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Jüdischer Friedhof (Unkel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Unkel Jüdischer Friedhof65.JPG
Eingang zum jüdischen Friedhof in Unkel
Datei:Unkel Jüdischer Friedhof63.JPG
Ansicht des jüdischen Friedhofs in Unkel

Der Jüdische Friedhof Unkel ist ein jüdischer Friedhof in Unkel, einer Stadt im Landkreis Neuwied im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der Friedhof ist ein Teil des kommunalen Friedhofes Am Hohen Weg/Ecke Simon-Levy-Straße. Er ist seit 1988 ein geschütztes Kulturdenkmal.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Neuwied</ref>

Geschichte

Der jüdische Friedhof in Unkel wurde in den 1870er-Jahren – der Grundstückserwerb erfolgte im April 1877, die Erstbestattung im August 1879 – als Teil des kommunalen Friedhofes angelegt und bis 1935 belegt. Zuvor wurden die Unkeler Juden in Linz oder Bad Honnef bestattet. Die letzte, 47. Beerdigung fand im Januar 1940 statt. Auf Veranlassung des Unkeler Amtsbürgermeisters und nachfolgender Verfügung durch Landrat und Regierungspräsident vom 28. August 1941 wurden die Grabsteine auf dem Friedhof entfernt und der Friedhof geschlossen und eingeebnet. Die Grabsteine wurden in eine nahe gelegene Kiesgrube geworfen und erst nach Kriegsende wurden acht noch auffindbare Grabsteine wieder aufgestellt.<ref>Feinfühlige Erinnerung an ein dunkles Kapitel, General-Anzeiger, 1. September 2006, S. 6</ref> Die Friedhofsfläche umfasst 6,46 Ar. Seit Februar 2016 weist eine Informationstafel auf den Friedhof hin.<ref>Mahnende Erinnerung und Ehrerbietung vor den Toten, General-Anzeiger, 29. Februar 2016</ref>

Literatur

  • Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Band 3: Ochtrup – Zwittau. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-08079-6 (Online-Version).
  • Stefan Fischbach, Ingrid Westerhoff: Synagogen Rheinland-Pfalz – Saarland. „… und dies ist die Pforte des Himmels“ (= Gedenkbuch der Synagogen in Deutschland. 2). Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Staatliches Konservatoramt des Saarlandes, Synagogue Memorial Jerusalem. von Zabern, Mainz 2005, ISBN 3-8053-3313-7, S. 371–372.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 50° 35′ 46,8″ N, 7° 13′ 1,3″ O

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