Karl Johann August Müller
Karl Johann August Müller (Müller Hallensis) (* 16. Dezember 1818 in Allstedt; † 9. Februar 1899 in Halle (Saale)) war ein deutscher Bryologe.<ref name="lexikon">Frahm, Eggers: Lexikon deutschsprachiger Bryologen, Band 1, S. 333</ref> Sein botanisches Autorenkürzel lautet „<templatestyles src="Person/styles.css" />Müll.Hal.“
Leben und Wirken
Müller stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Beutlermeister. Er absolvierte eine Apothekerlehre und arbeitete einige Jahre als Apotheker. 1842 arbeitete Müller in der Apotheke von Ernst Hampe und ließ sich für die Bryologie begeistern. 1843 wechselte er nach Halle (Saale), wo er bei Diederich Franz Leonhard von Schlechtendal Botanik studierte. 1847 begann er mit der Herausgabe seiner Synopsis Muscorum Frondosorum omnium hucusque cognitorum. Die Ideen von Charles Darwin lehnte er ab.<ref name="lexikon" /> 1880 wurde er Mitglied der Leopoldina.<ref>Mitgliedseintrag von Carl Müller bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> Neben seinem Studium schrieb Müller für die Botanische Zeitung.
Von 1852 bis 1896 war Müller Chefredakteur und über viele Jahre hinweg gemeinsam mit Otto Eduard Vincenz Ule Redakteur der Wochenzeitschrift Die Natur, einem der ersten und lange führenden populärwissenschaftlichen Organe in Deutschland.<ref>Andreas W. Daum: Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit 1848–1914. Oldenbourg, München 2002, S. 356-351, 404, 408, 432, 504.</ref> Außerdem gehörte er zu den Mitbegründern des Naturwissenschaftlichen Vereins für Sachsen und Thüringen.
Er war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Henriette Hauff. Im Jahr 1864 heiratete er dann Hedwig Mathilde Sorge. Er hatte einen Sohn aus erster, und zwei Töchter aus zweiter Ehe.
Herausgeber
- Die Natur, Halle, (1.1852–51.1902), ZDB-ID 2748313-7
- Illustrierte Gartenzeitung, Schweizerbart, Stuttgart (4.1860–19.1875), ZDB-ID 2475710-X
Literatur
- Karl Schliephacke: Vorwort, in: Genera Muscorum Frondosorum (handschriftlicher Nachlass von Carl Müller), Eduard Kummer, Leipzig 1901, S. III ff. (enthält einen Nachruf, Digitalisat),
- Karl Mägdefrau: Müller, Karl. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 18. Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
- Andreas W. Daum, Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit, 1848–1914. Oldenbourg, München 1998, ISBN 3-486-56337-8.
Weblinks
- Autoreneintrag für Karl Johann August Müller beim IPNI
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Karl Johann August |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller Hallensis; Müll.Hal. (botanisches Autorenkürzel) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bryologe |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1818 |
| GEBURTSORT | Allstedt |
| STERBEDATUM | 9. Februar 1899 |
| STERBEORT | Halle (Saale) |