Zum Inhalt springen

Jindřich Šimon Baar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Jindřich Šimon Baar.jpg
Jindřich Šimon Baar

Jindřich Šimon Baar, auch Heinrich Simon Baar, Pseudonym: Jan Psohlavý (* 7. Februar 1869 in Klentsch, Bezirk Taus, Königreich Böhmen; † 24. Oktober 1925, Okres Domažlice, Tschechoslowakei) war ein tschechischer katholischer Priester und Schriftsteller. Er gilt als Vertreter des Realismus in der Landprosa.

Leben

Baar besuchte von 1880 bis 1888 das Gymnasium in Taus. Nach der Matura trat er in ein Priesterseminar in Prag ein und wurde 1892 zum Priester geweiht. Er wirkte in einigen Orten als Geistlicher und bemühte sich in diser Funktion um die Reform der Kirche, zunächst als Kaplan von 1892 bis 1894 in Pfraumberg, anschließend bis 1895 in Brennporitschen, dann in Stochau, Aunietitz, danach in den Jahren 1895 bis 1897 in Worschech.

Von 1899 bis 1909 war er in Hut bei Schlan tätig, ließ ein neues Pfarrhaus errichten. Danach kehrte er als Pfarrer von 1909 bis 1919 nach Worschech zurück.

1919 wurde Jindřich Šimon Baar in den Ruhestand versetzt und kehrte zurück in seinen Geburtsort. Seine Beschreibungen des Lebens in den Dörfern hatten vor allem bei den in USA lebenden Tschechen Erfolg.

Werke

  • Aus dem Reich der Träume (1988)
  • 1900: Cestou křížovou
  • 1905: Pro kravičku
  • 1906: Farská panička
  • 1908: Farské historky
  • 1908: Johann Cimbura: Eine südböhmische Idylle (Jan Cimbura) – deutsche Übersetzung: Josef Blau (1941)
  • 1922: Chodské povídky a pohádky
  • Die Chodentrilogie (tschechisch Chodská trilogie)
    • 1923: Paní komisarka
    • 1924: Osmačtyřicátníci
    • 1925: Lůsy

Verfilmungen

  • 1938: Cestou křížovou – Regie: Jiří Slavíček
  • 1941: Jan Cimbura – Regie: František Čáp
  • Nach dem Roman Paní komisarka:
    • 1954: Muzikanti – Regie: Václav Vorlíček
    • 1975: Vlcí halír (Fernsehfilm) – Regie: Jaroslav Novotný

Literatur

Weblinks

Commons: Jindřich Šimon Baar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein