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Kaan-Marienborn

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(Weitergeleitet von Kaan (Siegen))
Kaan-Marienborn
Stadt Siegen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3543)&title=Kaan-Marienborn 50° 52′ N, 8° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3543) 50° 52′ 27″ N, 8° 3′ 9″ O
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Höhe: ca. 260 m
Fläche: 6,54 km²
Einwohner: 3543 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Postleitzahl: 57074
Vorwahl: 0271
Datei:Kaan-Marienborn in Siegen.png
Karte
Lage von Kaan-Marienborn in Siegen

Kaan-Marienborn ist ein östlicher Stadtteil von Siegen. Er gehört zum Siegener Bezirk III (Ost).

Geografie

Durch den Ort fließt die Weiß, die in Siegen in die Sieg mündet. In Kaan-Marienborn mündet der Breitenbach in die Weiß.

Im Westen grenzt Kaan-Marienborn an Siegen, im Norden an die Stadtteile Bürbach und Volnsberg sowie im Osten an Feuersbach an.

Geschichte

Der Ortsteil Kaan wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Karte Fürstentum Nassau-Siegen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Urkundliche Zeugnisse der Besiedlung bis 1500 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Im Jahr 1901 wurde mit der Eisern-Siegener Eisenbahn ein Gleisanschluss geschaffen, um die bereits im Jahr 1444 erstmals genannte Marienborner Hütte anzubinden. Ebenfalls in Marienborn lag die Walzengießerei Gontermann, die 1898 von der Sieghütte bei Siegen nach Marienborn zog. Im Mittelalter bestanden zudem zwei Eisenhütten an der Weiß. Zwischen 1847 und 1957 war die Eisenerzgrube Mocke in Betrieb. Am 10. September 1927 wurde Kaan-Marienborn an das Gasnetz Siegens angeschlossen.<ref>Siegerländer Heimatkalender 1990, S. 22, 65. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V., Verlag für Heimatliteratur</ref>

Während des Zweiten Weltkriegs wurden am 1. Februar 1945 bei einem Luftangriff amerikanischer Bomber 162 der 350 Häusern des Ortes dem Erdboden gleichgemacht und Kaan-Marienborn somit größtenteils zerstört.<ref>"Zurückgeblättert…", Siegener Zeitung vom 5. März 2011</ref>

Am 9. Januar 1948 wurde die Gemeinde Kaan in Kaan-Marienborn umbenannt.<ref name="Reekers"></ref> Bis zum 30. Juni 1966 gehörte Kaan-Marienborn dem Amt Weidenau an. Gegen die dann folgende Eingemeindung in die Stadt Siegen<ref name="Reekers" /> sprachen sich bei einer Abstimmung 94 Prozent der Einwohner des Ortes aus und zogen erfolglos vor das Landes- und das Bundesverfassungsgericht.<ref>BUNDESLÄNDER / NORDRHEIN-WESTFALEN – Nie gehört auf spiegel.de vom 1. Januar 1968</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der ehemaligen Gemeinde Kaan-Marienborn]] Blasonierung: „In Blau unter einem liegenden silbernen (weißen) Haubergsmesser eine silberne (weiße) Eisenhütte mit drei Fenstern und mit zwei Dächern, zwischen denen sich über dem Mittelfenster ein hoher Schornstein erhebt.“<ref name="Wappen">Wappenbeschreibungen ehemaliger und heutiger Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen wurde am 29. Januar 1965 vom nordrhein-westfälischen Innenminister genehmigt. Als Symbole der verschiedenartigen Entwicklung sind das Haubergsmesser und die Eisenhütte dargestellt. Das Haubergsmesser ist das Wahrzeichen für die Wald- und Landwirtschaft; die Eisenhütte verkörpert die vorherrschende Industrie, die das Ortsbild und die Struktur der Gemeinde Kaan-Marienborn seit Jahrhunderten beherrscht und gestaltet, und für die Zukunft Grundlage der Weiterentwicklung sein wird.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:<ref>Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968</ref><ref name="Bevölkerung Siegen">siegen.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen (Memento vom 24. Januar 2016 im Internet Archive) (regelmäßig aktualisiert)</ref>

Jahr Einwohner
1818 555
1885<ref>Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 110 / 111</ref> 11046
1895<ref>Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 112 / 113</ref> 1061
1905 1357
1910<ref>Der Landkreis Siegen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 1473
1925<ref name="genealogy.net">genealogy.net: Amt Weidenau</ref> 1954
Jahr Einwohner
1933<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1966
1939<ref name="verwaltungsgeschichte" /> 2105
1950 2288
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 208.</ref> 3492
1994<ref>Hartmut Eichenauer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siegen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 12,2 MB), ca. 1995</ref> 3742
2004 3712
Jahr Einwohner
2006 3629
2008 3684
2009 3662
2010 3676
2011 3432
2012 3450
Jahr Einwohner
2013 3416
2014 3428
2015 3507
2016 3471

1Kaan: 533 Einwohner, Marienborn: 444 Einwohner, Kaanermühle: 10 Einwohner, Kolonie Rüchthal: 59 Einwohner

Ehemalige Bürgermeister

  • 1948–1956: Albert Schröder († 6. März 2000)<ref>„Den Toten ein ehrendes Gedenken“, Siegerländer Heimatkalender 2002, S. 37, 77. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V., Verlag für Heimatliteratur</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Stadtteil hat die Privatbrauerei Irle ihren Sitz.

Kaan-Marienborn verfügt über ein Warmwasserfreibad<ref>Warmwasserfreibad Kaan-Marienborn auf siegen.de</ref> sowie einen Kunstrasen-Sportplatz.

Kaan-Marienborn liegt an der L 719, die von Siegen her kommt, östlich des Ortes auf die L723 trifft und dann weiter in Richtung Feuersbach verläuft. Der Ort ist über Siegen und die Hüttentalstraße an die Bundesautobahn 45 angebunden. Durch den Ort verläuft die Eisenbahnstrecke in Richtung Hessen, der nächstgelegene Bahnhof ist der Siegener Hauptbahnhof.

Sport

Am 31. Juli 1886 wurde der TuS 1886 Kaan-Marienborn von 20 Einwohnern gegründet. Der Verein bietet zahlreiche Aktivitäten wie Gymnastik, Aerobic, Ballsport oder Leichtathletik an und hatte 2014 über 400 Mitglieder. 2011 beging der Verein feierlich sein 125-jähriges Bestehen. Die erste und zweite Fußballmannschaft spielt seit 2007 beim neu gegründeten 1. FC Kaan-Marienborn, dessen erste Mannschaft 2016 in die Oberliga Westfalen und 2018 sowie 2022 in die Fußball-Regionalliga West aufstieg.

Einzelnachweise

<references />

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