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João Baptista de Oliveira Figueiredo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:João Figueiredo, presidente do Brasil, 1979.jpg
João Baptista de Oliveira Figueiredo, 1979

João Baptista de Oliveira Figueiredo [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈʒwɐ̃w̃ baˈt͡ʃistɐ dʒi oliˈvejɾɐ figejˈɾedu] (* 15. Januar 1918 in Rio de Janeiro; † 24. Dezember 1999 ebenda) war ein brasilianischer Offizier und Politiker. Von 1979 bis 1985 amtierte er als Staatspräsident.

Leben

João Figueiredo war von 1955 bis 1957 Militärattaché in Paraguay. 1961 wurde er in den Nationalen Sicherheitsrat berufen. Während der Präsidentschaft von General Emílio Médici leitete er dessen militärischen Stab. 1974 wurde er Leiter des Geheimdienstes Serviço Nacional de Informações (SNI).

Von Staatspräsident Ernesto Geisel, der Médici 1974 abgelöst hatte, wurde er zum Nachfolger ausgewählt. Seine Wahl durch den von der Regierungspartei Aliança Renovadora Nacional (ARENA) dominierten Kongress war eine reine Formsache. Figueiredo übte das Amt vom 15. März 1979 bis zum 15. März 1985 aus. Wie seinem Vorgänger Geisel, war auch ihm der General Golbery do Couto e Silva<ref name=":0">Olivier Dabène: L’Amérique latine à l’époque contemporaine (= Collection U Histoire). 7. Auflage. Éditions Armand Colin, Paris 2011, ISBN 978-2-200-24897-0, S. 187.</ref> als Berater beigestellt, der seine Politik bis im August 1981 maßgebend bestimmte.

Als Präsident führte er die durch Geisel begonnene Demokratisierung des Landes weiter, gewährte politischen Exilanten Amnestie, liberalisierte Wahlrecht und Pressezensur und sprengte durch unmöglich einlösbare Forderungen nach einer konformen Opposition seitens von Golbery das bisherige Zweiparteiensystem aus ARENA und MDB, wodurch neue Parteien entstanden. Gleichzeitig war seine Regierungszeit durch Terroranschläge<ref name=":0" /> von rechtsextremen Gruppen geprägt. Mit dem Pacote de Novembro<ref name=":0" /> von November 1981 (der auf den Pacote de Abril vom April 1977 folgte) blockierten die Militärs erneut den Demokratisierungsprozess, indem sie Parteibündnisse und Listenverbindungen verboten.

Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage Brasiliens wurde João Figueiredo zunehmend unbeliebt. 1983 kam es zu ersten Demonstrationen, die die Rückkehr zur Demokratie und eine demokratische Wahl des Präsidenten forderten. Er stellte sich dagegen, doch die Opposition unter Tancredo Neves setzte sich im brasilianischen Kongress durch und wählte Neves 1985 zu seinem Nachfolger.

Auszeichnungen

Literatur

  • Plínio de Abreu Ramos, Marcelo Costa: Figueiredo, João Batista. In: fgv.br. CPDOC – Centro de Pesquisa e Documentação de História Contemporânea do Brasil; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Biografie).

Weblinks

Commons: João Figueiredo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Ernesto GeiselPräsidenten Brasiliens
1979–1985
Tancredo Neves

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