Iodsäure
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von Iodsäure | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Iodsäure | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | HIO3 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, rhombische, piezoelektrische Kristalle<ref name="roempp">Eintrag zu Iodsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 175,91 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="roempp" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
4,63 g·cm−3 <ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
110 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| pKS-Wert |
0,804<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.</ref> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Iodsäure, auch Jodsäure, ist eine Halogensauerstoffsäure, wie Chlorsäure und Bromsäure. Sie ist die einzige der Halogen(V)-säuren des Typs HXO3, die sich wasserfrei isolieren lässt.
Herstellung
Iodsäure wird durch Oxidation von Iod mit starken Oxidationsmitteln wie Salpetersäure (HNO3), Chlor, Chlorsäure oder Wasserstoffperoxid (H2O2) gewonnen:<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., Band 1, Academic Press 1963, S. 316–8.</ref>
- <math>\mathrm{I_2 + 6 \ H_2O + 5 \ Cl_2 \ \rightleftharpoons \ 2 \ HIO_3 + 10 \ HCl}</math>
Die entstehende Salzsäure muss aus dem Gleichgewicht entfernt werden, da sie die Iodsäure wegen der Rückreaktion reduzieren und das Gleichgewicht auf die linke Seite verschieben würde. Dies kann beispielsweise mit Quecksilber(II)-oxid (HgO) erreicht werden.
Eigenschaften
Nach dem VSEPR-Modell ist Iodsäure trigonal pyramidal aufgebaut. Iodsäure bildet durchsichtige, farblose, rhombische Kristalle, die sich in Wasser sehr leicht lösen. Der Stoff ist eine mittelstarke Säure mit dem pKs-Wert 0,804 und wirkt stark oxidierend. Iodsäure ist polymorph. Neben der thermodynamisch stabilen, nichtzentrosymmetrischen α-Form existiert auch eine metastabile, zentrosymmetrische γ-Form.<ref>A. Fischer, M. Lindsjö: γ-HIO3 – a metastable, centrosymmetric polymorph of iodic acid. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 631(9), 2005, S. 1574–1576, doi:10.1002/zaac.200500099.</ref>
Iodate
Iodate sind die Salze der Iodsäure der allgemeinen Formel M(IO3)n (M=Metall, n=abhängig von der Wertigkeit des Metalls). Sie sind beständiger als Chlorate und Bromate, aber wie diese starke Oxidationsmittel. Aus Iodaten kann man Iodsäure durch Reaktion mit Schwefelsäure freisetzen.
Sicherheitshinweise
Iodsäure und Iodate sind sehr starke Oxidationsmittel und können mit reduzierenden Stoffen wie Schwefel, Metallpulver oder organischen Substanzen explosionsartig reagieren.
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Hypoiodige Säure | Iodige Säure | Iodsäure | Periodsäure Vorlage:Klappleiste/Ende
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- Brandfördernder Stoff
- Ätzender Stoff
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- Halogensauerstoffsäure
- Iod-Sauerstoff-Verbindung