Orakelknochen
Auf Orakelknochen (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Knochenpanzer“) aus Yinxu, die während der Shang-Dynastie (ca. 1600–1000 v. Chr.) entstanden, finden sich die ersten Zeugnisse der chinesischen Schrift, die sogenannte Orakel-Schrift ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Knochenpanzerschrift“), auch Orakelknocheninschrift ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Knochenpanzerorakelschrift“) genannt oder als Schildkrötenpanzer- und Tierknochenschrift ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bekannt.
Sie dienten der Weissagung mit dem sogenannten Tierknochen-Orakel. Bei der Befragung des Orakels wurden die Knochen mit heißen Gegenständen erhitzt, um den Willen der Ahnen zu erfahren. Die beim Erhitzen entstehenden Risse und Sprünge wurden als Antwort der Ahnen interpretiert.<ref name="Kuhn92" /> Für jede Befragung wurden die Knochen mit einem Vorwort, der Absichtserklärung oder dem Wunsch, der Anzahl und Deutung der Risse, der daraus geschlussfolgerten Voraussage und der Bestätigung ihres Eintretens beschriftet. Dabei wurden die Informationen häufig auf mehrere nummerierte Knochen verteilt.<ref name="Kuhn134" /> Anschließend wurden die Orakelknochen archiviert.<ref></ref> Heute leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Erforschung der frühen chinesischen Schrift. Das bisher erst zu einem Drittel verständliche Vokabular umfasste bereits rund 4.500 verschiedene Schriftzeichen<ref name="unesco">Die Yin-Ruinen – Chinas 33. Eintragung auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbe. In: china.org.cn. China Internet Information Center, 17. Oktober 2006, abgerufen am 3. Juli 2023 (Bericht über Ausgrabungen bei Anyang).</ref>. Der Entschlüsselungsprozess ist häufig zeitintensiv und erfordert erhebliche personelle Ressourcen, insbesondere wenn Schriftzeichen aufgrund der Zeit unleserlich oder unvollständig geworden sind. Deep-Learning-Methoden haben sich hierbei als geeignetes Hilfsmittel erwiesen, da sie zunehmend leistungsfähige Ansätze zur Entschlüsselung ermöglichen.<ref></ref>
Die ersten beschriebenen Orakelknochen wurden 1899 bei Anyang entdeckt.<ref>Die Geschichte der chinesischen Schrift. In: chinalink.de. Wolfgang Odendahl, 14. Juli 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. November 2022; abgerufen am 3. Juli 2023.</ref> Als Entdecker gilt Wang Yirong ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ein hoher chinesischer Beamter der ausgehenden Qing-Dynastie, zusammen mit seinem Freund Liu E ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Als Wang sich aufgrund eines fieberhaften Infekts mit traditioneller chinesischer Medizin versorgen wollte, bemerkte Liu, wie der Apotheker einen vermeintlichen „Drachenknochen“ pulverisieren wollte, auf dem Einritzungen zu sehen waren. Liu war mit Beschriftungen von antiken chinesischen Bronzegefäßen vertraut und erkannte, dass es sich bei den Knochenritzungen um wichtige historische Objekte aus der Frühzeit Chinas handelte. Die Knochen wurden dem Apotheker abgekauft. 1903 veröffentlichte Liu Abpausungen der Knochenzeichnungen und in den Jahren 1912 bis 1916 gab er dazu eine detaillierte Abhandlung in drei Bänden heraus.<ref name="Croddy"></ref>
Später förderten die ersten systematischen archäologischen Ausgrabungen (1928–1937) bei Anyang eine Vielzahl von Orakelknochen zutage. Heute beträgt die Anzahl der gefundenen Orakelknochen über 100.000<ref name="Kuhn134" /> und die Fundstätte bei Anyang ist in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen worden.<ref name="unesco" />
Siehe auch: Bronzeinschrift
Literatur
- TCA/China NB: Document L2/15-280: Request for comment on encoding Oracle Bone Script. (PDF; 17 MB) Unicode Consortium, 21. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Information zur möglichen Codierung der Orakelknochen-Schrift in Unicode)
- Tsung-Tung Chang: Der Kult der Shang-Dynastie im Spiegel der Orakelinschriften. Eine paläographische Studie zur Religion im archaischen China (= Veröffentlichungen des Ostasiatischen Seminars der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, Main. Reihe B: Ostasienkunde. 1). Harrassowitz, Wiesbaden 1970, ISBN 3-447-01287-0 (Zugleich: Frankfurt am Main, Universität, Dissertation, 1970).
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Kuhn92">Dieter Kuhn: Ostasien bis 1800 (= Neue Fischer-Weltgeschichte. Band 13). S. Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-10-010843-2, S. 92.</ref> <ref name="Kuhn134">Dieter Kuhn: Ostasien bis 1800 (= Neue Fischer-Weltgeschichte. Band 13). S. Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-10-010843-2, S. 134.</ref> </references>