Rausch Schokoladen
| Rausch Schokoladen Holding GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Rausch.1918.schwarz.png | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1918 |
| Sitz | Berlin |
| Leitung | Robert Rausch (CEO), Rico Rühmer (COO), Thomas Seeliger (CFO)<ref name="rauschimpressum">http://www.rausch.de/Impressum Rausch-Website. Abgerufen am 8. April 2015.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 350 |
| Umsatz | 135,8 Mio. Euro<ref name="bundesanzeiger">https://www.unternehmensregister.de/de/veroeffentlichung?payload=2nM8wZre6t75JTFD5cnwRS57Qb6SUFGEBKJZQfTE_mZuh2qcRf42e5P6raE2jYD0xixiY5GFkhZTdi3Wa3Bm6OBEDA3vRqysh_UmuO6RXqd9ACM4aq58ciZnKfn5c-nOh8Isja_mXSQ5bPQqzKNhSuNoWSk_cM0FfMbroUyoISktsthl8US5wBCk1TsOy5lUGnwhitSqdE9TGw Abgerufen am 17. Dezember 2025.</ref> |
| Branche | Schokolade |
| Website | rausch.de |
Rausch Schokoladen ist ein deutscher Schokoladenhersteller mit Hauptsitz in Berlin und wurde 1918<ref>100 Jahre Schokoladen-Tradition. Abgerufen am 29. Oktober 2024.</ref> von Wilhelm Rausch als Confiserie gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Schokoladen<ref>Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024. Abgerufen am 15. Juli 2025.</ref> aus Edelkakao spezialisiert.
Unternehmen
Wilhelm Rausch, Sohn eines Konditormeisters und Chocolatiers, eröffnete 1918 in Berlin die Rausch Privat-Confiserie zur Herstellung von Pralinen, Schokoladen und Honigkuchen. Wilhelm Rausch betrieb sieben eigene Confiserie-Geschäfte in Berlin. Seine drei Kinder führten das Unternehmen fort. 1968 wurde zum fünfzigsten Jubiläum eine neue Schokoladenfabrik an der Wolframstraße 95–96 in Berlin-Tempelhof eröffnet.<ref name=":0">Berlin: Der Name ist Markenzeichen - bei Jürgen Rausch besteht selbst der Reichstag aus Schokolade. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. November 2022]).</ref> Dort fand auch ein Werksverkauf statt, der zugunsten von mehr Produktionsfläche 2017 geschlossen wurde.<ref>Sigrid Kneist: Schokolade aus Tempelhof: Der "Rausch"-Werksverkauf schließt. In: Der Tagesspiegel Online. 15. April 2017, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Oktober 2024]).</ref>
Im Jahre 1971 trat Jürgen Rausch, der Sohn von Gerhard Rausch, in das Unternehmen ein<ref>Rausch: Jürgen Rausch – Schokoholic im Dschungel. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> und übernahm zehn Jahre später die Leitung. Er ließ 1982 eine zweite Schokoladenfabrik zur Herstellung von Edel-Schokoladen in Peine erbauen. 1998 entstand dort das Rausch SchokoLand mit einem Schokoladen-Museum, einem Schokoladen-Café, einer Schauproduktion, dem seinerzeit größten Schokovulkan der Welt und einem Werksverkauf. Zudem beherbergte das Museum den einst größten Schokoladen-Osterhasen der Welt mit den Maßen 3,19 m Höhe, 1,53 m Breite und 1,23 m Tiefe, angefertigt in 253 Arbeitsstunden aus 11.320 kleinen Osterhasen.
Im Jahre 1989 kaufte Rausch den seit 1863 bestehenden einstigen preußischen Hoflieferanten Fassbender samt allen Rezepturen auf<ref name=":0" /> und eröffnete 1999 das Geschäft Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Mit 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche ist es das größte Schokoladenhaus Europas.<ref>Geschäftsleben: Das größte Schokoladenhaus Europas: Fassbender & Rausch in der Charlottenstraße – Wirtschaft – Tagesspiegel. In: www.tagesspiegel.de. Abgerufen am 14. Oktober 2019.</ref> Auf drei Stockwerken befinden sich ein Schokoladenladen ein Deli, sowie ein Café und eine Patisserie, die seit dem Umbau im Jahr 2025 gläsern ist. Hier können Gäste die Patissiers beobachten, wie von Hand einzigartige Kreationen gefertigt werden.
Seit 2011 wird das Unternehmen in 5. Generation von Robert Rausch geführt, der eine Neuausrichtung der Marke vornahm und sich von Fassbender trennte. Mit dem Tree-to-door Ansatz vertreibt Rausch seitdem seine hochwertigen Schokoladen in den Schokoladenhäusern in Berlin und Peine und im eigenen Onlineshop.<ref>100 Jahre Schokoladen-Unsere Geschichte. Abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref>
Um dem eigenen Anspruch an hoher Edelkakao-Qualität gerecht zu werden, gründete Rausch 2014 in Costa Rica eine eigene Forschungsplantage für Edelkakao – die RAUSCH TRES EQUIS – FINCA DE CACAO. Mit Hilfe eines Expertenteams vor Ort wird seitdem Edelkakao kultiviert und daran geforscht. So liegt die gesamte Wertschöpfungskette dieses Kakaos in der Hand von Rausch.<ref>Unsere Edelkakao-Plantage in Costa Rica. Abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref>
Im Juli 2023 eröffnete Rausch ein Schokoladenhaus in Peine. Dieses beinhaltet ein Café mit Terrasse und Spielplatz, eine Lounge, einen Werksverkauf sowie 44 E-Ladesäulen, von denen 32 in einer Kooperation mit Tesla errichtet wurden. Die weiteren zwölf Säulen gehören zum Stromanbieter EnBW.<ref>Energielieferanten: Schokoladenhersteller eröffnet größte Ladestation für E-Autos. Abgerufen am 27. Juli 2023.</ref>
Produkte
Die Produktpalette umfasst feinste Schokoladenkreationen aus Edelkakao. Hierzu gehören neben Tafelschokolade auch Pralinen und saisonale Highlights wie Schokoladen-Weihnachtsmänner und -Osterhasen sowie Schokoladen aus sortenreinen Edelkakaos, die Rausch Plantagen-Schokoladen.
Im Jahre 2000 wurde unter dem Markennamen „Plantagen-Schokolade“ eine Produktreihe eingeführt, bei der jede Sorte ausschließlich aus dem Edelkakao eines bestimmten Herkunftsgebietes besteht.
Für die Handelskette Lidl produziert Rausch Schokoladenwaren mit den Markennamen J. D. Gross, Mister Choc, Deluxe und Favorina (J. D. G Fine Food GmbH, Stederdorf (Peine)).<ref name="Welt">Süssigkeiten: Rausch erobert den Markt für Edelschokolade - WELT. Abgerufen am 29. Oktober 2024.</ref> Die für Lidl produzierte „Discounter-Schokolade“ macht ca. 90 % des Gesamtumsatzes von Rausch aus und bildet damit das eigentliche Standbein des Unternehmens.<ref>Die haben uns ausgelacht: Wie ein Schokoladenfabrikant das System erschütterte. In: FOCUS Online. Abgerufen am 17. Dezember 2019.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
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