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Jürgen Werner (Philologe)

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Jürgen Werner (* 14. Juli 1931 in Dresden; † 11. Juli 2021 in Berlin)<ref>Jürgen Werner, Prof. Dr. phil. habil. Sächsische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 19. Juli 2021.</ref> war ein deutscher Klassischer Philologe.

Leben und Leistungen

Jürgen Werner war der Universität Leipzig seit seinem Studium der Klassischen Philologie dauerhaft verbunden. Nach seinem Studium war er dort zunächst als Dozent, seit 1976 (bis 1990) als Leiter des Fachbereichs Antike Literatur/Neogräzistik tätig. Seine Promotion erfolgte 1957 mit einer Dissertation zum Thema „Altgriechische Sprichwörter nach Sachgruppen geordnet“. Er habilitierte sich 1965 mit einer Arbeit zum Thema „Studien zur Geschichte der Aristophanes-Verdeutschung“. Von 1990 bis zu seiner Emeritierung 1996 stand er dem neuen Institut für Klassische Philologie als Direktor vor.

Werner trat auch als Übersetzer und Herausgeber griechischer Autoren, unter anderem von Aristophanes hervor. Zudem war er Leiter einer Arbeitsgruppe, die das „Neugriechisches Lehrbuch“ der DDR 1981 neu verfasste. Werner beschäftigte sich auch mit Fachgeschichte und war ein ausgesprochener Kenner des Werkes von Franz Dornseiff. Der Gräzist Werner war ab 1985 ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, zudem Mitglied der Mommsen-Gesellschaft und des Deutschen Altphilologenverbandes. Von 1963 bis 1990 war er Herausgeber der Griechischen Reihe in dem von ihm mitbegründeten Projekt Bibliothek der Antike. Er starb im Juli 2021, drei Tage vor seinem 90. Geburtstag, in Berlin.

Schriften (Auswahl)

  • Der Stückeschreiber und der Sohn der Hebamme. Brecht und das Erbe: Der Fall Sokrates. Hirzel, Leipzig und Stuttgart 1998 (Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Philologisch-Historische Klasse, Bd. 136, H. 1) ISBN 3-7776-0880-7.
  • „Die Welt hat nicht mit den Griechen angefangen“. Franz Dornseiff (1888–1960) als klassischer Philologe und als Germanist. Hirzel, Leipzig und Stuttgart 1999 (Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Philologisch-Historische Klasse, Bd. 76, H. 1) ISBN 3-7776-0959-5.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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Erster Lehrstuhl (ab 1985 Gräzistik): Johann Friedrich Christ (1739–1756) | Johann August Ernesti (1756–1770) | August Wilhelm Ernesti (1770–1801) | Gottfried Hermann (1803–1848) | Reinhold Klotz (1849–1870) | Ludwig Lange (1871–1885) | Curt Wachsmuth (1886–1905) | Erich Bethe (1906–1931) | Jürgen Werner (1985–1996) | Kurt Sier (1996–2021) | Oliver Schelske (seit 2023)

Zweiter Lehrstuhl (seit 1974 Latinistik): Friedrich Wolfgang Reiz (1782–1785) | Christian Daniel Beck (1785–1819) | Friedrich August Wilhelm Spohn (1819–1824) | Christian Daniel Beck (1825–1832) | Anton Westermann (1834–1865) | Friedrich Ritschl (1865–1876) | Otto Ribbeck (1877–1898) | Friedrich Marx (1899–1906) | Richard Heinze (1906–1929) | Friedrich Klingner (1930–1947) | Franz Dornseiff (1948–1960) | Walter Hofmann (1974–1990) | Ekkehard Stärk (1992–2001) | Marcus Deufert (seit 2003)

Dritter Lehrstuhl: Otto Jahn (1847–1850) | Gregor Wilhelm Nitzsch (1852–1861) | Georg Curtius (1862–1885) | Erwin Rohde (1886)

Vierter Lehrstuhl: Justus Hermann Lipsius (1877–1914) | Bruno Keil (1914–1916) | Alfred Körte (1917–1934) | Wolfgang Schadewaldt (1934–1941) | Karl Reinhardt (1942–1946)

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