K-TV (Fernsehen)
Vorlage:Infobox Rundfunksender K-TV ist ein 1999 von Pfarrer Hans Buschor gegründeter privater katholischer Fernsehsender. Träger ist seit 2011 die Kephas Stiftung gGmbH mit Sitz in Opfenbach.<ref name="VN">Katholischer Fernsehsender K-TV feiert 20-jähriges Bestehen. In: Vatican News. 27. Mai 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref><ref name="PP">20 Jahre katholisches Fernsehen: K-TV feiert Jubiläum in Schwyz. In: Kath.ch. 12. April 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref> Geschäftsführer sind Patrick Gruhn und Johannes Hattler. Gruhn ist auch Alleingesellschafter<ref>Zum Tod des katholischen Medienpioniers Pfarrer Hans Buschor – Wie geht es mit K-TV weiter? In: Katholisches.info. Abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> der Kephas Stiftung, die K-TV verantwortet.<ref name="Lutz">Maximilian Lutz: Katholisches Fernsehen hat große Zukunft. In: Die Tagespost. 8. März 2017, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
Über den Sender
K-TV entstand aus einer Initiative des Schweizer Pfarrers und Filmemachers Hans Buschor im Jahr 1999, der sich dem Projekt nach seiner Pensionierung widmete.<ref name="Meier">Michael Meier: TV-Sender mit eigener Hauskapelle. In: Tages-Anzeiger. S. 42.</ref> Buschor hatte bis zu seinem Tod im Jahr 2017 die geistige Leitung des Senders inne, bis 2011 außerdem die geschäftliche Leitung.<ref name="Lutz" /> Die Nachfolge der geistigen Leitung übernahmen auf Buschors Wunsch Pfarrer Thomas Maria Rimmel, Militärpfarrer Werner Maria Hess und bis Herbst 2023<ref>Über uns: Geistliche Leitung und Geschäftsführung K-TV. In: K-TV. Abgerufen am 28. November 2023 (Geistliche Leitung und Geschäftsführung Stand November 2023).</ref> Pfarrer Paul Schuler.<ref name="Lutz" /> Das K im Namen K-TV steht für die Bezeichnung des Apostels Petrus als Kefa bzw. Kephas (aramäisch). Der Sender verfolgt das Ziel, den katholischen Glauben medial zu verkünden, den Glauben zu stärken und zur Neuevangelisierung beizutragen.<ref name="VN" /><ref name="PP" />
Am 11. September 1999 erfolgte die Erstausstrahlung über das Satellitensystem Eutelsat.<ref name="Meier" /> Das finanzielle Fundament bei der Gründung des Senders bildeten die Erlöse mehrerer erfolgreicher Dokumentarfilme, die Buschor in den Jahrzehnten zuvor gefilmt hatte.<ref name="Simon" /> Einige Zeit später wurde K-TV auch über Kabelnetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Seit dem 1. November 2002 ist der Empfang über das Satellitensystem Astra<ref>K-TV startet HD-Ausstrahlung auf Astra 19,2 Grad Ost. In: Astra. Abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> digital möglich und seit Oktober 2006 über das Internet. Im Jahr 2006 wurde ein Übertragungswagen ausgebaut für regelmäßige Liveübertragungen von Gottesdiensten aus Kirchen und Wallfahrtsorten. Seit dem 1. September 2006 wird das Programm ebenfalls als Livestream angeboten.
Im Jahr 2013 war nach Aussage des Senders ein Wachstum der Zuschauerzahlen feststellbar, das aus der steigenden Zahl versandter Programmhefte abgeleitet wurde.<ref>Geschäftsbericht des Geschäftsführers an das Kuratorium vom 10. Januar 2013</ref> Der finanzielle Aufwand belief sich laut Senderangaben in dem Jahr auf etwa 250.000 Euro pro Monat,<ref>Spenderbroschüre von K-TV 2013</ref> der nach eigenen Angaben vollständig über Spenden gedeckt wurde. Nachdem im Januar 2015 die eigene Redaktion zunächst aufgelöst worden war,<ref>kath.net: Martin Lohmann nicht mehr Chefredakteur bei K-TV. In: kath.net. 30. Januar 2015, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> führte K-TV diese später wieder ein. Die Mitarbeiterzahl lag 2024 bei über 25 Personen.<ref>Markus Zametter: 25 Jahre K-TV: Katholisches Fernsehen für die Seele und Freude am Glauben. In: K-TV. 9. Juli 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
K-TV sendet täglich 24 Stunden. Die einzelnen Sendungen werden eine Woche lang zu unterschiedlichen Zeiten wiederholt. Nachts werden Wiederholungen aus dem Programm der Vorwoche gezeigt. Im deutschsprachigen Raum kann K-TV auf Fernsehen über Kabel und Satellit empfangen werden, zugleich auch weltweit im Internet. Ende 2024 wurde über Satellit ein Full-HD-Signal in Betrieb genommen, im Gegenzug erfolgte zum Anfang Juli 2025 die Abschaltung des SD-Signals.<ref>Thomas Riegler: Satnews: K-TV jetzt nur noch in HD. In: Digitalfernsehen.de. 1. Juli 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> 2024 traf K-TV eine Vereinbarung mit der Deutschen Netzmarketing, von der man sich offenbar die Aufnahme des Programms in die Angebote vieler Kabelanbieter erhofft.<ref>Thomas Riegler: K-TV sendet seit heute in HD und kommt ins Kabel k-tv seit heute in HD. In: Digitalfernsehen.de. 2. Dezember 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
Programm
Das Programm orientiert sich an der Lehre der katholischen Kirche.<ref>Noémie Schafroth: Katholisches Fernsehen Kirche geht in die Offensive. In: Neue Luzerner Zeitung. 31. Dezember 2007, S. 5.</ref> K-TV versteht sich als rom- und papsttreuer Sender mit Schwerpunkten in der Eucharistie und Marienverehrung.<ref name="Simon">Andreas Simon: Auf Fels gebaut – K-TV, Fernsehen für die Seele. In: Die Tagespost. 1. Oktober 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
Inhalte
Schwerpunkte des Programms sind die Übertragung von katholischen Gottesdiensten und Andachten, Glaubenskatechese, Exerzitien, Vorträge, Reportagen und Dokumentationen. Diese Sendungen werden zu einem Großteil von Geistlichen der katholischen Kirche geleitet und moderiert. Es werden Gesprächssendungen oder Interviews ausgestrahlt, sowohl mit Geistlichen wie den deutschen Bischöfen<ref>Aus Interviews mit deutschen Bischöfen beim Katholikentag in Erfurt: Geistliche Wegweisungen. In: Kirche heute. November 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> als auch mit gläubigen Laien.<ref>Markus Kosian: Pirmin Zurbriggen: „Ich habe alles auf Jesus gesetzt“. In: PromisGlauben. 14. Januar 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Dreimal wöchentlich wird seit 2020 Die Stunde der Seelsorge mit Pfarrer Thomas Rimmel und Pater Karl Wallner ausgestrahlt, bei der auch Fragen zu religiösen Themen von Zuschauern aufgegriffen werden.<ref>Stefan Ahrens: Christliche Sender reagieren auf Corona. In: Die Tagespost. 2. April 2020, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref><ref>Gottesdienst Livestream. In: Missio. 16. März 2020, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>
Der Sender überträgt als Partnersender von Radio Vatikan<ref>Unsere nächste Live-Übertragung: Das Treffen mit Medienleuten am Montag. In: Vatican News. 11. Mai 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> live alle wichtigen öffentlichen Auftritte des Papstes wie die Generalaudienz, das Angelusgebet, große Festgottesdienste und kirchliche Ereignisse aus dem Vatikan sowie Weltjugendtage und Papstreisen. Wichtige kirchliche Ereignisse wie zum Beispiel die Papstwahl werden mit Sondersendungen begleitet.<ref>Markus Zametter: Konklave 2025: Sonderprogramm zur Wahl des neuen Papstes. In: K-TV. 4. Mai 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Die wöchentlichen Sendungen RomeReports – Nachrichten aus dem Vatikan und Vatikan aktuell berichten über Neuigkeiten aus dem Vatikan und vom Papst, aber auch allgemein über Vorkommnisse in der Weltkirche und die weltweite Kirchenpolitik.<ref>K-TV künftig mit eigener Vatikan-Sendung. In: Vatican Magazin. Nr. 6, 2025, S. 10.</ref><ref>Annette Schavan: „Glaube ist immer auch ein Stachel“. In: Vatican Magazin. Nr. 10, 2025.</ref>
Reportagen kommen aus Kirche und der Welt, besonders auch aus Wallfahrtsorten wie Fátima, Lourdes oder San Giovanni Rotondo. Dokumentationen werden zum Teil selbst produziert.<ref>Dorothea Schmidt: Eine Wüste wird zum Symbol geistlichen Neuanfangs. In: Die Tagespost. 19. Juli 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Die Sendung Terra Santa News berichtet seit 2018 über Nachrichten aus dem Heiligen Land.<ref>Terra Santa News. In: K-TV. Abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Außerdem beinhaltet das Programm Sendungen über Gesundheitsthemen, Lebenshilfe, ein Kinderprogramm sowie in einem geringen Anteil Spielfilme und Musiksendungen.<ref name="VN" /><ref name="PP" /><ref>Programmheft Januar 2013. In: k-tv. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Januar 2013; abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
Gottesdienste und Andachten
Neben Festgottesdiensten und dem Angelusgebet aus dem Vatikan werden täglich mindestens ein Gottesdienst aus verschiedenen Kirchen aus Davos<ref>Johannes Hattler: Heilige Messen aus Davos. In: k-tv. 1. Dezember 2021, abgerufen am 19. Oktober 2023.</ref> und Schwyz in der Schweiz und der Gebetsstätte Wigratzbad (Opfenbach) sowie zusätzlich ebenfalls tägliche Gottesdienste abwechselnd u. a. aus der Kirche Sankt Pantaleon in Köln, der Licht-der-Völker-Kapelle (Missio-Wien), der Kapelle von Kirche in Not in Königstein im Taunus, der Wallfahrtskirche Maria Schutz am Semmering (Niederösterreich) oder der Wallfahrtskirche Maria im Sand im unterfränkischen Dettelbach übertragen.<ref>Licht der Völker Kapelle. In: Missio. Abgerufen am 5. April 2019.</ref> Regelmäßig wird das Rosenkranzgebet sowie Andachten zur Gnadenstunde der Barmherzigkeit oder Kreuzwegandachten ausgestrahlt.
Empfang
- Satellit: Empfangen werden kann der Sender über Satellit in Full HD in ganz Europa.
- Kabel: Im Kabel mit einem Digitalreceiver ist das Programm in Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein empfangbar.
- Internet: Weltweit per Livestream in verschiedenen Auflösungen über das Internet. Zu den IPTV-Anbietern gehören Zattoo, Waipu.tv, MagentaTV oder Kabel Swisscom.<ref>K-TV in HD. In: K-TV. Abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Zudem werden ein YouTube-Kanal sowie weitere Social-Media-Kanäle betrieben, um nach Angaben des Senders auch ein vorrangig jüngeres Publikum zu erreichen.<ref>Tobias Schmid: „Geht hinaus in die ganze Welt!“ In: Die Tagespost. 1. Oktober 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
- Seit Juli 2025 wird parallel ein englischsprachiger Sender von K-TV betrieben, der über Hotbird empfangbar ist.<ref>Thomas Riegler: K-TV in Englisch auf Hotbird gestartet. In: Digitalfernsehen.de. 3. Juli 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
Beziehung zur katholischen Kirche
Mit einem Brief vom 18. Januar 2013 des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls wurde im Auftrag von Benedikt XVI. die Medienarbeit des „katholischen Fernsehens K-TV“ offiziell gewürdigt und allen „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Freunden und Förderern von K-TV“ der Apostolische Segen durch Papst Benedikt XVI. erteilt.<ref>Livesendung Tagesthema auf K-TV am 29. Januar 2013 von 19:00-20:00 Uhr</ref> Anlässlich einer Generalaudienz im Dezember 2012 gratulierte Papst Benedikt XVI. dem damaligen Chefredakteur Martin Lohmann zum Amtsantritt.<ref>„Sie leisten einen wirklich apostolischen Dienst!“ In: Pressebox. 20. Dezember 2012, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Papst Franziskus empfing eine Delegation von K-TV im September 2019 im Rahmen der Generalaudienz anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Senders.<ref>„Macht Fernsehen zum Anfassen“: Franziskus‘ Tipp an Medienschaffende. In: Vatican News. 11. September 2019, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
Tochtergesellschaften
Der Sender hatte zwei inzwischen liquidierte Tochtergesellschaften, an welchen er zu 100 % beteiligt war: die CredoMedia GmbH mit Sitz in Opfenbach, welche früher das Studio des Senders in Hürth betrieb,<ref>Katholisches Fernsehen K-TV mit Studio Köln und CredoMedia GmbH. In: Pressebox. 30. Januar 2013, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> und die Alpina Film GmbH mit Sitz in Langenargen am Bodensee, welche die Filmproduktionen für den Sender sowie für externe Auftraggeber (andere Fernsehsender, Firmenvideos etc.) realisierte.<ref>Handelsregisteranmeldung vom 29. Januar 2013</ref>
Chat-Portal mit Künstlicher Intelligenz
Mit katholisch.ai (ein Angebot von K-TV und deren CEO Professor Gruhn) wird eine Such- und Antwortmaschine auf der Basis künstlicher Intelligenz angeboten, die insbesondere Menschen unterstützt, die im Verkündigungsdienst der Kirche stehen. Diese AI liefert mit den Antworten auch Quellenangaben und Links zu relevanten Sendungen auf K-TV.<ref>K-TV: Ein neuer Weg der Verkündigung. 6. Januar 2026, abgerufen am 14. Januar 2026.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Christlicher Fernsehsender (Deutschland)
- Römisch-katholisches Medium (Deutschland)
- Opfenbach
- Fernsehsender (Bayern)
- Deutschsprachiger Fernsehsender
- Unternehmensgründung 1999
- Sendestart 1999
- Unternehmen (Landkreis Lindau (Bodensee))
- Christentum im Landkreis Lindau (Bodensee)
- Römisch-katholische Kirche in Bayern