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Joanne K. Rowling

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Seitliche Farbfotografie einer Frau, die auf einem weißen Stuhl vorgebeugt sitzt. Sie hat ihre blonden Haare zusammengebunden und trägt eine kurzärmelige, graue Weste über einem blau-grünen Kleid. An ihrer linken Brust ist ein Ansteckmikrofon.
Joanne K. Rowling (2010)

Joanne K. Rowling [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˌd͡ʒəʊˈæn ˈkeɪ ˈrəʊlɪŋ], CH, OBE (* 31. Juli 1965 in Yate als Joanne Rowling, abgekürzt J. K. Rowling) ist eine britische Schriftstellerin, die mit der Romanreihe Harry Potter um den gleichnamigen Zauberschüler bekannt wurde. Daneben ist sie als Drehbuchautorin und Filmproduzentin aktiv.

Sie ist auch unter dem Pseudonym Robert Galbraith bekannt. Nachdem die Zeitschrift Forbes ihr Vermögen 2004 erstmals auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt hatte, galt sie einige Jahre lang als wohlhabendste Schriftstellerin der Weltgeschichte.<ref>Julie Watson und Tomas Kellner: J.K. Rowling and the Billion-Dollar Empire. In: Forbes. 26. Februar 2004.</ref> Laut Forbes ist Rowling Stand 2020 die bestbezahlte Schriftstellerin der Welt und nach James Patterson auf Platz 2 der meistverdienenden Autoren der Welt.<ref name="forbes2020">Profile: J.K. Rowling. In: Forbes. Abgerufen am 12. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Kindheit und Jugend

Frontale Farbfotografie von einem grauen Steinhaus. Das Haus mit seinen vier Dachgiebeln ist von Kletterpflanzen und Büschen umgeben.
Ehemaliges Wohnhaus J. K. Rowlings in Tutshill

Joanne Rowling wurde 1965 in der südwestenglischen Kleinstadt Yate nahe Bristol als Tochter von Anne und Peter Rowling geboren.<ref name="bio">J. K. Rowling: About. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref> Ihre Eltern stammen aus London und heirateten im März 1965. Peter Rowling arbeitete bei Rolls-Royce, Anne Rowling als Laborassistentin.

Nach ihrer Geburt zog die Familie nach Winterbourne um, wo sie 1970 eingeschult wurde. Rowling hatte früh den Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Im Alter von fünf oder sechs Jahren erfand sie ihre erste Geschichte – sie handelte von einem an Masern erkrankten Kaninchen. Diese und andere Geschichten erzählte sie damals ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Dianne. 1974 zog die Familie Rowling nach Tutshill in der Nähe des walisischen Chepstow.<ref name="bio" /> Dort besuchte sie die Wyedean-Gesamtschule. In der Oberstufe wurde sie zur Schülersprecherin gewählt. Die spätere Romanfigur Hermine Granger soll dem Bild entsprechen, das sie damals von sich selbst gehabt habe, sowohl äußerlich als auch charakterlich.<ref group="J" name="S.47">S. 47</ref>

Nach ihrem Schulabschluss 1983 studierte sie Französisch und Klassische Altertumswissenschaft an der University of Exeter.<ref name="bio" /> Nachdem sie 1987 ihr Studium abgeschlossen hatte, zu dem unter anderem ein einjähriger Aufenthalt als Englischlehrerin in Paris gehört hatte, übte sie verschiedene Bürotätigkeiten aus. Unter anderem arbeitete sie zwei Jahre bei Amnesty International in London.<ref name="bio" /> 1989 zog sie zu ihrem damaligen Freund nach Manchester. Während dieser Zeit arbeitete sie an zwei Romanen für Erwachsene, die sie nie veröffentlicht und später vernichtet hat.

Buchidee und erste Ehe

Nach eigenen Angaben erfand sie während einer Zugfahrt von Manchester nach London im Juni 1990 die Romanfigur Harry Potter.<ref group="J" name="S.105f">S. 105f.</ref> Von Anfang an habe sie gewusst, dass es eine siebenbändige Buchreihe über einen Jungen werden solle, der ein Internat für Hexen und Zauberer besucht.<ref>J. K. Rowling: My Story. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref> Am 30. Dezember 1990 starb Rowlings Mutter im Alter von 45 Jahren an multipler Sklerose. Im November 1991 zog Rowling nach Portugal, wo sie an der Encounter English School in Porto nachmittags als Lehrerin arbeitete.<ref group="J" name="S.113f">S. 113f.</ref> In den folgenden zwei Jahren entwarf sie unter anderem die Rohfassung des ersten Harry-Potter-Bandes.<ref group="K" name="S.38">S. 38</ref>

Im März 1992 lernte sie den portugiesischen Fernsehjournalisten Jorge Arantes kennen, mit dem sie eine Beziehung begann und bald darauf schwanger wurde; im Sommer 1992 erlitt Rowling eine Fehlgeburt.<ref group="J" name="S.122f">S. 122f.</ref> Am 16. Oktober 1992 heiratete sie Arantes und wurde bald darauf erneut schwanger.<ref group="J" name="S.124ff">S. 124ff.</ref> Die gemeinsame Tochter Jessica kam am 27. Juli 1993 zur Welt; laut Rowling wurde sie nach Jessica Mitford benannt.<ref group="J" name="S.127">S. 127</ref> Die Ehe befand sich jedoch bald in der Krise und zerbrach im November desselben Jahres, da Arantes Konflikte gewalttätig austrug.<ref>Schmidbauer, Wolfgang: Kassandras Schleier das Drama der hochbegabten Frau. 1. Auflage, vollständige Taschenbuchausgabe. München, ISBN 978-3-442-17724-0, S. 59 (oclc=984752344 [abgerufen am 25. Dezember 2020]).</ref> Das Boulevardblatt Sun veröffentlichte knapp dreißig Jahre später die Aussage von Arantes, dass er sie geohrfeigt habe und es nicht bereue.<ref>JK Rowling: Sun newspaper criticised by abuse charities for article on ex-husband. In: BBC. 12. Juni 2020, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>

Ende 1993 zog Rowling zurück nach Großbritannien und ließ sich in der schottischen Hauptstadt Edinburgh nieder, wo ihre Schwester Dianne mit ihrem Mann wohnte. Die ersten drei Kapitel von Harry Potter sowie die übrigen Entwürfe dazu hatte sie aus Porto mitgenommen.<ref group="J" name="S.133f">S. 133f.</ref> Da Rowling kein Einkommen hatte und ihr eigene Geldmittel fehlten, war sie auf den Bezug von Sozialhilfe angewiesen, die damals 69 Pfund pro Woche betrug. Zunächst hatte sie Schwierigkeiten, eine eigene Wohnung zu finden, da kaum jemand an Menschen ohne festen Job vermieten wollte.<ref group="J" name="S.135f">S. 135f.</ref>

Frontale Farbfotografie von der roten Fassade des Cafés „the elephant house“. Flutlichter und Hängepflanzen zieren den Laden, der gut besucht ist. Rechts ist ein Hinweisschild über die Geburtsstunde der Harry Potter Bücher, das von Passanten teilweise verdeckt wird.
The Elephant House – eines der Cafés in Edinburgh, in dem Rowling den ersten Band von Harry Potter schrieb

Anfang 1994 kam Arantes, der zu diesem Zeitpunkt rechtlich noch Rowlings Ehemann war, nach Edinburgh und suchte nach ihr und der gemeinsamen Tochter, worauf sie im März eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkte.<ref group="J" name="S.137">S. 137</ref> Er ging zurück nach Portugal und Rowling reichte im August 1994 die Scheidung ein.<ref group="J" name="S.139">S. 139</ref> Seit ihrem Umzug schrieb sie weiter am ersten Harry-Potter-Roman, sowohl zuhause als auch in verschiedenen Cafés der Stadt, darunter im Elephant House und im Nicolsons; bei letzterem war ihr Schwager Miteigentümer.<ref group="J" name="S.140f">S. 140f.</ref> Ende 1994 fand sie einen Teilzeitjob als Sekretärin, durfte dabei jedoch aufgrund ihres Sozialhilfebezugs nicht mehr als 15 Pfund pro Woche verdienen.<ref group="J" name="S.142">S. 142</ref>

Rowling bewarb sich Anfang 1995 für einen einjährigen postgradualen Kurs am Moray House, das heute zur Universität Edinburgh gehört, um in Schottland als Lehrerin arbeiten zu können. Ende Juni wurde ihre Scheidung von Arantes rechtskräftig.<ref group="J" name="S.188">S. 188</ref> Durch die finanzielle Unterstützung eines Freundes sowie einen staatlichen Zuschuss war sie nun nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig und begann im August 1995 mit dem Lehrgang.<ref group="J" name="143f">S. 143f.</ref> Im selben Jahr vollendete sie den ersten Harry-Potter-Band in handgeschriebener Form und tippte ihn anschließend zwei Mal auf einer Schreibmaschine ab.<ref name="Telegraph1">Nigel Reynolds: $100,000 Success Story for Penniless Mother. In: The Daily Telegraph. 7. Juli 1997, abgerufen am 13. Juli 2025.</ref><ref name="Scotsman">The JK Rowling story. In: The Scotsman. 16. Juni 2003, abgerufen am 11. Juli 2025.</ref> Im Anschluss suchte sie nach möglichen Literaturagenten und schickte ein Exposé mit den ersten drei Kapiteln unter anderem an Christopher Little in Fulham (London), der sie wenig später unter Vertrag nahm.<ref name="Guardian">David Smith: Harry Potter and the man who conjured up Rowling's millions. In: The Guardian. 15. Juli 2007, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Im Juli 1996 erwarb sie das nötige Zertifikat für den Lehrberuf. Zu dieser Zeit hatte sie bereits begonnen, am zweiten Harry-Potter-Band zu schreiben.<ref group="J" name="163ff">S. 163ff.</ref>

Nachdem ihre Agentur das Manuskript mehreren Verlagen angeboten und immer wieder Absagen bekommen hatte, sagte Bloomsbury Publishing im August 1996 schließlich die Veröffentlichung zu.<ref>The man who discovered Harry Potter. In: BBC News. 12. August 2015, abgerufen am 24. April 2022.</ref> Barry Cunningham, der dortige Leiter der Kinderbuchabteilung, riet Rowling, sich einen festen Job zu suchen, da man von Kinderbüchern allein nicht den Lebensunterhalt bestreiten könne.<ref>That magical day when Barry met Harry. In: The Scotsman. 15. September 2005, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Rowling fand eine Stelle an der Leith Academy, wo sie während ihres Lehrgangs schon ein Praktikum gemacht hatte.<ref group="J" name="S.160">S. 160</ref> Um weiter am Manuskript für den zweiten Teil schreiben zu können, beantragte sie eine Förderung beim Scottish Arts Council, die ihr im Februar 1997 in Höhe von 8.000 Pfund gewährt wurde und die Beschaffung eines Computers ermöglichte.<ref group="K" name="S.121">S. 121</ref><ref group="J" name="167ff">S. 167ff.</ref><ref name="Telegraph1"/>

Das Buch sollte nicht unter Rowlings vollständigem Vornamen „Joanne“ erscheinen, da ihr Agent und der Verlag fürchteten, dass Jungen ungern von einer Frau verfasste Bücher lesen würden.<ref name="Scotsman"/> Rowling entschied sich daher für die Verwendung der Initialen „J. K.“ (das „K“ steht für Kathleen, den Namen ihrer Großmutter väterlicherseits).<ref name="bio"/>

Erfolg mit Harry Potter

Am 26. Juni 1997 wurde Harry Potter und der Stein der Weisen mit einer Startauflage von 5.650 Exemplaren veröffentlicht.<ref>Harry Potter Band 1 für 417.000 Euro versteigert. Börsenblatt des deutschen Buchhandels, 10. Dezember 2021, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref> Darunter waren 500 Hardcover-Ausgaben, von denen 300 für Bibliotheken gedacht waren, die restlichen 200 für den Verkauf.<ref name="BBC">Bargain bin Harry Potter book sells for £55,000. 11. Dezember 2023, abgerufen am 19. Juni 2024.</ref> Nur drei Tage später ersteigerte der US-Verlag Scholastic überraschend die US-amerikanischen Rechte an Rowlings Erstlingswerk zum Preis von 100.000 Dollar.<ref group="J" name="S.171">S. 171</ref> Gemäß Rowlings Vertrag mit ihrem Agenten erhielt sie davon 80 Prozent.<ref name="Guardian"/> Dass für das Erstlingswerk einer unbekannten Kinderbuchautorin eine sechsstellige Summe gezahlt worden war, machte Rowling auf einen Schlag bekannt.<ref>Book written in Edinburgh cafe sells for $100,000. In: The Herald. 8. Juli 1997, abgerufen am 7. April 2022.</ref> Zudem gewann das Buch im November 1997 den Nestlé Smarties Book Prize.<ref>Children pick winner of #2500 literary prize. The Herald, 19. November 1997, abgerufen am 23. Juni 2024.</ref> Im Herbst 1997 erwarb der Carlsen Verlag aus Hamburg die Rechte für alle sieben angekündigten Romane der Reihe für den deutschen Sprachraum.<ref>Lindsey Fraser u. a.: Viel Zauber um Harry: Die Welt der Joanne K. Rowling. 1. Auflage. Carlsen Verlag, Hamburg 2001, ISBN 3-551-35107-4, S. 121.</ref> Harry Potter und der Stein der Weisen erschien im darauffolgenden Jahr mit einer Startauflage von 8000 Exemplaren.<ref name="Carlsen">25 Jahre „Harry Potter“ bei CARLSEN. In: Pressemappe (Seite 7). Carlsen-Verlag, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>

Band 2 Harry Potter und die Kammer des Schreckens wurde von Rowling bereits kurz nach Erscheinen von Band 1 vollendet und am 2. Juli 1998 veröffentlicht, die deutsche Übersetzung folgte im März 1999. Beide Bücher wurden zu einem großen Verkaufserfolg; bis zum Erscheinen des dritten wurden in Großbritannien insgesamt 800.000 Exemplare abgesetzt.<ref>Potter fans must wait until school is out. In: The Herald. 21. Juni 1999, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Schon im Jahr des Erscheinens von Band 1 wurde Filmproduzent David Heyman, der über seine Filmproduktionsfirma „Heyday Films“ mit Warner Brothers zusammenarbeitete, auf Harry Potter aufmerksam und signalisierte gegenüber Rowlings Agent Christopher Little Interesse an dem Stoff.<ref group="J" name="S.194f">S. 194f.</ref> 1998 verhandelte Rowling mit Warner über die Verfilmungsrechte an den ersten beiden Bänden für eine siebenstellige Summe.<ref>Casting a spell over young minds. In: The Herald. 7. Dezember 1998, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Noch im selben Jahr erwarb das Filmstudio die Merchandising-Rechte für die Reihe, 1999 schließlich auch die Rechte für die Verfilmung von Band 1 und 2.<ref>Lindsey Fraser u. a.: Viel Zauber um Harry. Carlsen, 2001, S. 122.</ref>

Datei:JK Rowling 1999.jpg
Rowling in den USA (1999)

Spätestens nach der Veröffentlichung von Band 3 Harry Potter und der Gefangene von Askaban am 8. Juli 1999 wurde die Weltöffentlichkeit endgültig auf Rowling aufmerksam. So belegten die drei Bände ab Oktober 1999 monatelang die ersten Plätze der Bestsellerliste der New York Times.<ref>Jack W. Perry: Harry Potter and the Changing of the New York Times Bestseller List 19. April 2018, abgerufen am 8. April 2020</ref> Noch vor Veröffentlichung von Band 4 Harry Potter und der Feuerkelch am 8. Juli 2000 belegten sie auch in Deutschland die drei Spitzenplätze der Bestsellerliste des Spiegels.<ref>20 Jahre »Harry Potter«: Es war einmal (k)ein Märchen. In: Buchreport. 31. Juli 2018, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref>

Ebenfalls im Jahr 2000 begann die Produktion der Filmadaption von Harry Potter und der Stein der Weisen. Drehbuchautor Steve Kloves arbeitete eng mit Rowling zusammen, die sich im Rahmen ihrer vertraglich ausgehandelten Mitspracherechte zudem dafür einsetzte, dass die Filme in Großbritannien gedreht werden, Britisches Englisch gesprochen wird und die Rollen mit ebensolchen Schauspielern besetzt werden.<ref>Harry Potter and the Philosopher's Stone. In: The Guardian. 16. November 2001, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Eine weitere Bedingung war, dass sämtliche Fortsetzungen auf ihren Romanen basieren mussten.<ref>JK Rowling’s battle to make the Harry Potter films ‘100 per cent British’. In: The Daily Telegraph. 3. Januar 2022, abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Der Film hatte seine Premiere am 4. November 2001 in London.<ref>Informationen zur Veröffentlichung. In: IMDb. Abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Am 26. Dezember 2001 heiratete Rowling den Arzt Neil Murray.

Zahlreiche Faktoren – die Arbeit an den beiden Benefizausgaben für Comic Relief, ihre Hochzeit und schließlich ihre zweite Schwangerschaft (2003 wurde ihr Sohn geboren) – verzögerten die Arbeit an Band 5 Harry Potter und der Orden des Phönix, der schließlich im Juni 2003 erschien. Im November 2003 ermöglichte Rowling den deutschsprachigen Straßenzeitungen zwei Wochen vor dem Start des Bücherverkaufs einen kostenlosen Abdruck der Übersetzung des ersten Kapitels.<ref></ref><ref>iw: Zauberhafte Potter-Kostprobe. In: Deutsche Welle. 4. November 2003, abgerufen am 28. Dezember 2023.</ref>

Am 23. Januar 2005 bekam Rowling in Edinburgh eine zweite Tochter. Band 6 Harry Potter und der Halbblutprinz, den sie im Dezember 2004 vollendet hatte, erschien am 16. Juli 2005.

Am 11. Januar 2007 beendete Rowling die Arbeit am siebten und letzten Band. Das Datum schrieb sie auf eine Marmorbüste in dem Hotelzimmer in Edinburgh, wo sie zuletzt an dem Buch gearbeitet hatte: JK Rowling finished writing Harry Potter and the Deathly Hallows in this room (552) on 11th Jan 2007. Am 21. Juli 2007 kam Harry Potter und die Heiligtümer des Todes auf den Markt. Seitdem äußerte sie mehrfach, u. a. 2010 in einem Interview mit Oprah Winfrey, möglicherweise eines Tages weitere Harry-Potter-Bücher zu schreiben, Stoff bis einschließlich Teil 10 sei problemlos vorhanden.<ref>J.K. Rowling teases us by talking about writing more Harry Potter novels. In: heat Entertainment. 4. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. September 2014; abgerufen am 2. März 2016.</ref>

Bis heute wurden die Harry-Potter-Romane in 85 Sprachen übersetzt,<ref>Writing – J.K. Rowling’s Wizarding World. Abgerufen am 19. Juni 2024.</ref> darunter auch ins Lateinische und Altgriechische, und über 600 Millionen Mal verkauft,<ref name="BBC"/> davon alleine 37 Millionen Mal im deutschen Sprachraum.<ref name="Carlsen"/> Rowling gilt als eine der reichsten Frauen Großbritanniens, die Zeitschrift Forbes schätzte ihr Vermögen in den Jahren 2004 bis 2007 auf eine Milliarde US-Dollar. In der 2007 erschienenen Dokumentation A Year in Life of J. K. Rowling dementierte sie dies jedoch und meinte, es seien sogar weniger als die geschätzten 570 Millionen Pfund Sterling.<ref>J. K. Rowling – A Year in Life (deutsch: Ein Jahr im Leben von Joanne K. Rowling, 2009), James Runcie, 2007, siehe auch IMDb.</ref>

Leben und Wirken seit 2007

Bücher für Erwachsene

Nach dem Abschluss ihrer Harry-Potter-Heptalogie wandte Rowling sich anderen Projekten zu. Im Juli 2007 sagte die Autorin in einem Interview, sie arbeite aktuell an einem Buch für Erwachsene und einem für Kinder.<ref>Carol Memmott: J.K. Rowling’s fond look back at Harry Potter. USA Today, 26. Juli 2007, abgerufen am 13. März 2012.</ref> Im März 2008 verriet sie, dass es sich bei Letzterem um ein „politisches Märchen“ handle.<ref>JK Rowling in court over photo of son. Scotsman.com, 10. März 2008, abgerufen am 13. März 2012.</ref> Dieses wurde jedoch nicht veröffentlicht und befand sich laut der Schriftstellerin jahrelang „in einer Schublade“, da sie es als „nicht gut genug“ empfand.<ref>J.K. Rowling’s ‘Political Fairytale’ Put on Hold. In: the-leaky-cauldron.org. 19. März 2016, abgerufen am 8. August 2016.</ref> Im Mai 2020 wurde schließlich dessen Titel The Ickabog angekündigt;<ref name=":0">J. K. Rowling veröffentlicht Kinderbuch online. In: ORF.at. 26. Mai 2020, abgerufen am 26. Mai 2020.</ref> das Buch erschien am 10. November 2020.

Im Juli 2011 verließ ihr Agent Neil Blair die Christopher-Little-Agentur und gründete The Blair Partnership, von der sie seither repräsentiert wird. Am 23. Februar 2012 gab die Agentur in einer Presseaussendung bekannt, dass das neue Buch Rowlings für Erwachsene in absehbarer Zukunft erscheinen werde. Erste Details, darunter der englische Originaltitel The Casual Vacancy und die ungefähre Seitenanzahl, wurden am 13. April 2012 veröffentlicht. Verleger ist nicht mehr Bloomsbury Publishing, sondern Little, Brown and Company.<ref>Suzanne Plunkett: J.K. Rowling announces new book; Harry Potter fans react. In: washingtonpost.com</ref> Am 11. Juli 2012 gab der Carlsen Verlag den deutschen Titel Ein plötzlicher Todesfall bekannt. Das Buch erschien weltweit am 27. September 2012 und erhielt sowohl positive als auch gemischte Kritiken.

Kriminalautorin

Im April 2013 veröffentlichte Joanne Rowling, nunmehr unter dem Pseudonym Robert Galbraith, den Kriminalroman Der Ruf des Kuckucks.<ref name="pseudo" /> Bis Juli desselben Jahres wurden rund 1500 Exemplare verkauft.<ref>JK Rowling revealed as author of The Cuckoo’s Calling. BBC, 14. Juli 2013, abgerufen am 8. August 2016.</ref> Am 14. Juli 2013 veröffentlichte die Sunday Times einen Artikel, in dem sie als Autorin des Buchs enttarnt wurde. Zuvor hatte die Zeitung einen diesbezüglichen Hinweis erhalten, die durch eine stilometrische Untersuchung bestätigt wurde.<ref>Richard Brooks: Whodunnit? JK Rowling’s secret life as wizard crime writer revealed. In: The Sunday Times. 13. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2015; abgerufen am 8. August 2016.</ref> Der Name ist eine Verschmelzung des Namens ihres politischen Helden Robert F. Kennedy und ihres Fantasie-Namens aus der Kindheit, Ella Galbraith.<ref>Frei von Erwartungen in: buchreport.de, 24. Juli 2013, abgerufen am 16. März 2024</ref><ref>JK Rowling tells story of alter ego Robert Galbraith in: The Guardian, 24. Juli 2013, abgerufen am 16. März 2024.</ref> Bis 2025 erschienen sieben Fortsetzungen (siehe Abschnitt unten).

Harry-Potter-Lexikon und -Website

J.K. Rowling sprach wiederholt davon, ein Harry-Potter-Lexikon veröffentlichen zu wollen.<ref>Chris Hastings: Tears as JK Rowling returns to where it began. 23. Dezember 2007, abgerufen am 13. März 2012.</ref> Im Oktober 2007 klagte sie gegen ein geplantes Harry-Potter-Lexikon des Autors Steve Vander Ark, das im Dezember 2007 in Großbritannien hätte erscheinen sollen. Arks Verlag (RDR Books) vertrat den Standpunkt, keine Urheberrechte zu verletzen. Michael Maar veröffentlichte 2008 mit Hilfe für die Hufflepuffs ein Harry-Potter-Handbuch. Rowling selbst verkündete schließlich 2011 den Start des Projekts Pottermore.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />J.K. Rowling Announces Pottermore. (Memento vom 23. Juni 2011 im Internet Archive) youtube.com, Abruf: 30. Dezember 2011.</ref> Dabei handelte es sich um eine Webseite zum Harry-Potter-Universum, die regelmäßig mit neuen Hintergrundinformationen befüllt werden soll. Über die Plattform wurden auch E-Books der Harry-Potter-Serie verkauft. In einer früheren Version der Webseite war eine visualisierte und interaktive Version der Romane enthalten.<ref>Projekt „Pottermore“. Fans dürfen Harry Potters Abenteuer online erweitern. In: Spiegel Online. 26. Juni 2011, abgerufen am 30. Dezember 2011.</ref> Im Oktober 2023 erschien schließlich ein offizielles und illustriertes Nachschlagewerk als The Harry Potter Wizarding Almanac (deutsch: Die magische Welt von Harry Potter − Das offizielle Handbuch).

Film und Theater

Spätestens ab 2013 schrieb Joanne Rowling das Drehbuch für den Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, der auf dem gleichnamigen von ihr veröffentlichten Harry-Potter-„Schulbuch“ basiert.<ref>http://www.jkrowling.com/en_GB/#/news-events/latest/jk-rowlings-statement-regarding-her-screenwriting-debut</ref> Ein gutes Jahr später gab sie via Twitter bekannt, dass sie gerade ein Drehbuch optimiere und nebenbei bereits wieder an einem anderen Roman arbeite. Fans und Medien gingen davon aus, dass sie vom Drehbuch zum Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind sprach.<ref>J.K. Rowling Teases Fans With Cryptic Tweet, TIME, 6. Oktober 2014, abgerufen am 4. Mai 2024</ref>

Zudem war Rowling in die Produktion des Theaterstücks Harry Potter und das verwunschene Kind eingebunden, das 2016 im West End uraufgeführt wurde. Das Skript wurde von Jack Thorne auf der Grundlage einer Geschichte von Rowling, Thorne und John Tiffany geschrieben und am 31. Juli 2016 in gebundener Form als Drama veröffentlicht. Trotz der für viele Konsumenten wohl schwierigen Art des Lesens wurde das Buch bereits in den ersten drei Tagen in Großbritannien über 680.000 Mal verkauft.<ref>Harry Potter and the Cursed Child is fastest-selling UK book in a decade. 3. August 2016, abgerufen am 8. August 2016.</ref> Am 24. September 2016 erschien Harry Potter und das verwunschene Kind auch auf Deutsch<ref>Erstverkaufstag für Harry-Potter-Theaterstück bei Carlsen am 24. September ab Mitternacht. In: buchmarkt.de, 21. Juni 2016, abgerufen am 13. Dezember 2016.</ref> und war 2016 das meistverkaufte Buch in Deutschland.<ref>Neuer „Harry Potter“ ist meistverkauftes Buch 2016. In: buchmarkt.de, 21. Dezember 2016, abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref>

2020 waren die Harry-Potter-Filme und die Themenparks Wizarding World die größte Einnahmequelle für Rowling.<ref name="forbes2020" />

Rowling und die Medien

Die Autorin, wegen ihres Erfolges eine Person des öffentlichen Lebens geworden, wurde oft auf den Umstand „Alleinerziehende Sozialhilfeempfängerin schreibt einen Bestseller“ beschränkt. 2004 stellte Rowling erstmals schriftlich ihren Lebenslauf auf ihrer neuen Website vor und räumte falsche Behauptungen aus. Daneben wollten einige Personen einen direkten oder indirekten Einfluss auf Rowlings Schaffen gehabt haben, was sie in den meisten Fällen dementierte.<ref>„Milliarden-Klage“: Joanne K. Rowling soll abgeschrieben haben. In: Börsenblatt, 19. Februar 2010, abgerufen am 19. Februar 2010.</ref> Außerdem wurde ihre Lebensgeschichte 2011 verfilmt und in Deutschland als Magic Beyond Words – Die zauberhafte Geschichte der J. K. Rowling veröffentlicht.

Im vierten Band, Harry Potter und der Feuerkelch, taucht als neue Figur die Reporterin Rita Kimmkorn (Rita Skeeter) auf, die aus vagen und wenig stichhaltigen Gründen teilweise diffamierende Artikel über Harry und andere berühmte Zauberer schreibt. Allerdings sagt die Autorin selbst, die Figur sei nicht die Antwort auf den Umgang der Presse mit ihr, sondern bereits für Band 1 vorgesehen gewesen. Dort habe sie sie gestrichen, da sie ihrer Meinung nach besser in den vierten Band passte, als Harrys Ruhm auf ihm zu lasten beginnt.<ref group="J" name="S.191f">S. 191f.</ref>

Werke

Harry-Potter-Heptalogie (1997–2007)

Folgende Bücher sind in der Harry-Potter-Reihe erschienen:

Band Deutsche Ausgabe Englische Originalausgabe
Titel Erscheinungs-
jahr
ISBN Titel Erscheinungs-
jahr
ISBN
1 Harry Potter und der Stein der Weisen 1998 ISBN 978-3-551-55167-2 Harry Potter and the Philosopher’s Stone 1997 ISBN 978-0-7475-3269-9
2 Harry Potter und die Kammer des Schreckens 1999 ISBN 978-3-551-55168-9 Harry Potter and the Chamber of Secrets 1998 ISBN 978-0-7475-3849-3
3 Harry Potter und der Gefangene von Askaban 1999 ISBN 978-3-551-55169-6 Harry Potter and the Prisoner of Azkaban 1999 ISBN 978-1-85613-617-4
4 Harry Potter und der Feuerkelch 2000 ISBN 978-3-551-55193-1 Harry Potter and the Goblet of Fire 2000 ISBN 978-0-7475-4624-5
5 Harry Potter und der Orden des Phönix 2003 ISBN 978-3-551-55555-7 Harry Potter and the Order of the Phoenix 2003 ISBN 978-0-7475-5100-3
6 Harry Potter und der Halbblutprinz 2005 ISBN 978-3-551-56666-9 Harry Potter and the Half-Blood Prince 2005 ISBN 978-0-7475-8108-6
7 Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2007 ISBN 978-3-551-57777-1 Harry Potter and the Deathly Hallows 2007 ISBN 978-0-590-76200-7

2001 veröffentlichte Joanne K. Rowling außerdem zwei kleine Bände, die als nicht-fiktionale Bücher in den Harry-Potter-Büchern erwähnt worden waren: Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) unter dem Pseudonym Newt Scamander und Quidditch im Wandel der Zeiten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) unter dem Namen Kennilworthy Whisp. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Bücher geht an die Hilfsorganisation {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).

2007 fertigte Rowling sieben handgeschriebene und -illustrierte Kopien des Buches Die Märchen von Beedle dem Barden an. Es enthält fünf Märchen auf 157 Seiten, darunter The Tale of the Three Brothers, das eine bedeutende Rolle in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes spielt. Sechs Exemplare verschenkte Rowling an Personen, die sie in den 17 Jahren, in denen sie an Harry Potter arbeitete, am meisten unterstützt hatten. Das siebte Buch wurde am 13. Dezember 2007 zugunsten der Kampagne The Children’s Voice der von Rowling mitgegründeten karitativen Organisation Children’s High Level Group bei Sotheby’s in London versteigert. Den Zuschlag erhielt das Online-Versandhaus amazon.com für 1.950.000 britische Pfund (rund 2,75 Millionen Euro).<ref>Amazon.com to J.K. Rowling: Thank You mit Bildern von The Tales of Beedle the Bard</ref> Am 4. Dezember 2008 wurde das Buch in englischer Sprache in zwei Ausstattungsvarianten veröffentlicht; die Nettoerlöse aus dem Verkauf kamen ebenfalls The Children’s Voice zugute.<ref>Veröffentlichungsankündigung zu The Tales of Beedle the Bard</ref> Die deutsche Ausgabe erschien unter dem Titel Die Märchen von Beedle dem Barden ebenfalls am 4. Dezember 2008.

Am 10. Juni 2008 wurde ein nur 800 Worte kurzes Harry-Potter-Prequel auf einer DIN-A5-großen handbeschriebenen Karte in London vom Auktionshaus Sotheby’s für 25.000 Pfund (mehr als 31.500 Euro) versteigert. Den Gesamterlös der Versteigerung, zu der auch andere Autoren Beiträge zur Verfügung stellten, sollen die englische Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. und das Legastheniker-Programm Dyslexia Action erhalten.

Ein plötzlicher Todesfall (2012)

Der erste Erwachsenenroman von Joanne K. Rowling wurde von Übersetzern in London ins Deutsche übertragen, da das Original ausschließlich in den Räumen des britischen Verlages zugänglich war. Das 600-Seiten-Manuskript unterlag strengster Geheimhaltung. Das Buch erschien weltweit am 27. September 2012 und trägt den englischen Originaltitel The Casual Vacancy. Der Einband ist im Stil klassischer Edgar-Wallace-Krimis in kräftigem Rot und Gelb gestaltet.

Die Romanhandlung basiert auf dem plötzlichen Tod des Gemeinderatsmitglieds Barry Fairbrother, dessen Ableben die Menschen in der englischen Kleinstadt Pagford schockiert. Als Barrys Sitz im Gemeinderat frei wird, „schafft das den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein plötzlicher Todesfall. (Memento vom 5. August 2013 im Internet Archive) In: carlsen.de.</ref> Die deutsche Erstausgabe erschien im gleichen Jahr im Carlsen Verlag, der auch die Harry-Potter-Romane verlegt.

Ab 15. Februar 2015 wurde eine Mini-Serie zum Roman im britischen Fernsehen ausgestrahlt und im Juni 2015 auf DVD veröffentlicht. In Deutschland wurde die Serie ab 4. August 2015 unter dem Namen Ein plötzlicher Todesfall erstmals in einer deutschen Synchronfassung auf Sky Atlantic HD gezeigt.

Cormoran-Strike-Serie (ab 2013)

Im Juli 2013 wurde bekannt,<ref>Richard Brooks: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Whodunnit? JK Rowling’s secret life as wizard crime writer revealed. (Memento vom 4. Februar 2015 im Internet Archive) The Sunday Times, 14. Juli 2013.</ref> dass Rowling bereits am 30. April 2013 unter dem Pseudonym „Robert Galbraith“<ref name="pseudo">„Harry Potter“-Autorin. Joanne K. Rowling schrieb Krimi unter Pseudonym. In: Spiegel Online. Abgerufen am 14. Juli 2013.</ref> über den Verlag Mulholland Books den Krimi The Cuckoo’s Calling veröffentlicht hatte. Bis dahin waren 8500 Exemplare des Buches verkauft worden<ref>Informationen auf Robert Galbraiths offizieller Website. Abgerufen am 19. Juli 2013: „At the point I was ‘outed’, Robert had sold 8500 English language copies across all formats (hardback, eBook, library and audiobook) and received two offers from television production companies.“</ref> (davon 1500 Hardcover-Exemplare).<ref>J. K. Rowling überrascht die Welt mit Pseudonym-Krimi. In: sueddeutsche.de</ref> Die Rechte der deutschsprachigen Fassung hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits der Blanvalet-Verlag gesichert, der das Buch am 30. November 2013 unter dem Titel Der Ruf des Kuckucks auf den Markt brachte.<ref>Robert Calbraith: Der Ruf des Kuckucks. Penguin Random House Verlagsgruppe, abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref>

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Privatdetektiv Cormoran Strike, der als Soldat im Afghanistankrieg ein Bein verloren hat und nun mit seiner Mitarbeiterin Robin Ellacott einem möglichen Mordfall inmitten der reichen Gesellschaft nachgeht. Seitdem hat Rowling sieben weitere Kriminalromane mit Cormoran Strike als zentraler Figur veröffentlicht. Die Rezeption der Kriminalromane in Deutschland fiel sehr unterschiedlich aus; während einige Kritiker sie positiv beurteilten und sich teilweise begeistert zeigten, waren andere eher enttäuscht.<ref>Rezension der englischsprachigen Ausgabe. In: faz.net, 14. Juli 2014.</ref><ref>Der Verwandlungszauber der Harry-Potter-Autorin – Neuer Krimi "Der Seidenspinner" und die zweite Karriere als Robert Galbraith. In: Deutschlandradio Kultur. 24. November 2014, abgerufen am 25. November 2014.</ref><ref>Überblick/Zusammenfassung der Rezeption der einzelnen Romane in verschiedenen deutschsprachigen Zeitungen bei Perlentaucher: Der Ruf des Kuckucks, Der Seidenspinner, Weißer Tod.</ref> Die BBC begann 2017, die Romanreihe unter dem Titel Strike zu verfilmen. Die Rolle des Cormoran Strike wird von Tom Burke gespielt.

Band Deutsche Ausgabe Englische Originalausgabe
Titel Erscheinungs-
datum
ISBN Titel Erscheinungs-
datum
ISBN
1 Der Ruf des Kuckucks 30. November 2013 ISBN 978-3-7645-0510-3 The Cuckoo's Calling 30. April 2013 ISBN 978-0-316-20684-6
2 Der Seidenspinner 24. November 2014 ISBN 978-3-7645-0515-8 The Silkworm 19. Juni 2014 ISBN 978-0-316-20687-7
3 Die Ernte des Bösen 26. Februar 2016 ISBN 978-3-7645-0574-5 Career of Evil 20. Oktober 2015 ISBN 978-0-316-34993-2
4 Weißer Tod 27. Dezember 2018 ISBN 978-3-7645-0698-8 Lethal White 18. September 2018 ISBN 978-0-316-42273-4
5 Böses Blut 14. Dezember 2020 ISBN 978-3-8371-5449-8 Troubled Blood 29. September 2020 ISBN 978-0-316-49893-7
6 Das tiefschwarze Herz 7. September 2022 ISBN 978-3-7645-0817-3 The Ink Black Heart 30. August 2022 ISBN 978-0-316-41303-9
7 Das strömende Grab 25. Oktober 2023 ISBN 978-3-7645-0865-4 The Running Grave 26. September 2023 ISBN 978-1-4087-3094-2
8 Der Tote mit dem Silberzeichen 17. September 2025 ISBN 978-3-7645-0959-0 The Hallmarked Man 02. September 2025 ISBN 978-1-4087-2379-1

Der Ickabog (2020)

Das Kinderbuch The Ickabog wurde von Rowling noch während des Entstehens der Harry-Potter-Bücher konzipiert. Nachdem sie einen ersten Entwurf geschrieben und eine Veröffentlichung im Anschluss an das letzte Harry-Potter-Buch geplant hatte, entschied sie sich jedoch, das Projekt vorerst ruhen zu lassen, und schrieb stattdessen mit Ein plötzlicher Todesfall und Der Ruf des Kuckucks Bücher, die sich an ein erwachsenes Publikum richteten. Erst Anfang 2020 nahm Rowling die Arbeit an der Geschichte wieder auf, mit dem Ziel, sie kostenlos für Kinder, die aufgrund der Covid-19-Pandemie in ihrem Leben eingeschränkt waren, zu veröffentlichen. Rowlings Kinder, denen sie ihren Ursprungsentwurf als Fortsetzungsgeschichte vor dem Schlafengehen vorgelesen hatte, fungierten bei ihrer Überarbeitung 2020 als Lektoren. The Ickabog ist ein politisches Märchen, in dem es um Wahrheit und den Missbrauch von Macht geht.<ref name=":0" /> Die ersten beiden Kapitel des Buches erschienen am 26. Mai 2020 kostenlos auf einer gleichnamigen Webseite.<ref>Joanne K. Rowling: J.K. Rowling Introduces The Ickabog. In: jkrowling.com. 26. Mai 2020, abgerufen am 26. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 10. November 2020 erschien die deutsche Übersetzung als Buchausgabe durch den Carlsen Verlag.<ref>Der Ickabog von J. K. Rowling <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SWR (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. November 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de Abgerufen am 15. Dezember 2020.</ref>

Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein (2021)

Rowlings 16. Roman, The Christmas Pig, wurde weltweit am 12. Oktober 2021 veröffentlicht. Wie alle ihre Romane seit 2012 erschien er in einem Hachette-Verlag, in diesem Fall im Imprint Hodder & Stoughton. Die deutsche Ausgabe wurde von Friedrich Pflüger übersetzt und erschien im Carlsen Verlag, der die Veröffentlichung im April 2021 ankündigte.<ref>J.K. Rowling lässt es Weihnachten werden. In: Börsenblatt. 14. April 2021, abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> Das Buch wurde von Jim Field illustriert. In Großbritannien landete der Roman innerhalb der ersten Woche auf Platz 1 der Bestsellerliste.<ref>Kiera O'Brien: Rowling's Christmas Pig jingles all the way to number one | The Bookseller. In: The Bookseller. 19. Oktober 2021, abgerufen am 4. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rowlings Arbeit an The Christmas Pig reicht ins Jahr 2012 zurück.<ref name=":1">J. K. Rowling: J.K. Rowling on the Magic of ‘Things’. In: The New York Times. 24. Dezember 2021, abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> Neben ihrer Freundin Aine Kiely, die Rowling immer wieder ermutigt habe, an dem Stoff festzuhalten, sei ihre Familie für das Gelingen des Buchprojekts entscheidend gewesen: „‚Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein‘ wurde erst wieder richtig erweckt, als fünf Murrays am Sandstrand saßen und ich euch das Land der Verlorenen beschrieb.“<ref>J. K. Rowling: Jacks wundersame Reise mit dem Weihnachtsschwein. Carlsen, Hamburg 2021, ISBN 978-3-551-55751-3, S. 334.</ref> Rowling wollte immer schon eine Weihnachtsgeschichte schreiben und außerdem ergründen, was es bedeutet, ein Ersatzspielzeug zu sein. “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (<templatestyles src="Person/styles.css" />J. K. Rowling, deutsch: „Weihnachten war die perfekte Kulisse für eine Geschichte über Verlust und Liebe, Aufopferung und Hoffnung.“)<ref name=":1" />

Die Handlung ereignet sich am Heiligen Abend: Nachdem Jack sein über alles geliebtes Kuscheltier, ein Stoffschwein namens DS, verloren und als Ersatz ein neues Schwein, das Weihnachtsschwein, erhalten hat, reisen die beiden auf der Suche nach DS in das Land der verlorenen Dinge. In dieser Welt, in der auch schlechte Gewohnheiten und verblasste Tugenden leben und „die deutlich als Jenseits gezeichnet ist“,<ref>Tilman Spreckelsen: J. K. Rowlings Kinderbuch: Im Jenseits der verlorenen Dinge. In: faz.net. Abgerufen am 3. Januar 2022.</ref> herrschen eine klare Hierarchie – geliebten Dingen geht es besser als achtlos weggeworfenen – und ein gnadenloser Tyrann, der „Verlierer“. Jack und das Weihnachtsschwein lernen auf ihrer Reise, dass Zusammenhalt, Mut und Hoffnung elementar sind, um sich in einer unwirtlichen Welt zu behaupten.<ref name=":1" />

Filmografie

Frontale Farbfotografie einer Frau, die auf einem Stuhl sitzt und in ihren Händen ein offenes Buch hält. Sie hat ihre blonden Haare zusammengebunden und trägt eine kurzärmelige, graue Weste über einem blau-grünen Kleid. An ihrer linken Brust ist ein Ansteckmikrofon. Im Hintergrund ist ein Zaun mit Wiese.
Joanne K. Rowling (2010)

Drehbuchautorin

Produzentin

Andere Aktivitäten und Kontroversen

Rowling ist die Präsidentin der schottischen Multiple-Sklerose-Gesellschaft ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Sie stiftete mehrfach große Summen zur Erforschung und Heilung dieser Krankheit, an der ihre Mutter starb. Für ihr Engagement erhielt sie den Ehrendoktortitel der Universität Aberdeen.

Des Weiteren hatte Rowling 2003 einen Gastauftritt in der Simpsons-Episode Die Queen ist nicht erfreut! (Staffel 15, Folge 4). Hierbei sprach sie sich im Originalton selbst.

Sie ist Mitglied der anglikanischen Scottish Episcopal Church.<ref>BBC-Radio-Interview mit Mark Lawson, 27. September 2012, 17:10 (abgerufen am 3. November 2019).</ref>

Rowling bezog mehrfach explizit zu politischen Themen Stellung. So übte sie in einem Artikel in der Times scharfe Kritik an den sozialpolitischen Plänen des damaligen Premierministers David Cameron und seiner Conservative Party.<ref>Joanne K. Rowling: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The single mother’s manifesto. (Memento vom 23. April 2010 im Internet Archive) In: The Times. 14. April 2010 (Archiv-Version).</ref> In einem Artikel für das Time Magazine lobte sie den damaligen Premierminister Gordon Brown von der Labour Party, mit dem sie auch befreundet ist.<ref>Joanne K. Rowling: The 2009 TIME 100: Gordon Brown. In: Time. 30. April 2009.</ref>

Rowling sprach sich öffentlich gegen die Unabhängigkeit Schottlands aus und unterstützte 2014 die Better-Together-Kampagne für einen Verbleib im Vereinigten Königreich mit einer Million Pfund Sterling.<ref>Scottish independence: JK Rowling donates £1m to pro-UK group. In: BBC News. 11. Juni 2014.</ref>

Auf Twitter äußerte sich Rowling mehrfach gegen Rassismus und für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen im Vereinigten Königreich während der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015. Außerdem wirbt sie dort häufig mit Spendenaufrufen für Kindergesundheitsorganisationen, insbesondere die von ihr ins Leben gerufene Organisation Lumos. 2015 brachte sie öffentlich ihre Zustimmung zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Irland zum Ausdruck und reagierte in diesem Zusammenhang ablehnend auf einen X-Beitrag der radikal homophoben Westboro Baptist Church.<ref>Tessa Berenson Rogers: J.K. Rowling Had An Incredible Twitter Fight With the Westboro Baptist Church. In: Time. 28. Mai 2015, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>

2018 geriet die Autorin wegen eines „Likes“ zu einem Posting, in welchem in Zusammenhang mit Transfrauen von „Männern in Röcken“ die Rede war, erstmals wegen diesem Thema in die Kritik. Ende 2019 bekundete sie öffentlich ihre Solidarität mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Center for Global Development, deren Vertrag aufgrund einer Reihe als transfeindlich bezeichneter Posts in den sozialen Medien nicht verlängert worden war und die dagegen klagte.<ref>Veronica Ivy: J.K. Rowling's Maya Forstater tweets support hostile work environments, not free speech. In: NBC News. 20. Dezember 2019, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref> Im Juni 2020 wurde sie für mehrere Tweets zum Thema Transgeschlechtlichkeit erneut kritisiert, in denen sie einen Artikel missbilligte, der unter anderem Sprachwendungen wie „menstruierende Menschen“ anstatt „Frauen“ nutzte, und in denen sie ausschließlich das biologische Geschlecht als „real“ bezeichnete. Sie begründete dies damit, dass, wenn das biologische Geschlecht nicht real sei, die gelebte Realität von Frauen ausgelöscht würde. Daraufhin wurde sie als TERF kritisiert und angefeindet.<ref>Transgender-Debatte um J.K. Rowling: Heilige Beziehung. In: Der Spiegel (online). Abgerufen am 12. Juni 2020.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Eddie Redmayne speaks out against JK Rowling's trans tweets.] BBC, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. April 2023 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A timeline of JK Rowling’s comments about women and transgender rights.] Independent, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. April 2023 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Infolgedessen veröffentlichte Rowling auf ihrer Internetseite eine Stellungnahme, in der sie eigene Erfahrungen häuslicher sexueller Gewalt beschrieb und wie diese ihre Haltung zur Geschlechtsidentität prägten.<ref>Joanne K. Rowling: J.K. Rowling Writes about Her Reasons for Speaking out on Sex and Gender Issues. In: jkrowling.com. 10. Juni 2020, abgerufen am 14. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>J.K. Rowling Writes about Her Reasons for Speaking out on Sex and Gender Issues. In: J.K. Rowling. Abgerufen am 12. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>J.K. Rowling verteidigt sich – und erzählt erstmals von häuslicher Gewalt. In: Spiegel Online. 10. Juni 2020, abgerufen am 12. Juni 2020.</ref> Sie befürchte, dass damit auch Männern, die sich als Frauen ausgeben, ein weiterer Freipass zur Gewalt an Frauen zugestanden werden könnte und führte weiters aus, dass sie das Thema Transgender deshalb kommentiere, da sich die Gesellschaft immer mehr in eine frauenfeindliche Gesellschaft entwickle.<ref> Nadine A. Brügger: "Verehrte Autorin, verhasste Kulturkämpferin", NZZ, 27. Aug. 2024, S. 32</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig JK Rowling responds to trans tweets criticism.] BBC, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. April 2023 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Daniel Radcliffe, Emma Watson und Eddie Redmayne, die Charaktere ihrer Bücher in deren Verfilmungen verkörpert hatten, äußerten teils vor und teils nach ihrer Stellungnahme Widerspruch.<ref>Transfrauen: Daniel Radcliffe widerspricht J.K. Rowling. In: DW.com. 9. Juni 2020, abgerufen am 12. Juni 2020.</ref><ref>Elisa von Hof: Prominente kritisieren J.K. Rowling. In: Spiegel Online. 11. Juni 2020, abgerufen am 12. Juni 2020.</ref> Die Autorin erklärte mehr als ein Jahr nach diesen Ereignissen, dass sie so zahlreiche Morddrohungen erhalten habe, dass sie damit ihr Haus tapezieren könnte. „Genderaktivisten“ hätten sich zudem vor ihrem Haus positioniert, Fotos gemacht und ihre Adresse im Internet veröffentlicht.<ref>Morddrohungen gegen »Harry Potter«-Autorin Rowling: »Könnte das Haus damit tapezieren«. In: Der Spiegel (online). 22. November 2021, abgerufen am 22. November 2021.</ref>

2022 führte der russische Präsident Wladimir Putin als Grund für seine verbalen Attacken auf den Westen an, dass die Cancel Culture darauf abziele, die 1000 Jahre alte hergebrachte Kultur zu zerstören. Als Beispiel nannte er die Angriffe gegen J. K. Rowling; sie sei „Opfer der sogenannten Gender-Freiheit“.<ref>Putin says west treating Russian culture like ‘cancelled’ JK Rowling theguardian.com, 25. März 2022.</ref> Rowling erklärte dazu, sie brauche keinerlei Unterstützung von einem blutrünstigen Diktator. 2023 wurden russische Buchhandlungen und Bibliotheken angewiesen, die Werke Rowlings aus dem Angebot zu nehmen. Das Kulturministerium in Moskau dementierte allerdings, dass es Listen mit „verbotenen Büchern“ gebe.<ref>Putins Angst vor der Literatur spiegel.de, 11. März 2023.</ref>

Im Dezember 2022 gründete Rowling mit Beira’s Place eine Hilfsorganisation und Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, die in oder bei Edinburgh leben. Das Angebot richtet sich nicht an Männer oder Transfrauen. Beira’s Place sei eine Reaktion auf die große Nachfrage nach einer rein weiblichen Unterstützung, sagte die Schriftstellerin: „Als Überlebende sexueller Übergriffe weiß ich, wie wichtig es ist, dass Überlebende in einer so schwierigen Zeit die Möglichkeit einer frauenzentrierten und von Frauen bereitgestellten Versorgung haben.“<ref>J.K. Rowling: »Harry Potter«-Autorin gründet Organisation für Betroffene sexueller Gewalt. In: Der Spiegel (online). 12. Dezember 2022, abgerufen am 12. Dezember 2022.</ref><ref>JK Rowling opens Beira's Place, 'woman-only' sexual violence support service in Edinburgh. Edinburgh News, 12. Dezember 2022. Abgerufen am 7. März 2024.</ref>

Rowling unterstützte auch die NGO For Women Scotland in ihrer Auslegung der britischen Anti-Diskriminierungs-Gesetzgebung zum Schutz von Frauen. For Women Scotland setzte sich für ein biologisches Verständnis der diesbezüglichen Tatbestände sexueller Diskriminierung ein. In einem wegweisenden Urteil gab der britische Oberste Gerichtshof im April 2025 dieser Interpretation recht und erkannte, dass im Gleichstellungsrecht mit „Frau“ ausschließlich biologische Frauen gemeint sind.<ref>What does the UK Supreme Court ruling mean for transgender women? 17. April 2025, abgerufen am 4. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ehrungen

Im Jahr 2000 wurde Joanne K. Rowling als Officer in den Order of the British Empire aufgenommen. 2017 wurde ihr einer der 65 Plätze im Order of the Companions of Honour zuteil. Sie ist das drittjüngste Mitglied des Ordens. Außerdem wurde sie von Nicolas Sarkozy 2009 als Chevalier de la Légion d’Honneur ausgezeichnet. 2002 wurde sie in die Royal Society of Literature aufgenommen, Ende Juni 2018 wurde sie Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.<ref>Gregg Kilday: Academy Invites Record 928 New Members. In: The Hollywood Reporter, 25. Juni 2018.</ref>

Viele Universitäten verliehen Rowling Ehrentitel, darunter das Dartmouth College, die Edinburgh Napier University, die University of St Andrews und ihre Alma Mater, die University of Exeter, alle im Jahr 2000. Später folgten die University of Edinburgh, die University of Aberdeen sowie die Harvard University, wo sie 2008 die Abschlussrede für die Absolventen hielt.

Auszeichnungen

Literatur

  • Michael Böhles: Wissen schafft Macht? Biblisch-theologische Spiegelungen zu Joanne K. Rowlings 'Harry Potter'-Saga aus pastoralpsychologischer Sicht. Adlerstein-Verlag, Wiesmoor 2015, ISBN 978-3-945462-27-0.
  • Michael Böhles: Königs Kreuz und Fischernetz. Biblisch-theologische Spekulationen zu J.K. Rowlings 'Harry Potter'-Saga aus pastoralpsychologischer Sicht. Adlerstein-Verlag, Wiesmoor 2017, ISBN 978-3-945462-27-0.
  • Lindsey Fraser; Till Martin (Hrsg.): Viel Zauber um Harry. Die Welt der Joanne K. Rowling (Originaltitel: Conversations with J. K. Rowling. Scholastic, New York (NY) 2001, ISBN 0-439-31455-0, übersetzt von Till Martin), autorisierte Ausgabe, Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 3-551-35107-4.

<references group="K" />

  • Barbara Hartl: Joanne K. Rowling. In: Drei große Schriftstellerinnen: Joanne K. Rowling, Cornelia Funke, Enid Blyton. In: P.M.-Biografien bei Baumhaus. Baumhaus, Bergisch Gladbach 2009, ISBN 978-3-8339-2451-4.
  • Marc Shapiro: J. K. Rowling. Die Zauberin hinter Harry Potter. Eine unautorisierte Biografie. (Originaltitel: J. K. Rowling: The Wizard Behind Harry Potter. übersetzt von Ulrike Seeberger). Burgschmiet, Nürnberg 2000, ISBN 3-933731-56-9.
  • Sean Smith: Die Schöpferin von Harry Potter. Das Leben der J. K. Rowling. Europa Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-203-82043-9.

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Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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Prosa
Filme
Theater

Harry Potter und das verwunschene Kind (2016)

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