Kabel BW
| Kabel BW GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | KabelBW.png | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 2000 |
| Auflösung | 2015 |
| Auflösungsgrund | Zusammenschluss mit Unitymedia |
| Sitz | Heidelberg, Deutschland |
| Leitung | Lutz Schüler (Vorsitzender der Geschäftsführung) (Stand 2015) |
| Mitarbeiterzahl | 798<ref>Annual Report for Year Ending December 31, 2011. (PDF) Kabel BW, S. 75, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2014; abgerufen am 26. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), 432 KB).</ref> |
| Umsatz | 606,6 Mio. Euro<ref>Annual Report for Year Ending December 31, 2011. (PDF) Kabel BW, S. 42, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2014; abgerufen am 26. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), 432 KB).</ref> |
| Branche | Telekommunikation, Medien |
| Website | www.kabelbw.de |
| Stand: 31. Dezember 2011 | |
Kabel BW (ursprünglich Kabel Baden-Württemberg) war bis zur Fusion mit Unitymedia zum 1. Juli 2012 ein deutscher Kabelnetzbetreiber mit Sitz in Heidelberg, der im Jahr 2000 mit dem Verkauf des Netzes der Deutschen Telekom in Baden-Württemberg entstanden ist.<ref>Telekom versilbert Kabelnetz in Baden-Württemberg. In: heise online. 18. Mai 2000, abgerufen am 12. März 2014.</ref> 2011 wurde das Unternehmen von Liberty Global übernommen und mit Unitymedia zu Unitymedia KabelBW fusioniert.<ref>Rita Deutschbein: Zusammenschluss vollzogen: Unitymedia Kabel BW entsteht. In: teltarif. 3. Juli 2012, abgerufen am 10. März 2014.</ref> Kabel BW wurde seitdem als Vertriebsmarke des neuen Unternehmens für Baden-Württemberg weitergeführt.<ref>Thorsten Neuhetzki: Nach der Übernahme: Unitymedia und Kabel BW bleiben. In: teltarif. 24. Januar 2012, abgerufen am 11. März 2014.</ref> Die Kabel BW GmbH blieb dabei zunächst als abhängige Tochtergesellschaft bzw. interne organisatorische Gliederung der Unitymedia KabelBW GmbH bestehen.<ref>Corporate Structure. Unitymedia, abgerufen am 24. April 2014 (Amtsgericht Mannheim, HRB 702325).</ref> Zwischenzeitlich firmierte die Gesellschaft unter Unitymedia BW GmbH,<ref name=BW>Handelsregisterauszug von Kabel BW GmbH (HRB 83533). Abgerufen am 6. Juli 2020.</ref> die mittlerweile als Vodafone BW GmbH<ref name=BW/> zu Vodafone Deutschland gehört.
Geschichte
Ende der 1990er Jahre gliederte die Deutsche Telekom ihr bundesweites Breitbandkabelnetz in die Kabel Deutschland GmbH aus.<ref>Deutsche Telekom gliedert Kabelgeschäft aus. In: Computerwoche. 11. Januar 1999, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Die neun regionalen Gesellschaften sollten auf Druck der Europäischen Kommission an Investoren verkauft werden.<ref>Telekom: Kabelverkauf noch 1999. In: Spiegel Online. 11. Juni 1999, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Tatsächlich erwarb die US-amerikanische Betreibergesellschaft Callahan & Associates 55 Prozent von Kabel Baden-Württemberg<ref>Telekom versilbert Kabelnetz in Baden-Württemberg. In: heise online. 18. Mai 2000, abgerufen am 25. März 2014.</ref>, 2003 trennte sich die Deutsche Telekom auch von den übrigen Anteilen.<ref>Jürgen Kuri: Telekom verkauft restliche TV-Kabelanteile in Baden-Württemberg. In: heise online. 16. Juli 2003, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Dadurch wurde ein Konsortium internationaler Banken und Pensionsfonds unter Führung von Blackstone neuer Eigentümer des Unternehmens.<ref>Telekom verkauft Kabel BW. In: n-tv. 16. Juli 2003, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Ein Jahr später wollte Kabel Deutschland sowohl ish aus Nordrhein-Westfalen und iesy aus Hessen als auch Kabel BW übernehmen, wodurch große Teile des bundesweiten Kabelnetzes wieder vereint wären.<ref>Andreas Donath: Kabel Deutschland übernimmt ish, iesy und Kabel BW. In: Golem. 5. April 2004, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Die Übernahme scheiterte jedoch am Widerstand der Kartellbehörden.<ref>Jürgen Kuri: Kabel Deutschland sagt Kabelnetz-Fusion ab. In: heise online. 22. September 2004, abgerufen am 25. März 2014.</ref>
2006 beschwerte sich das Unternehmen gemeinsam mit dem Verband deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA erfolgreich bei der Europäischen Kommission über die Subventionierung von DVB-T durch einige Landesmedienanstalten. Das Unternehmen betrachtete die finanzielle Unterstützung des Aufbaus der Infrastruktur als unzulässige staatliche Beihilfe.<ref>Kabel BW für Ende von DVB-T-Förderung. In: Digital Fernsehen. 17. Mai 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Die EU-Kommission folgte der Argumentation und untersagte neben Berlin-Brandenburg auch Nordrhein-Westfalen die Förderung von DVB-T mit öffentlichen Mitteln.<ref>EU verbietet DVB-T-Förderung. In: Werben & Verkaufen. 24. Oktober 2007, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Klagen des Bundes und der betroffenen Medienanstalten gegen die Entscheidung wurden abgewiesen.<ref>EU-Gericht entscheidet gegen DVB-T-Förderung in Berlin und Brandenburg. In: Digital Fernsehen. 6. Oktober 2009, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Sie argumentierten, dass im Sinne des Wettbewerbs auch der private Rundfunk an neuen TV-Verbreitungsverfahren teilhaben müsse.<ref>Jean-Paul Feidt: EU-Kommission untersagt DVB-T-Förderung in NRW. In: Telemedicus. 3. November 2007, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Außerdem wären über DVB-T keine Triple-Play-Angebote realisierbar, weshalb keine Konkurrenz für die Kabelnetzbetreiber entstehe.
2006 verkaufte die Blackstone Group die Firma Kabel BW an die schwedische EQT.<ref>Blackstone verkauft Kabel BW an Investor EQT. In: Frankfurter Allgemeine. 25. April 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, in Medienberichten aber auf 1,3 Milliarden Euro beziffert.<ref>Jason Singer: Blackstone Agrees to Sell Deutsche Telekom Rival. In: The Wall Street Journal. 26. April 2006, abgerufen am 25. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete Kabel BW 2,3 Millionen Kunden und 3,5 Millionen anschließbare Haushalte.<ref>Blackstone kappt die Verbindung. In: manager magazin. 26. April 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Das Unternehmen zog nach der Übernahme die zunächst für 2010 vorgesehene Modernisierung des Netzwerks zwei Jahre vor, um Kunden schnelle Internetanschlüsse bereitstellen zu können.<ref>Jürgen Kuri: Schwedischer Investor EQT kauft Kabel BW. In: heise online. 26. April 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Außerdem baute Kabel BW sein Netz durch Übernahmen aus: So wurden die Aktivitäten von Tele Columbus in Baden-Württemberg übernommen, wodurch Kabel BW 400.000 neue Kunden erhielt.<ref>Kabel BW kauft Tele-Columbus-Netze. In: Digital Fernsehen. 7. August 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Damit wurde insbesondere die Blockade der Modernisierung des Kabelnetzes in der Landeshauptstadt Stuttgart beendet.<ref>Jürgen Kuri: Kabel BW darf mit Tele Columbus Baden-Württemberg fusionieren. In: heise online. 20. Oktober 2006, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Kabel BW kaufte weitere Inselnetze und kleinere Anbieter, etwa DiTRA vom Energiekonzern EnBW.<ref>Marie-Anne Winter: Kabel BW kauft EnBW-Tochter DiTRA. In: teltarif. 17. Dezember 2003, abgerufen am 25. März 2014.</ref>
2007 verlor das Unternehmen einen Rechtsstreit gegen die Deutsche Telekom, wodurch der Kabelnetzbetreiber den Slogan „Die Nummer 1 in Baden-Württemberg“ nicht mehr verwenden durfte. Das Unternehmen ersetzte ihn ab Ende 2007 durch „Einfach clever“, der nach dem späteren Zusammenschluss mit Unitymedia gestrichen wurde.<ref>Ingo Rentz: Spot-Premiere: Wie Kabel BW nach dem Merger mit Unitymedia auftritt. In: Horizont. 28. September 2012, abgerufen am 25. März 2014.</ref> 2010 gab der Eigentümer EQT bekannt, dass Kabel BW verkauft werden soll.<ref>EQT will sich von seiner Tochter Kabel BW trennen. In: Horizont. 30. November 2010, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Daraufhin erwarb Liberty Global das Unternehmen für etwa 3,2 Milliarden Euro<ref>Kabel BW fällt in amerikanische Hände. In: N-tv. 21. März 2011, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>, nachdem man zuvor bereits Unitymedia gekauft hatte.<ref>Björn Greif: Liberty Global kauft Unitymedia für 3,5 Milliarden Euro. In: ZDNet. 13. November 2009, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Beide Kabelnetzbetreiber wurden im Juli 2012 in der Dachgesellschaft Unitymedia KabelBW zusammengeführt<ref>Rita Deutschbein: Zusammenschluss vollzogen: Unitymedia Kabel BW entsteht. In: teltarif. 3. Juli 2012, abgerufen am 25. März 2014.</ref> und Kabel BW blieb dabei zunächst als zweite Vertriebsmarke neben Unitymedia erhalten.<ref>Folker Lück: Unitymedia und KabelBW unter einem Dach. In: CRN. Weka Fachmedien, 9. Juli 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Juli 2014; abgerufen am 9. Mai 2022.</ref> Seit April 2015 tritt das Unternehmen im gesamten Vertriebsgebiet (Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg) einheitlich unter der Unternehmensmarke Unitymedia (vorübergehend gab es auch eine Unternehmensmarke der Dachgesellschaft Unitymedia Kabel BW) auf. Die Vertriebsmarke Kabel BW wurde zu diesem Zeitpunkt eingestellt.<ref>Neuer Name: Unitymedia streicht Kabel BW aus der Marke. Verivox, 31. März 2015, abgerufen am 1. April 2015.</ref>
Logos
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2001 bis 2007
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2007 bis 2010
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2010 bis 2012
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2012 bis 2015
Kritik
Die Stiftung Warentest führte 2011 einen Test der Hotlines großer Telefonanbieter durch, bei dem neben Versatel auch Kabel BW ein besonders schlechtes Ergebnis erzielte. Die Tester kritisierten, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend geschult seien. Beispielsweise wurde Anrufern irrtümlich die maximal erreichbare Geschwindigkeit eines Internettarifs garantiert, obwohl es sich um „bis zu“-Angaben handelte.<ref>Hotlines von Telefonanbietern. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Stiftung Warentest, 4. März 2011, abgerufen am 26. März 2014.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Tele Columbus (Pÿur) | Vodafone Deutschland | Vodafone West
Ehemals: Kabel Deutschland | Unitymedia | ish (Unternehmen) | iesy Hessen | Kabel BW Vorlage:Klappleiste/Ende
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Internetdienstanbieter
- Kabelnetzbetreiber (Deutschland)
- Ehemaliges Telekommunikationsunternehmen
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- Unternehmensgründung 2000
- Aufgelöst 2012
- Telekommunikationsunternehmen (Deutschland)