Kanaguri Shisō
Kanaguri Shisō (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); auch Kanakuri Shizō; * 20. August 1891 in Harutomi (heute: Nagomi), Präfektur Kumamoto; † 13. November 1983) war ein japanischer Marathonläufer und zusammen mit dem Sprinter Mishima Yahiko der erste japanische Athlet, der an den Olympischen Spielen teilnahm. Bekannt wurde er durch einen kuriosen Vorfall bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm.
Kanaguri wuchs im Süden Japans auf. Er studierte in Tokio, wo Kanō Jigorō sein Talent für das Laufen entdeckte.
Er qualifizierte sich als einer von zwei Athleten, die Japan zum ersten Mal bei Olympischen Spielen vertreten sollten. Seine Kommilitonen sammelten Geld, damit er die weite Fahrt antreten konnte. Um Stockholm zu erreichen, musste er 18 Tage lang reisen, zunächst mit dem Schiff nach Wladiwostok, dann mit der Transsibirischen Eisenbahn per Zug quer durch Russland und über Finnland nach Schweden. Völlig erschöpft brauchte er fünf Tage, bis er wieder das Training aufnehmen konnte.
Der Marathon fand am letzten Tag der Olympischen Spiele statt. Die ungewöhnliche Hitze von 30 °C<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 5. Mai 2015 im Internet Archive)</ref> machte allen Athleten zu schaffen – der Portugiese Francisco Lázaro brach sogar zusammen und verstarb am darauffolgenden Tag. Auch Kanaguri machte keine Ausnahme. Als er bei Kilometer 26,7 durch den Stockholmer Vorort Sollentuna lief, verlor er kurzzeitig das Bewusstsein und wurde von einer Familie, die gerade in ihrem Garten saß, mit Getränken und der Möglichkeit, sich auszuruhen, versorgt.<ref name="Spiegel" >Langsamster Marathon aller Zeiten: Durchschnittstempo 0,000084 km/h - SPIEGEL ONLINE - einestages. Spiegel Online, abgerufen am 14. Juli 2017.</ref> Nachdem er seinen Durst gestillt und sich hingelegt hatte, verfiel er augenblicklich in Schlaf und wachte erst am nächsten Morgen auf, als man schon die Polizei beauftragt hatte, den vermissten Läufer zu suchen.
Angeblich schämte sich Kanaguri so sehr, dass er sich zunächst weigerte, nach Japan zurückzufahren.<ref>Brockhaus-Kalender 2001, zitiert in <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink ( vom 30. September 2007 im Internet Archive), S. 14</ref> In den darauffolgenden drei Jahren gewann Kanaguri dann die nationalen Meisterschaften im Marathon.<ref>https://www.arrs.run/NC_MaraJPN.htm</ref> Bei den Olympischen Sommerspielen 1920 belegte er Platz 16, bei den Olympischen Spielen 1924 musste er aufgeben, nachdem er im selben Jahr mit 2:36:10 h einen Asienrekord aufgestellt hatte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 31. Dezember 2006 im Internet Archive), S. 30.</ref>
1957 wurde er mit dem Asahi-Preis ausgezeichnet. Im April 1967 reiste er dann, 75 Jahre alt und Universitätsprofessor, wieder nach Stockholm, setzte seinen Lauf von der Stelle fort, an der er damals die Ruhepause eingelegt hatte, und beendete 54 Jahre, 8 Monate, 6 Tage, 3 Stunden, 32 Minuten und 20,3 Sekunden nach dem Start den langsamsten Marathon aller Zeiten.<ref name="Spiegel"/>
Siehe auch
- Eddie the Eagle, britischer Skispringer, erfolgloser Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1988.
- Haru Urara, japanisches Rennpferd, das in seiner sechsjährigen Rennkarriere von 1996 bis 2004 keines seiner 113 Rennen gewinnen konnte.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kanaguri, Shisō |
| ALTERNATIVNAMEN | 金栗 四三 (japanisch); Kanakuri Shizō |
| KURZBESCHREIBUNG | japanischer Marathonläufer |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1891 |
| GEBURTSORT | Harutomi, Präfektur Kumamoto |
| STERBEDATUM | 13. November 1983 |
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