Internationale Universität Afrikas
| جامعة إفريقيا العالمية International University of Africa | |
|---|---|
| Gründung | 1992 |
| Trägerschaft | privat, unter staatlicher Aufsicht |
| Ort | Khartum |
| Land | Datei:Flag of Sudan.svg Sudan |
| Vice-Chancellor | Hunud Abia Kadouf |
| Studierende | 5870 (2010<ref name="nr"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Numbers of Students ( vom 22. Oktober 2011 im Internet Archive) International University of Africa</ref>) |
| Netzwerke | FUIW<ref name="FUIW" /> |
| Website | en.iua.edu.sd |
Die Internationale Universität von Afrika (arabisch جامعة إفريقيا العالمية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine 1992 gegründete islamische Hochschule in Khartum, der Hauptstadt der Republik Sudan. Sie hat Fakultäten für Erziehung und Geisteswissenschaften, Scharia- und Islamstudien und für theoretische und angewandte Wissenschaften.
Geschichte
Die Internationale Universität von Afrika geht auf das Islamisch-Afrikanische Zentrum (المركز الإسلامي الإفريقي {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); Islamic African Center; Centre islamique africain) zurück, das im November 1966 durch ein Dekret der sudanesischen Regierung gegründet wurde. Als öffentliche Erziehungseinrichtung, die dem Erziehungsministerium unterstand, sollte es jungen Afrikanern aus verschiedenen Ländern eine Ausbildung in arabischen und islamischen Studien offerieren. Ziel der Einrichtung sollte nach den Worten ihres ersten Direktors, des sudanesischen Muftis Awad Allah Salih<ref>Mufti des Sudan, vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf groups.yahoo.com (engl.)</ref> außerdem sein,
„lutter contre la rancune et la haine des Arabes et de l'islam que la colonisation européene a implantées dans le coeur des Africains (dt.: gegen die Ranküne und den Hass auf Araber und Islam zu kämpfen, den europäischer Kolonialismus in die Herzen der Afrikaner eingepflanzt hat.)<ref>N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 102 zitiert den Mufti nach Al-Merkaz al-islami al-ifriqi (einer vom Zentrum veröffentlichten Zeitschrift)</ref>“
Eröffnet wurde das Zentrum 1967 in Omdurman in einem Gebäude, das die Ansār as-Sunna, die Anhänger der sudanesisch-wahhabitischen Bewegung, angemietet hatten.<ref>N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 101.</ref>
Nach dem Militärputsch von General Dschafar Numeiri im Mai 1969 wurde das Zentrum geschlossen und sein Vermögen konfisziert.<ref name="Grandin 107">N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 107.</ref> Im Zuge seiner ideologischen Neuausrichtung weg von einem arabischen Nationalismus hin zu einem islamischen Selbstverständnis beschloss das Regime 1971, das Zentrum wiederzueröffnen. Dieses Mal wurde es aber der Kontrolle des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten und Stiftungen unterstellt. Durch eine neue Satzung, die von dem Ministerium ausgearbeitet und im März 1972 durch den Ministerrat gebilligt wurde, wurde das Zentrum noch stärker auf islamische Mission ausgerichtet.<ref name="Grandin 107" />
1973 gewann Muhammad Ahmad Yagi, Unterstaatssekretär im Ministerium für religiöse Angelegenheiten, für das Zentrum ein neues Grundstück, das zehn Kilometer südlich von Khartum lag. Die Ferne des Grundstücks von der Hauptstadt wurde als Vorteil betrachtet, weil auf diese Weise gesichert werden sollte, dass die Studierenden den Versuchungen des städtischen Lebens nicht zu sehr ausgesetzt waren.<ref>N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 108.</ref> 1977 wurde das Zentrum auf diesem Gelände wiedereröffnet und nahm seine ersten 60 afrikanischen Studierenden auf, die aus Tansania, Kenia, Uganda und dem Sudan stammten.<ref name="Grandin 113">N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 113.</ref>
Entsprechend den Statuten, die 1983 in einer dreisprachigen Broschüre veröffentlicht wurden, war das islamisch-afrikanische Zentrum eine „unabhängige islamische Stiftung“ mit Sitz in Khartum, die von sieben arabischen Ländern (Saudi-Arabien 25 %, Kuwait 15 %, Qatar 15 %, Vereinigte Arabische Emirate 15 %, Ägypten 10 %, Marokko 10 % und Sudan 10 %) unterhalten und einem Kuratorium unterstellt wurde, dem Repräsentanten der sieben Geberländer angehörten.<ref>N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 109.</ref> 1986/87 bestand das Zentrum aus vier Abteilungen: (1) der Abteilung für Lehre, die bereits seit 1977 existierte; (2) der 1980 gegründeten Abteilung für Daʿwa; (3) der Abteilung für Forschung und Publikation, einer 1982 gegründeten Serviceeinrichtung und (4) der neu eingerichteten Abteilung für soziale Dienste, die für Hilfeleistungen vor allem im Bereich des Gesundheitswesens an islamische Zentren in Subsahara-Afrika zuständig war.<ref name="Grandin 113" /> Innerhalb der Abteilung für Lehre wurde schon 1981 eine Unterabteilung für Technik geschaffen, in der auch praktische berufliche Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt wurden.<ref>N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 114f.</ref> Nach einem Faltblatt aus dem Jahre 1987 studierten zu dieser Zeit an dem Zentrum 780 Studierende.<ref name="Grandin 119">N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum. 1993, S. 119.</ref>
Zwar setzten Saudi-Arabien und die Golf-Staaten, die zusammengenommen 70 Prozent der Mittel des Zentrums aufbrachten, 1991 aufgrund der sudanesischen Haltung während des Zweiten Golfkrieges ihre Zahlungen aus,<ref>John Hunwick: Sub-Saharan Africa and the Wider World of Islam. 1997, s. 42.</ref> doch erhob 1992 die Militärregierung unter Oberst Umar al-Baschir das Institut in den Rang einer staatlichen Universität.<ref name="Grandin 119" /> Obwohl das Wort islamisch aus ihrem Namen entfernt wurde, bildet die Islamwissenschaft einen wichtigen Teil ihrer Studienordnung.<ref>John Hunwick: Sub-Saharan Africa and the Wider World of Islam. 1997, S. 43.</ref>
Die Universität war seit ihrer Gründung aktiv in islamischer Hochschulbildung von Studenten, die aus Ländern südlich der Sahara stammen.<ref>Megan Lindow: Once Radical, a Sudanese Institution Has Changed Its Approach. In: The Chronicle of Higher Education. 6. Juli 2007, abgerufen am 16. November 2012.</ref> Bei der Vergabe von Stipendien konkurrierte sie der Bundeszentrale für politische Bildung zufolge mit der ägyptischen al-Azhar-Universität, mit libyschen Einrichtungen, der Islamischen Universität von Medina sowie internationalen islamischen Organisationen.<ref>Afrika - Kontinuität und Wandel in der Gesellschaft Bundeszentrale für politische Bildung, bpb.de: Informationen zur politischen Bildung (Heft 303) 18. September 2009.</ref> Sie ist Mitglied der Federation of the Universities of the Islamic World (Vereinigung der Universitäten der islamischen Welt).
Im November 2020 wurde Hunud Abia Kadouf, ein international renommierter Rechtswissenschaftler, als neuer Vizekanzler und damit de facto zum Leiter der Universität ernannt.<ref>Prof. Hunud Abia Named Vice Chancellor Of International University Of Africa| Sudanow Magazine. Abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref>
Literatur
- N. Grandin: Al-Merkaz al-islami al-ifriqi bi'l-Khartoum: la République du Soudan et la propagation de l'islam en Afrique noire (1977–1991). In: René Otayek (Hrsg.): Le radicalisme islamique au sud du Sahara: da'wa, arabisation et critique de l'Occident. Karthala – MSHA – Paris, 1993, ISBN 2-86537-404-1. (Online-Auszug; vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />africabib.org ( vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive))
- John Hunwick: Sub-Saharan Africa and the Wider World of Islam. Historical and Contemporary Perspectives. In: Eva Evers Rosander, David Westerlund (Hrsg.): African Islam and Islam in Africa: Encounters Between Sufis and Islamists. Ohio University Press, 1997. (Online-Auszug)
- Khadidja Medani und Bakheit M. Nur: L’islamisation de la connaissance et ses institutions dans le monde musulman contemporain: Le cas du Soudan et de l’Université internationale d’Afrique / Islamization of Knowledge and its Institutions in the Contemporary Muslim World: The Case of the International University of Africa, Sudan. Cahiers d’études africaines, 240 | 2020, 827–849. online
Weblinks
- iua.edu.sd: Offizielle Website (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Administrative structure ( vom 12. Juli 2013 im Internet Archive), <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />History ( vom 12. Juli 2013 im Internet Archive))
- mohe.gov.sd: Offizielle Website des Sudan Ministry of Higher Education
- iqna.ir: Dreißigster Teil des Korans in Swahili und Fulani übersetzt
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="FUIW">List of Members. (pdf) In: www.fumi-fuiw.org. Federation of the Universities of the Islamic World, 2017, S. 8, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. November 2019; abgerufen am 7. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> </references>
Koordinaten: 15° 31′ 57,4″ N, 32° 34′ 4,8″ O
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