann Gottfried von Aschhausen wurden Kloster und Kirche am 8. Oktober 1618 durch den damals in Würzburg weilenden päpstlichen Nuntius Antonio Albergati zu Ehren des fränkischen Missionars Kilian und des Urvaters des Ordens, des heiligen Franz von Assisi, eingeweiht. Johann Gottfried von Aschhausen (1575–1622) regierte seit Oktober 1617 die Hochstifte Würzburg und Bamberg in Personalunion.<ref name="romberg" />
Lage und Wirken
Das Kloster befand sich im vorderen Bereich der heutigen Kapuzinerstraße in der Würzburger Altstadt. Der Straßenabschnitt trug früher den Namen Kapuzinergasse und davor Karthäusergasse, letzteres in Erinnerung an die Kartause Engelgarten, die sich seit 1348 in diesem Gebiet angesiedelt hatte.<ref name="memminger" />
Im Gegensatz zu den Mitbrüdern im Kapuzinerkloster auf dem Käppele, die mit der Wallfahrtsseelsorge betraut waren,<ref name="eder" /> beschränkten die Kapuziner in der Stadtmitte ihre Aktivitäten auf die Ursprünge als franziskanischer Bettelorden.<ref name="sallaberger" />
Säkularisation und Auflösung 1803
Im Vorgriff auf den Reichsdeputationshauptschluss, der am 25. Februar 1803 verabschiedet wurde, besetzte Bayern bereits im Herbst 1802 unter anderem das reichsunmittelbare Hochstift Würzburg.<ref name="jura" /> Die Säkularisation von 1802/03 brachte einen der härtesten Einschnitte in der Geschichte des Bistums Würzburg mit sich. Am 1. April 1803 wurde in ganz Bayern die gemeinsame klösterliche Wirtschaftsführung aufgehoben. Das Kapuzinerkloster St. Kilian und St. Franziskus wurde im Zuge der Säkularisation 1803 aufgelöst. Das Klosterareal wurde in sechs Teile zerstückelt und an Privatpersonen verkauft.<ref name="weiss" />
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
Beim schwersten Luftangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurden rund 82 Prozent der Bausubstanz der Stadt zerstört und etwa 90 Prozent der historischen Innenstadt einschließlich der wichtigsten Architekturdenkmale schwer beschädigt oder vernichtet. Rund 5.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Klosterkirchenruine des ehemaligen Kapuzinerklosters noch deutlich erkennbar.<ref name="atlas" />
Das Kapuzinerkloster auf dem Nikolausberg (am Käppele)
Vorgeschichte und Entstehung der Marienwallfahrt
Die Geschichte des Kapuzinerklosters auf dem Nikolausberg ist eng mit der Marienwallfahrt zum Käppele verbunden.<ref name="wallfahrten" /> Mitten im Dreißigjährigen Krieg, vermutlich im Jahr 1640 oder 1642, stellte der Sohn eines Fischers eine hölzerne Pietà – eine Marienstatue mit dem toten Jesus auf dem Schoß, die er am Mainufer gefunden hatte – als Bildstock in den Weinbergen am Nikolausberg westlich des Mains auf. Das im Krieg geschundene Volk nahm zur Schmerzensmutter seine Zuflucht.<ref name="kappele" /> In der Folge wurde von Lichterscheinungen und Heilungen an der Stelle berichtet.<ref name="wallfahrten" />
Im Jahr 1653 wurde dort eine erste hölzerne Gnadenkapelle errichtet, die 1683/84 auf Betreiben von Bischof Konrad Wilhelm von Wernau erweitert wurde. Fortan besaß sie einen Turm. Ein Ausbau im großen Stil war zunächst nicht möglich, da sich die Kapelle im Schussfeld der Festung Marienberg befand.<ref name="kappele" /> Als zwischen 1685 und 1693 sieben nächtliche Lichterscheinungen beobachtet wurden, deutete man dies als Zeichen der Anwesenheit Mariens bei ihrem Gnadenbild, und die Zahl der Wallfahrer nahm beträchtlich zu.<ref name="schutz" /> Im Jahr 1730 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als „Capele Käppele“.<ref name="kappele" />
Berufung der Kapuziner und Klostergründung
Im Jahr 1748 legte Oswald Loschert, der Abt des Prämonstratenserklosters Oberzell den Grundstein für eine neue Kirche.<ref name="wallfahrten" /> Zur ständigen Betreuung des Wallfahrtsortes wurden Kapuziner auf den Nikolausberg berufen und ein einfaches Hospiz errichtet. Seit 1749 bewohnen die Kapuziner dieses geschlossene barocke Ensemble und betreuen die Wallfahrt zur Schmerzensmutter. Das Kloster wird in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte unter dem Patrozinium St. Kilian und St. Franziskus mit dem Gründungsjahr 1749 geführt.<ref name="schutz" />
Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung
Die 1750 geweihte Wallfahrtskirche entstand nach Plänen von Balthasar Neumann, dem Hofbaumeister der Würzburger Fürstbischöfe, genehmigt von Fürstbischof Anselm Franz von Ingelheim.<ref name="kappele" /> Neumanns Pläne gehen auf das Jahr 1736 zurück und sahen ursprünglich den Bau der Wallfahrtskirche unmittelbar anschließend an die kleine Gnadenkapelle vor, die eigentlich unverändert bleiben sollte.<ref name="keller" /> Im Jahr 1748 war die Grundsteinweihe, ein Jahr später stand der Rohbau mit Kuppel.<ref name="kappele" /> Neumann entwarf einen Zentralbau mit zwei achteckigen Fassadentürmen und einer Kuppel.<ref name="schutz" /> Die weißgelbe Kirche mit ihrer eleganten Dachlandschaft und den vielen Kuppeln und Zwiebeltürmen fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein.<ref name="bieri-7" />
Der Innenraum erhielt eine prächtige Ausstattung im Stil des Rokoko und Frühklassizismus.<ref name="kappele" /> Die Fresken von Matthäus Günther aus Augsburg waren 1752 vollendet.<ref name="portalsaeule" /> Aus dem gleichen Jahr stammt die Orgel von Christian Köhler aus Frankfurt, die 1991 in den Urzustand rekonstruiert wurde.<ref name="bieri-7" /> Den Stuck des Innenraums trug der Wessobrunner Meister Feichtmayer bei, der später in der Vierzehnheiligen tätig wurde.<ref name="schutz" /> Erst nach Neumanns Tod wurde durch Dominikus Ickelsheimer ab 1778 die alte Kapelle höhenmäßig an den Neubau angeglichen. Der Turm wich dabei einem ovalen Kuppeldach mit Glockenhäuschen.<ref name="kappele" />
Wallfahrtsfrömmigkeit
Nach Neumanns Tod band Dominikus Ickelsheimer von 1761 bis 1769 die Kapelle über eine monumentale Treppenanlage mit fünf Terrassen an die Stadt an.<ref name="baudenkmal" /> Zum Käppele gelangt man über 255 Treppenstufen.<ref name="dsd" /> Im Jahr 1764 wurden die Stationskapellen auf den Terrassen gebaut. Die Würzburger Bildhauer Johann Peter und Simon Wagner schufen die 77 lebensgroßen Figuren der 14 Kreuzwegstationen zwischen 1767 und 1778.<ref name="baudenkmal" />
Die schmerzhafte Mutter mit dem Leichnam ihres göttlichen Sohnes auf dem Schoß steht in einem klassizistischen Baldachinaltar im Herzen der Gnadenkapelle und stammt vermutlich aus der Zeit um 1640. Neben dieser Pietà gibt es noch zwei weitere Gnadenbilder: Seit 1797 steht an der rechten Seitenwand der Gnadenkapelle eine spätgotische Madonna (um 1460), die ursprünglich bei den Karmeliten auf der Vogelsburg beheimatet war. Im Mirakelgang hinter der Gnadenkapelle befindet sich ferner eine sogenannte Schwarze Madonna, eine Kopie der Muttergottes von Altötting. Dort sind auch zahllose Votivgaben ausgestellt.<ref name="wallfahrten" />
Maria-Schmerz-Bruderschaft
Seit 1754 feiert im Käppele monatlich die Maria-Schmerz-Bruderschaft ihren Gottesdienst.<ref name="wu24" /> Bischof Franz Jung von Würzburg betonte 2024 anlässlich des 200. Weihejubiläums der Kirche,<ref name="pow-4" /> dass die Tatsache, dass die Wallfahrt zum Käppele nicht aufhörte und die Weihe der Kirche – durch Krieg und Säkularisation verzögert erst 1824 durch Bischof Adam Friedrich Groß zu Trockau vollzogen – sicherlich der Maria-Schmerz-Bruderschaft zu verdanken sei, die die Wallfahrt seit ihrer Gründung 1754 unterstütze. Die Bruderschaft zählt mit Stand September 2024 noch rund 950 Mitglieder.<ref name="pow-5" />
Verschonung von der Säkularisation 1803
Anders als das Innenstadtkloster St. Kilian und St. Franziskus wurde das Kapuzinerkloster auf dem Käppele von der Säkularisation verschont. Die Weihe der Wallfahrtskirche erfolgte, durch Krieg und Säkularisation verzögert, erst 1824 durch Bischof Adam Friedrich Groß zu Trockau.<ref name="weiss" />
Zweiter Weltkrieg und Rettung des Käppele
Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 blieb das Käppele vermutlich aufgrund seiner abgeschiedenen Lage im Weinberg weitgehend von Bomben verschont. Es gingen zwar ein halbes Dutzend Phosphor-Brandbomben auf die Wallfahrtskirche nieder, doch das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden. Sichtbares Zeichen war lediglich ein Loch im Kirchendach über der Orgel. Am 4. April 1945 wollten Mitglieder der Waffen-SS die Kirche zerstören, da man in den Türmen US-Artilleriebeobachter vermutete. Der Flakgeschützführer Ludwig Herrmann (1910–1979) aus Geldersheim bewahrte die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg durch geschickte Befehlsverweigerung vor der Zerstörung, indem er seine zum Bodenkampf umfunktionierte Flugabwehrkanone nicht wie befohlen von der Stellung am Wasserturm Sieboldshöhe aus auf das gegenüberliegende Käppele richtete, sondern erklärte, er habe Befehl, die vorrückende US-Army in Heidingsfeld zurückzuhalten, und nur noch wenig Restmunition. Noch am selben Abend wurde er durch Granatsplitter an beiden Beinen schwer verwundet. Die Inneneinrichtung der Kirche blieb so der Nachwelt erhalten, und das Käppele gehört zu den ganz wenigen Kirchen Würzburgs, die bei der Zerstörung der Stadt 1945 verschont blieben.<ref name="vollmann" /><ref name="wagner" />
Erst im Jahr 1970 wurde die Rettungstat Herrmanns in der Klosterchronik durch Guardian Pater Rainer Seidl OFMCap veröffentlicht. Die Kapuziner luden Herrmann als Ehrengast ins Käppele ein, um sich 25 Jahre nach dem Ereignis für die Bewahrung des Käppele zu bedanken. Die Marktgemeinde Zell am Main benannte posthum eine Straße nach Ludwig Herrmann.<ref name="vollmann" />
Restaurierungen im 20. und 21. Jahrhundert
Eine große Innenrestaurierung des Käppele erfolgte von 1973 bis 1976. Von 1994 bis 1997 fand eine Außenrestaurierung und Sanierung der Kuppeldächer und Turmhauben statt. Der Stationsweg mit Stationskapellen wurde von 2002 bis 2006 für 4,4 Millionen Euro umfangreich erneuert. Im Winter 2010/11 wurden Schäden an den kleinen Kuppeln am Übergang zur Gnadenkapelle festgestellt. Es erfolgte 2011 eine Sanierung in Höhe von 40.100 Euro, durchgeführt vom Bischöflichen Bauamt und dem Landesamt für Denkmalpflege.<ref name="kappele" />
Abzug der Kapuziner 2014
Im März 2014 teilten die Deutsche Kapuzinerprovinz und das Bistum Würzburg gemeinsam mit, dass die Kapuziner im Oktober desselben Jahres das Käppele verlassen würden. Pater Marinus Parzinger, Provinzialminister der Deutschen Kapuzinerprovinz, schrieb an Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann: „Damit geht eine lange Tradition an diesem für das Frankenland so bedeutsamen Heiligtum zu Ende. Wir bedauern diesen Schritt, aber die Personalsituation zwingt uns zur Reduzierung und Konzentration.“<ref name="wu24" /> Dem Orden fehlte der Nachwuchs, und mit dem Abzug verschwand die letzte Kapuzinergemeinschaft aus dem Bistum Würzburg.<ref name="we" />
Die drei verbliebenen Patres – Pater Siegbert Mayer (damals 72 Jahre), Pater Matthias Doll (71) und Pater Joachim Wrede (59) – verabschiedeten sich am 19. Oktober 2014 mit einem Festgottesdienst vom Käppele.<ref name="wu24" /> Zur Abschiedsmesse kamen auch Bischof Hofmann aus Würzburg und Provinzial Pater Marinus Parzinger aus München. Nach über 260 Jahren endete damit die Kapuzinerpräsenz am Käppele.<ref name="we" />
Die Wallfahrtskirche wird von der Kirchenstiftung Käppele verwaltet. Das Kloster und der Garten waren Eigentum der Kapuzinerprovinz, die das Gebäude samt Grundstück an die Diözese Würzburg verkaufen wollte.<ref name="wu24" />
Nachfolgende Seelsorge
Ab dem 1. November 2014 übernahm der Diözesanpriester Josef Treutlein das Amt als neuer Rektor und Diözesan-Wallfahrtsseelsorger am Käppele. Er übernahm zugleich das Amt als Präses der Maria-Schmerz-Bruderschaft.<ref name="pow-3" /><ref name="ebensfeld" />
Im Jahr 2024 ging die Wallfahrtsseelsorge in neue Hände über.<ref name="sobla" /> Zum 1. Januar 2024 übernahmen die beiden Franziskaner-Minoriten Bruder Franz-Maria Endres und Bruder Josef Fischer jeweils mit halber Stelle die Seelsorge am Würzburger Käppele.<ref name="ez" /> Am Sonntag, dem 15. September 2024, feierten sie das 200. Weihejubiläum der Wallfahrtskirche.<ref name="pow-4" /> Bischof Franz Jung von Würzburg stand dem Festgottesdienst vor.<ref name="pow-5" />
Weblinks
- Klöster in Bayern: Kapuzinerkloster Würzburg
- Wallfahrten im Bistum Würzburg – Rückzugsort hoch über Würzburg
Einzelnachweise
<references responsive="1"> <ref name="atlas">Atlas zum Wiederaufbau: Würzburg. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="baudenkmal">Regierungsbezirk Unterfranken: Kreisfreie Stadt Würzburg: Baudenkmäler, Bodendenkmäler. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, 21. Februar 2026, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="bieri-3">Glossar von Ausdrücken im Umfeld der Reichskirche und der Klöster. Pius Bieri, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="bieri-7">Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Nikolausberg Würzburg. Pius Bieri, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="brander">Vitus Brander: Julius Echter von Mespelbrunn: Fürstbischof von Würzburg. Bauch, Würzburg 1917, Kap. Reform der Klöster, S. 79–82 (geocities.ws [PDF]).</ref> <ref name="cuthbert">Capuchin Friars Minor. Catholic Answers, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="dsd">Wallfahrtskirche Käppele: Würzburg, Bayern. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="ebensfeld">Ruth Ebensfeld: Käppele in Würzburg. Bayern-online, Netz Aktiv, 28. November 2019, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="eder">Mary Anne Eder: Klosterleben trotz Säkularisation: Die Zentralklöster der Bettelorden in Altbayern 1802–1817. 1. Auflage. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2007, ISBN 978-3-86582-498-1, Kap. II.2.2: Aussterbeklöster, S. 38–54 (db-thueringen.de [PDF]).</ref> <ref name="ez">Neuer Wallfahrtsseelsorger für das Würzburger Käppele. Evangelische Zeitung, 21. Dezember 2023, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="jura">Reichsdeputationshauptschluß (25. Feb. 1803): Hauptschluß der außerordentlichen Reichsdeputation 25. Februar 1803. Band 2. Regensburg 1803, Kap. Protokoll der außerordentlichen Reichsdeputation zu Regensburg, S. 841 ff. (uni-wuerzburg.de).</ref> <ref name="kappele">Käppele Würzburg: Geschichte. Diözese Würzburg, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="keller">Ph. Joseph Keller: Balthasar Neumann: Artillerie- und Ingenieur-Obrist, Fürstlich Bambergischer und Würzburger Oberarchitekt und Baudirektor. Eine Studie zur Kunstgeschichte des 18. Jahrhunderts. Bauer, Würzburg 1896, S. 158–160.</ref> <ref name="memminger">Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage. Memminger, Würzburg 1921, Kap. Kapuzinerstraße, S. 211–217 (uni-wuerzburg.de).</ref> <ref name="na">Capuchin Friars Minor. New Advent, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="napcc">The First “Capuchin” Commentary on the Rule of Saint Francis. Capuchin Friars of Australia, Capuchin Friars of North America, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="ofmcap">«Mentem illuminare et cor inflammare». Curia Generalis Fratrum Minorum Capuccinorum, 13. August 2025, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="portalsaeule">Würzburg, Das Käppele. portalsaeule.de, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="pow-3">Kapuziner verlassen Käppele. Diözese Würzburg, 18. März 2014, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="pow-4">Das Jahr 2024 im Bistum Würzburg: September. Diözese Würzburg, 30. September 2024, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="pow-5">Eine „Pforte des Himmels“. Diözese Würzburg, 15. September 2024, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="romberg">Winfried Romberg (Hrsg.): Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz: Das Bistum Würzburg 7: Die Würzburger Bischöfe von 1617 bis 1684. 3. F., Bd. 4. De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-11-025183-8, doi:10.26015/adwdocs-370.</ref> <ref name="sallaberger">Johann Sallaberger: Die Präsenz der Bettelorden mittels Mendikanten-Termineien im mittelalterlichen Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Jg. 144. Salzburg 2004, S. 45–98 (zobodat.at [PDF]).</ref> <ref name="scherr">Laura Scherr: Wasserburg und die Kapuziner. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="schutz">Markus Schütz: Würzburg, Kapuzinerkloster. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="sobla">Käppele wird nach dem 200. Weihejubiläum saniert. Würzburger katholisches Sonntagsblatt, 21. August 2024, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="vol">Ordensgeschichte Franziskaner. VOL.AT – Vorarlberg Online, Juni 2006, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> <ref name="vollmann">Norbert Vollmann: Als das Käppele sterben sollte. In: Main-Post. Würzburg 4. April 2015 (mainpost.de).</ref> <ref name="wagner">Ulrich Wagner: Die Eroberung Würzburgs im April 1945. In: Geschichte der Stadt Würzburg. Band 3: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 294–314.</ref> <ref name="wallfahrten">Rückzugsort hoch über Würzburg. Bistum Würzburg, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="we">Abschied: Kapuziner verlassen das Käppele. Main-Post, 13. Oktober 2014, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> <ref name="weiss">Wolfgang Weiß: Die katholische Kirche im 19. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Band 3: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert, Teil 2. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 430–449.</ref> <ref name="wendehorst-3">Alfred Wendehorst: Die Juliusspitalpfarrei und ihre Bedeutung für die Gegenreformation. In: Friedrich Merzbacher (Hrsg.): Julius Echter und seine Zeit. Echter, Würzburg 1973, S. 349–374.</ref> <ref name="wendehorst-6">Alfred Wendehorst: Das Bistum Würzburg: Ein Überblick von den Anfängen bis zur Säkularisation. In: Freiburger Diözesan-Archiv. Band 86. Freiburg 1966, S. 9–93 (uni-freiburg.de [PDF]).</ref> <ref name="wittstadt">Klaus Wittstadt: Die Klosterlandschaft Frankens heute. In: Frankenland: Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege. Jg. 43, Nr. 6. Würzburg 1991, S. 172–201 (uni-wuerzburg.de [PDF]).</ref> <ref name="wu24">Kapuziner verlassen Käppele. wuerzburg24.com, 19. März 2014, abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> </references>