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Königreich Hedschas

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Das Haschemitische Königreich Hedschas (arabisch المملكة الحجازية الهاشمية {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), bis 1924 in Eigenbezeichnung Königreich Arabien, war ein von 1916 bis 1932 existierender Staat in der Region Hedschas. Es entstand im Zuge der Arabischen Revolte aus dem Herrschaftsgebiet der Scherifen von Mekka und wurde bis 1925 durch die Dynastie der Haschimiten beherrscht. Nach Eroberung durch die Saudis war das Königreich ab 1926 in einer Personalunion mit dem Sultanat (ab 1927 Königreich) Nadschd verbunden. 1932 wurden beide Königreiche formal zum Arabisch-Saudischen Königreich vereinigt.

Bezeichnung

Auf Initiative und Drängen seines Sohnes Abdallah erklärte sich Hussein am 28. Oktober 1916 zum König der Araber.<ref>Teitelbaum, Joshua: The Rise and Fall of the Hashimite Kingdom of Arabia. London 2001. S. 108.</ref> Einige Wochen zuvor verhandelte Abdallah mit Ronald Storrs über die zukünftige Titulierung von Hussein – allerdings ohne Ergebnis. Abdallah versicherte aber, diesbezüglich nicht ohne vorherige Absprache aktiv zu werden.<ref>Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 114.</ref> Die Proklamation kam für die Briten daher überraschend. Besonders missfiel ihnen der durch den Titel ausgesprochene Anspruch, Herrscher über alle Araber zu sein – insbesondere, da die Briten mit den Idrisiden in Asir und den Saudis im Nadschd zur Unterstützung im Krieg gegen das Osmanische Reich alliiert waren. Auch die Franzosen äußerten Bedenken, da sie dadurch ihre Kolonien in Nordafrika beansprucht sahen. Die Titulierung wurde international von Russland, Serbien und Italien anerkannt. Am 1. Januar 1917 gaben Großbritannien und Frankreich die Erklärung ab, Hussein lediglich als König des Hedschas anzuerkennen.<ref>Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 115.</ref> Im Vertrag von Sèvres wurde Husseins Herrschaftsbereich von den unterzeichnenden Staaten als Königreich Hedschas anerkannt. Vom Königreich selbst wurde der Vertrag nicht unterzeichnet.

Hussein beharrte auf dem Titel König der Araber und den damit impliziten territorialen Ansprüchen und entfremdete sich damit von Großbritannien. Ohne ein Eingreifen der Briten befürchten zu müssen, begannen die Saudis 1924 mit der Invasion in den Hedschas. Durch den schlechten Verlauf des Krieges wurde Hussein von Nationalisten zur Abdankung zugunsten seines Sohnes Ali gezwungen.<ref>Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 204 ff.</ref> Um sich in eine bessere Position für Verhandlungen mit den Saudis zu bringen, gewährten die Nationalisten Ali lediglich den Titel König des Hedschas. Jedoch wollten die Saudis keinen haschimitischen König akzeptieren, so dass auch Ali abdanken musste. Am 8. Januar 1926 wurde der Saudi Abd al-Aziz ibn Saud zum König des Hedschas gekrönt.

Flaggen

Die Flaggen des Königreichs Hedschas gehen auf einen Vorschlag von Mark Sykes zurück, der während der Vorbereitungen zur Arabischen Revolte für einen zukünftigen gesamtarabischen Staat eine Flagge entwarf.<ref>Joshua Teitelbaum: The rise and fall of the Hashimite kingdom of Arabia. London 2001. S. 205.</ref> Die Farben Schwarz, Weiß und Grün standen für die drei arabischen Kalifats-Dynastien der Fatimiden (grün), Umayyaden (weiß) und Abbassiden (schwarz).<ref>David Fromkin: A Peace to End All Peace: The Fall of the Ottoman Empire and the Creation of the Modern Middle East. New York 1990. S. 315.</ref> Rot wurde als die Farbe der Scherifen von Hussein hinzugefügt, um die Herrschaft seiner Dynastie über die Araber zu symbolisieren.

Die Version von 1916 bis ca. 1920 wurde als Arabische Revolutionsfahne in der gesamten Arabischen Welt bekannt und ihre panarabischen Farben dienten als Vorlage für andere arabische Flaggen. Diese Version, welche wohl zufällig der Flagge der äthiopischen Region Benishangul-Gumuz ähnelt, wurde bis zur Vereinigung mit Nadschd 1932 verwendet. Seitdem gilt die Flagge Saudi-Arabiens.

Könige

Name Regierungszeit Dynastie
Datei:Sharif Husayn.jpg Hussein bin Ali
(1853–1931)
28. Oktober 1916

3. Oktober 1924
Haschimiten
Datei:Ali of Hejaz.jpg Ali bin Hussein
(1879–1935)
4. Oktober 1924

20. Dezember 1925<ref>Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 228.</ref>
Haschimiten
Interregnum
Datei:King Abdulaziz ibn Abdul Rahman.jpg Abd al-Aziz bin Saud
(1880–1953)
8. Januar 1926

22. September 1932<ref group="Anm">Am 18. September 1932 ist ein Dekret zur Vereinigung der Königreiche Hedschas und Nadschd erlassen worden, welches am 23. September 1932 in Kraft trat. Vgl. Wohlfahrt, Eberhard: Die Arabische Halbinsel. Berlin 1980. S. 226.</ref>
Saud

Literatur

  • Randall Baker: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Oleander Press, Cambridge 1979. ISBN 0-900891-48-3.
  • Joshua Teitelbaum: The Rise and Fall of the Hashimite Kingdom of Arabia. London 2001. ISBN 0-8147-8270-1.
  • Erich Topf: Die Staatenbildungen in den arabischen Teilen der Türkei seit dem Weltkriege nach Entstehung, Bedeutung und Lebensfähigkeit (= Hamburgische Universität. Abhandlungen aus dem Gebiet der Auslandskunde. Band 31. Reihe A. Rechts- und Staatswissenschaften. Band 3). Friedrichsen, de Gruyter & Co, Hamburg 1929.

Weblinks

Commons: Hedschas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name=":0">Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 208.</ref> <ref name=":1">Baker, Randall: King Husain and the Kingdom of Hejaz. Cambridge 1979. S. 227–228.</ref> </references>

Anmerkungen

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