Jochen Schümann
| Jochen Schümann Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
MK33489 Jochen Schümann.jpg
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationalität: | Datei:Flag of East Germany.svg DDR Datei:Flag of Germany.svg Deutschland ab 1990 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag: | 8. Juni 1954 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort: | Berlin, Datei:Flag of East Germany.svg DDR | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe: | 1,88 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht: | 94 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein: | SC Berlin-Grünau Yacht Club Berlin-Grünau | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bootsklassen: | Finn-Dinghy, Soling, 5,5m Klasse | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jochen Schümann (* 8. Juni 1954<ref>Seit 1952 bei Olympia. In: Berliner Morgenpost. 24. April 2010, S. 111; „Lehrzeit für ein deutsches Projekt“. In: Welt am Sonntag. 24. Oktober 1999.</ref> in Köpenick, Ost-Berlin) ist ein deutscher Segelsportler.
Leben
Im Alter von zwölf Jahren begann Jochen Schümann seine Segelkarriere mit einem selbstgebauten Optimisten auf dem Berliner Müggelsee. Er wurde Mitglied des Yachtclubs Berlin-Grünau. Er besuchte die EOS sowie die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) und legte das Abitur ab. 1972 war er Sieger bei der Spartakiade. In den Jahren 1974 und 1975 war er jeweils Europameister der Junioren. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal (Kanada) gewann er die Goldmedaille im Finn-Dinghy. Für diesen Erfolg wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.<ref>Von der Ehrung für die Olympiamannschaft der DDR. Hohe staatliche Auszeichnungen verliehen. Vaterländischer Verdienstorden in Silber. (pdf) In: Neues Deutschland. ZEFYS Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin, 10. September 1976, S. 4, abgerufen am 10. April 2024 (kostenfreie Anmeldung erforderlich).</ref> 1988 in Busan (Südkorea) und 1996 in Savannah, Georgia gewann er im Soling ebenfalls olympisches Gold, in Sydney 2000 (Australien) die Silbermedaille. Im Jahr 1996 wurde Jochen Schümann als erster Deutscher zum Weltsegler des Jahres gewählt. Er ist der erfolgreichste deutsche Segler aller Zeiten.
Schümann schloss 1983 ein Studium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) als Diplom-Sportlehrer ab. Anschließend arbeitete er von 1983 bis 1989 im wissenschaftlichen Zentrum des DDR-Segler-Verbandes. 1991 war er Mitarbeiter der Segelmachereifirma Paul Elvstrøm in Dänemark, zuletzt als Manager. Von 1993 bis 1996 war er sportlicher Direktor des Daimler-Benz-Projekts Aero Sail. 1997 war er Sportdirektor einer Firma und Berater des DSV-Präsidenten. 1999 war er Aktivensprecher der Segler.
Jochen Schümann war Sportdirektor des Schweizer Teams Alinghi, das 2003 in Auckland (Neuseeland) den America’s Cup gewann und den Titel 2007 vor Valencia (Spanien) erfolgreich verteidigte. Da sein Vertrag beim Team Alinghi nicht verlängert wurde, hat sich Schümann entschieden, bei der 33. Auflage das United Internet Team Germany als Teamchef zu unterstützen. Nachdem sich dieses 2008 aufgelöst hatte, wurde Schümann Skipper des ALL4ONE Challenge-Boots.
Jochen Schümann lebt im oberbayerischen Penzberg. Schümann hat mit seiner Frau eine Tochter und einen Sohn.<ref>Sport-Bild vom 7. August 1996, S. 36</ref>
Auszeichnungen (Auswahl)
In der DDR erhielt er 1976 den Vaterländischen Verdienstorden in Silber und 1988 in Gold. 2003 wurde ihm im Rahmen der Verleihung des Bayerischen Sportpreises der „Persönliche Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ verliehen. Aufgrund seiner sportlichen Erfolge sowie seines gesellschaftlichen Engagements wurde Jochen Schümann im Mai 2014 mit der Goldenen Sportpyramide, die von der Stiftung Deutsche Sporthilfe verliehen wird, ausgezeichnet. Ebenfalls erfolgte die Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports. Außerdem erhielt er das Silberne Lorbeerblatt.
Literatur
- Klaus Gallinat, Olaf W. Reimann: Schümann, Jochen. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
Weblinks
- Porträt, Daten und Biografie von Jochen Schümann in der Hall of Fame des deutschen Sports
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1952: Dänemark Paul Elvstrøm | 1956: Dänemark Paul Elvstrøm | 1960: Dänemark Paul Elvstrøm | 1964: Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Willi Kuhweide | 1968: Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walentin Mankin | 1972: Frankreich Serge Maury | 1976: Datei:Flag of East Germany.svg Jochen Schümann | 1980: Datei:Flag of Finland icon.svg Esko Rechardt | 1984: Datei:Flag of New Zealand.svg Russell Coutts | 1988: Spanien José Luis Doreste | 1992: Spanien José van der Ploeg | 1996: Datei:Flag of Poland.svg Mateusz Kusznierewicz | 2000: Vereinigtes Königreich Iain Percy | 2004: Vereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2008: Vereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2012: Vereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2016: Vereinigtes Königreich Giles Scott | 2020: Vereinigtes Königreich Giles Scott
Liste der Olympiasieger im Segeln Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1972: Vereinigte Staaten Allen / Bentsen / Melges | 1976: Dänemark Bandolowski / Hansen / Høj Jensen | 1980: Vorlage:IOC/IOC Bandolowski / Hansen / Høj Jensen | 1984: Vereinigte Staaten Davis / Haines / Trevelyan | 1988: Datei:Flag of East Germany.svg Flach / Jäkel / Schümann | 1992: Dänemark Bank / Secher / Seier | 1996: Deutschland Flach / Jäkel / Schümann | 2000: Dänemark Bank / Blakskjær / Jacobsen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schümann, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Segelsportler, Olympiasieger, Gewinner des America’s Cup |
| GEBURTSDATUM | 8. Juni 1954 |
| GEBURTSORT | Ost-Berlin |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Regattasegler (DDR)
- Regattasegler (Deutschland)
- Olympiasieger (Segeln)
- Weltmeister (Segeln)
- Europameister (Segeln)
- DDR-Meister (Segeln)
- Olympiateilnehmer (DDR)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1976
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1980
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000
- America’s Cup
- Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold
- Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- DDR-Bürger
- Deutscher
- Person (Penzberg)
- Geboren 1954
- Mann