König-Fahd-Moschee (Sarajevo)
Die König-Fahd-Moschee ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) bzw. Fahdova džamija) in Sarajevo ist die größte Moschee von Bosnien und Herzegowina. Sie wurde mit Spenden und Geldern aus Saudi-Arabien finanziert und errichtet, weshalb sie gelegentlich auch Saudische Moschee ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) genannt wird.<ref name="dizdar">Dizdar, S. 260.</ref> Bis 2024, als in Albanien die Große Moschee von Tirana eröffnet wurde, war die König-Fahd-Moschee auch die größte Moschee des Balkans.
Lage
Die Moschee befindet sich im Quartier Mojmilo des Stadtteils Alipašino Polje in Sarajevo-Novi Grad, welches für die Olympischen Winterspiele 1984 errichtet wurde. Es wurde während des Bosnienkriegs schwer beschädigt und für Wohnzwecke wiederaufgebaut.<ref>Mojmilo olympic Village. In: totallylost.eu. 2013, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref>
König-Fahd-Moscheen gab und gibt es auch in Bonn, Culver City oder Buenos Aires.
Geschichte
Aufgrund der Vertreibung von Muslimen aus Ostbosnien durch „ethnische Säuberungen“ während des Bosnienkriegs sowie wegen der Rückkehr zum Islam im postsozialistischen Bosnien und Herzegowina kamen viele Flüchtlinge in die Neubauviertel von Sarajevo, die bis dahin keine Moscheen besaßen. Daher wurden in Novi Grad zwei monumentale Moscheen errichtet, wobei die Moschee in Mojmilo durch Saudi-Arabien und die Moschee in Otoka – die Istiqlal-Moschee – von Indonesien finanziert wurde. Die Gelder für die König-Fahd-Moschee wurden über das „Hohe saudische Komitee für die Hilfe für Bosnien und Herzegowina“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) zur Verfügung gestellt.<ref name="dizdar" /> Beide Moscheen wurden um islamische Kulturzentren ergänzt, weshalb zur König-Fahd-Moschee unter anderem eine Religionsschule, eine islamische Bibliothek und ein Turnsaal gehören.<ref>Christian Schmidt-Häuer: Islam. Auf Seelenfang in Bosnien. In: zeit.de. Die Zeit, 14. März 2002, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref>
Als Architekt wurde auf Wunsch Saudi-Arabiens ein Bosnier beauftragt. Man wählte daher Ahmet Kapidžić, der in seinen Entwurf bosnische Elemente integrierte, aber auch Elemente aus andere islamischen Ländern übernahm.<ref name="dizdar" /> Am 15. September 2000 wurde die Moschee, die Platz für mehr als 4000 Personen bietet, durch den saudischen Prinzen Salman ibn Abd al-Aziz eingeweiht. Die Moschee ist nach dem ehemaligen saudischen König Fahd ibn Abd al-Aziz benannt und wird von der konservativen Richtung der Wahhabiten geprägt.<ref name="spiegel">Walter Mayr: Fünfte Kolonne des Propheten. In: spiegel.de. Der Spiegel (online), 20. Februar 2009, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref><ref>Stefan Kube: Wohin entwickelt sich der Islam in Bosnien-Herzegowina? Nation und Religion. In: herder.de. Herder Korrespondenz, 2002, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref>
Jasmila Zbanic drehte Teile des Films Zwischen uns das Paradies (2010) in der Moschee.<ref name="spiegel" />
Die 2013 geplante Namazgâh-Moschee in der albanischen Hauptstadt Tirana hat die König-Fahd-Moschee als größte Moschee auf dem Balkan abgelöst.
Literatur
- Majo Dizdar: Sarajevo. Historijsko turistički vodič. Verlag Sejtarija, Sarajevo 2005, ISBN 9958-39-036-1.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 43° 50′ 23″ N, 18° 20′ 36″ O
{{#coordinates:43,839722222222|18,343333333333|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=BA-BIH
|type=landmark
}}
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Sakralbau in Sarajevo
- Moschee in Bosnien und Herzegowina
- Moscheebau in Bosnien und Herzegowina
- Moscheebau in Europa
- Moschee nach Person
- Erbaut 2000
- Orientalisierende Architektur
- Bauwerk in Sarajevo-Novi Grad
- Bauwerk des Historismus in Bosnien und Herzegowina