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Johann Georg von Eckhart

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Johann Georg von Eckhart, Stich von Nikolaus Seeländer (1720)
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Johann Georg von Eckhart

Johann Georg von Eckhart (auch: Johann Georg Eccard; * 7. September 1674<ref>Das Geburtsjahr folgt den Angaben der Neuen Deutschen Biografie und der Todesnachricht. In älteren Quellen wird alternativ 1664 als Geburtsjahr genannt.</ref> in Duingen; † 9. Februar 1730 in Würzburg) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar. Er war Hofrat und wirkte insbesondere als Universitätsbibliothekar<ref>Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Druck: Bonitas-Bauer, Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 823.</ref> in Würzburg.

Herkunft und Familie

Seine Eltern waren der Sohn eines Arztes und Oberförster in Duingen Hans Caspar Eckhart und dessen Ehefrau Catharina Marie Baring (1647–1738), eine Tochter des Professors in Marburg und Rektors in Hannover Eberhard Baring († 1659).

Er heiratete am 19. Oktober 1706 in Braunschweig Rosina Elisabeth Gerthum, die Tochter des Kapitäns Daniel Hieronimous Gerthum. Das Paar hatte drei Söhne und eine Tochter. Seine Frau starb kurz vor ihm.

Leben

Eckhart besuchte zwischen 1689 und 1695 die Fürstenschule Pforta; 1694–1696 erfolgte ein letztlich abgebrochenes Studium der Philologie und Geschichte an der Universität Leipzig.<ref>Zu diesen und den folgenden biographischen Angaben vgl. den Eintrag in der Personen- und Korrespondenzdatenbank der Leibniz-Edition, zuletzt abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Ab 1698 war er als Nachfolger Joachim Friedrich Fellers Mitarbeiter von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) insbesondere bei dessen historiographischer Tätigkeit. Nach einem Intermezzo im Umfeld des sächsisch-polnischen Hofs 1702–3 kehrte er wieder nach Hannover zurück.<ref>Nora Gädeke: „Zur Arbeitsorganisation bei den Annales imperii“. In In Wenchao Li / Charlotte Wahl / Sven Erdner / Bianca Carina Schwarze / Yue Dan (Hgg.): »Le present est plein de l’avenir, et chargé du passé«. Vorträge des XI. Internationalen Leibniz-Kongresses, Bd. I, Hannover 2023, S. 463–473, hier 472.</ref> 1706 wurde er Professor der Geschichte an der Universität Helmstedt. Im Jahr 1714 wurde er in der Nachfolge von Johann Friedrich Hodann (1674–1745) erneut als Leibniz’ Mitarbeiter nach Hannover berufen sowie selbst zum Haushistoriographen ernannt; ab 1715 war er zudem unter Leibniz’ Aufsicht als Verwalter der Bibliothek tätig. Gegenüber dem Hof behauptete Eckhart, dass der Inhalt des unter Leibniz’ Namen entstehenden Geschichtswerks wesentlich seiner eigenen Tätigkeit zu verdanken sei – während die Forschung eher von (freilich sehr intensiven) Vorarbeiten Eckharts ausgeht.<ref>Nora Gädeke: „Zur Arbeitsorganisation bei den Annales imperii“. In In Wenchao Li / Charlotte Wahl / Sven Erdner / Bianca Carina Schwarze / Yue Dan (Hgg.): »Le present est plein de l’avenir, et chargé du passé«. Vorträge des XI. Internationalen Leibniz-Kongresses, Bd. I, Hannover 2023, S. 463–473, hier 473.</ref>

Nach Leibniz’ Tod 1717 wurde Eckhart dessen Nachfolger als Bibliothekar. Zugleich führte er die in Zusammenarbeit mit Leibniz begonnene Arbeit am Werk zur Welfengeschichte fort, allerdings – wie Leibniz selbst – ohne diese letztlich abschließen zu können. 1718 wurde Eckharts Cousin Daniel Eberhard Baring sein Hilfsbibliothekar.<ref>Ernst Kelchner: Baring, Daniel Eberhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 65 f.</ref> 1721 wurde Eckhart durch Kaiser Karl VI. in den Reichsadelsstand erhoben.

1723 flüchtete Eckhart wegen Schulden aus Hannover, trat in Köln zum Katholizismus über und wurde 1724 bischöflich würzburgischer Bibliothekar und Historiograph unter Christoph Franz von Hutten. Die Würzburger Lügensteine des Johann Beringer waren vermutlich eine Intrige der Jesuiten gegen den Würzburger Historiker als Vertreter des von Leibniz in der protogaea entwickelten Konzepts der natürlichen Weltgeschichte.<ref>Cornelius Steckner: Lügensteine und Weltarchäologie. Zum 300jährigen Gedächtnis der Approbation der Leibnizschen Protogaea. In: Josef Mühlenbrock, Tobias Escher (Hrsg.): Irrtümer & Fälschungen der Archäologie. Nünnerich-Asmus Verlag, Herne 2018, ISBN 3-96176-030-6, S. 86–93.</ref><ref>Cornelius Steckner: Lügenstein und Weltarchäologie. sites.google.com (PDF)</ref> Würzburger Assistent war Jean Ignace Roderique, der 1732 eine Professur für Geschichte an der Universität zu Köln annahm.

Seit 1711 war er auswärtiges Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 18. März 2015.</ref>

Eckharts Nachlass wird in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt.

Werke

Literatur

Weblinks

Commons: Johann Georg von Eckhart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

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