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Winterammer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Junco hyemalis)

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Winterammer
Datei:Winterammer (Junco hyemalis) im St. Louis County (Minnesota).jpg

Winterammer (Junco hyemalis) im St. Louis County (Minnesota)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Neuweltammern (Passerellidae)
Gattung: Junkos (Junco)
Art: Winterammer
Wissenschaftlicher Name
Junco hyemalis
(Linnaeus, 1758)
Datei:Dark-eyed Junco-rangemap.png
Verbreitung des Juncos:
gelb:Brutgebiet
grün:Vorkommen als Standvogel
blau:Überwinterungsgebiet

Die Winterammer (Junco hyemalis), früher als Junco bezeichnet, ist ein häufig vorkommender amerikanischer Singvogel aus der Familie der Neuweltammern (Passerellidae).

Merkmale

Die Gefiederfarbe der einzelnen Unterarten des 15 cm langen Juncos ist recht unterschiedlich. Meistens ist er am Rücken grau oder braun und am Bauch blass gefärbt. Der Schnabel ist gewöhnlich rosafarben. Im Flug sind die äußeren weißen Schwanzfedern deutlich zu sehen.

Vorkommen

Die Winterammer lebt in Misch- und Nadelwäldern, Dickichten, Parks und Gärten in weiten Teilen Nordamerikas bis nach Nordmexiko. Die nördlichen Populationen ziehen in der kalten Jahreszeit in den Süden, einige von höheren Lagen in tiefere. Im Winter taucht der Vogel häufig in oder um Städte an Futterhäuschen auf. In Westeuropa ist er ein seltener Irrgast.

Lebensweise

Die Winterammer sucht am Boden nach Insekten und Samen. Der Vogel brütet in Nadel- und Mischwäldern. Beide Partner bauen am Boden oder auf niedrigen Zweigen ein schalenförmiges Nest aus Zweigen, Gräsern, Wurzeln und anderem pflanzlichen Material mit etwa 10 cm Durchmesser. Der Vogel brütet normalerweise zweimal im Jahr. Die durchschnittlich vier matt glänzenden Eier sind grau oder bläulich-weiß gefärbt und haben braune, violette oder graue Flecken. Das Gelege wird vom Weibchen alleine 12 bis 13 Tage bebrütet. Beide Altvögel kümmern sich um den Nachwuchs, der nach 11 bis 14 Tagen flügge wird.

Unterarten

Es sind fünfzehn Unterarten bekannt:<ref>Buntings – IOC World Bird List. Abgerufen am 27. November 2025.</ref>

  • Junco hyemalis hyemalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)<ref name="linne183">Carl von Linné, S. 183.</ref> ist an Kopf, Brust und Oberseite schiefergrau gefärbt. Das Weibchen ist grau-braun. Er kommt in den Nadelwäldern von Alaska bis nach Neufundland und südlich bis in den Appalachen vor und überwintert weiter südlich. Diese Unterart ist relativ häufig.
  • Junco hyemalis aikeni <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1873<ref name="ridgway613">Robert Ridgway (1873), S. 613, 615.</ref> ist an Kopf, Brust und Oberseite grau gefärbt und hat weiße Flügelstreifen. Das Weibchen ist graubraun. Er lebt in den Black Hills in South Dakota und Wyoming und ist relativ selten.
  • Der Oregon-Junco (Junco hyemalis oreganus) (<templatestyles src="Person/styles.css" />Townsend, JK, 1837)<ref name="townsend188">John Kirk Townsend, S. 188.</ref> ist an Kopf und Brust schwarz-grau gefärbt und hat einen braunen Rücken, braune Flügel und rötliche Flanken. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Alaska bis auf die nördliche Baja California. Diese Unterart ist die häufigste im Westen Nordamerikas.
  • Junco hyemalis mearnsi <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1897<ref name="ridgway94">Robert Ridgway (1897), S. 94.</ref> ist an Kopf und Brust grau mit braunen Rücken und Flügel und rosa-braunen Flanken. Er ist in den nördlichen Rocky Mountains von Alberta bis nach Idaho und Wyoming zu finden.
  • Der Graukopfjunco (Junco hyemalis caniceps (<templatestyles src="Person/styles.css" />Woodhouse, 1853))<ref name="woodhouse202">Samuel Washington Woodhouse, S. 202.</ref> ist hauptsächlich grau mit einem rostfarbenen Rücken und lebt in den Rocky Mountains von Colorado bis ins zentrale Arizona.
  • Junco hyemalis dorsalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Henry, 1858<ref name="henry321">Thomas Charlton Henry, S. 321.</ref> hat einen dunklen unteren Schnabel und rostfarbene Flügel. Er ist in den Bergen von Arizona und New Mexico zu finden.
  • Junco hyemalis mutabilis <templatestyles src="Person/styles.css" />van Rossem, 1931<ref name="rossem329">Adriaan Joseph van Rossem, S. 329.</ref> – Diese Unterart kommt im Südosten Kaliforniens und dem Süden Nevadas vor.
  • Junco hyemalis townsendi <templatestyles src="Person/styles.css" />Anthony, 1889<ref name="anthony76">Alfred Webster Anthony (1889), S. 76.</ref> – Diese Subspezies kommt in der Sierra de San Pedro Mártir vor.
  • Junco hyemalis thurberi <templatestyles src="Person/styles.css" />Anthony, 1890<ref name="anthony238">Alfred Webster Anthony (1890), S. 238.</ref> – Das Verbreitungsgebiet diese Unterart ist der Süden Oregons und der Nordwesten Kaliforniens.
  • Junco hyemalis montanus <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1898<ref name="ridgway321">Robert Ridgway (1898), S. 321.</ref> – Diese Unterart kommt im Binnenland des Südwesten Kanadas und dem Binnenland des Nordwestens der USA vor.
  • Junco hyemalis pontilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Oberholser, 1919<ref name="oberholser119">Harry Church Oberholser, S. 119.</ref> – Das Verbreitungsgebiet dieser Unterart ist die Sierra de Juárez.
  • Junco hyemalis carolinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Brewster, 1886<ref name="brewster108">William Brewster, S. 108.</ref> – Diese Unterart kommt im östlichen zentralen Teil der USA vor.
  • Junco hyemalis cismontanus <templatestyles src="Person/styles.css" />Dwight, 1918<ref name="dwight295">Jonathan Dwight, S. 295.</ref> – Die Unterart ist im Binnenland des westlichen Teils von Kanada verbreitet.
  • Junco hyemalis shufeldti <templatestyles src="Person/styles.css" />Coale, 1887<ref name="coale330">Henry Kelso Coale, S. 330.</ref> – Diese Unterart ist an der Küste im Südwesten British Columbias und der Küste im Nordwesten der USA verbreitet.
  • Junco hyemalis pinosus <templatestyles src="Person/styles.css" />Loomis, 1893<ref name="loomis47">Leverett Mills Loomis, S. 47.</ref> – Diese Subspezies kommt im zentralen und südlichen Kalifornien vor.

Literatur

  • Colin Harrison, Alan Greensmith: Vögel: mit mehr als 800 Arten. Dorling Kindersley, Starnberg 2005, ISBN 978-3-8310-0785-1.
  • Bryan Richard: Vögel: über 400 Arten aus aller Welt. Parragon, Bath 2006, ISBN 978-1-4054-5506-0.
  • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (gdz.sub.uni-goettingen.de [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Robert Ridgway: On some new forms of American Birds. In: The American Naturalist, an Illustrated Magazine of Natural History. Band 7, 1873, S. 602–619 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Samuel Washington Woodhouse: Description of a new Snow Finsch of the genus Struthus, Boie. In: Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia. Band 6, Nr. 6, Dezember 1852, S. 202–203 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Thomas Charlton Henry: Description of new Birds from Fort Thorn, New Mexico. In: Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia. Band 10, 1858, S. 117–118 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • John Kirk Townsend: Description of Twelve New Species of Birds, chiefly from the vicinity of Columbia river. In: Journal of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia. Band 7, Nr. 2, 1837, S. 187–193 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Adriaan Joseph van Rossem: Descriptions of new birds from the Mountains of Southern Nevada. In: Transactions of the San Diego Society of Natural History. Band 6, Nr. 22, 1931, S. 325–332 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Alfred Webster Anthony: New Birds from Lower California and Mexico. In: Proceedings of the California Academy of Sciences. Serie 2, Band 2, 1889, S. 73–82 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).
  • Alfred Webster Anthony: A new Junco from California. In: Zoe A biological Journal. Band 1, Nr. 8, 1890, S. 238–239 (biodiversitylibrary.org [abgerufen am 9. April 2015]).

Weblinks

Commons: Junko – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />