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H World International

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(Weitergeleitet von Inter City Hotel)
H World International

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Rechtsform GmbH
Gründung 1930
Sitz Frankfurt am Main
Leitung Stephan Hungeling (CEO)
Choon Wah Wong (CFO)<ref>Our Management. H World International, abgerufen am 13. August 2024.</ref>
Branche Hotel- und Gaststättengewerbe
Website int.hworld.com

H World International (vormals Deutsche Hospitality und Steigenberger Hotel Group) ist die Dachmarke des deutschen Hotelunternehmens Steigenberger Hotels GmbH, die sich seit 2020 im Besitz der chinesischen Huazhu Group befindet. Am 4. November 2019 gab deren Tochtergesellschaft, die China Lodging Holdings Singapore Pte. Ltd. in Singapur, eine Vereinbarung zur Übernahme der Deutschen Hospitality zum Preis von 700 Millionen Euro bekannt.<ref>https://ir.huazhu.com/news-releases/news-release-details/huazhu-group-limited-announces-acquisition-deutsche-hospitality</ref><ref>Steigenberger Hotels und Deutsche Hospitality gehen an Chinesen. In: manager-magazin.de. 4. November 2019, abgerufen am 29. Februar 2024.</ref> Zum Portfolio der H World International gehörten im Dezember 2024 insgesamt rund 120 Hotels auf drei Kontinenten<ref>H World International: H World Investor Relations. In: https://ir.hworld.com/. Abgerufen am 1. April 2025.</ref>. Die Hotels der Marken Steigenberger Hotels & Resorts, Steigenberger Icons, Steigenberger Porsche Design Hotels, Maxx, Jaz in the City, Ji Hotel, IntercityHotel sowie Zleep Hotels befinden sich in 19 Ländern.

Das Unternehmen wurde 1930 von Albert Steigenberger gegründet und war bis zum Verkauf im August 2009 als Familienunternehmen im Besitz der Nachfahren Steigenbergers.

Geschichte

Datei:Steigenberger Frankfurter Hof.jpg
Steigenberger Frankfurter Hof
Datei:A. Steigenberger 1954.JPG
Aktie über 1000 DM der A. Steigenberger Hotelgesellschaft KGaA vom Dezember 1954

Der Kaufmann Albert Steigenberger übernahm 1930 sein erstes Hotel, den Europäischen Hof in Baden-Baden. Zehn Jahre später erwarb Steigenberger den Frankfurter Hof in Frankfurt am Main, der 1944 durch einen Bombenangriff teilweise zerstört wurde. Die Wiedereröffnung erfolgte 1948 mit zunächst 20 Betten, fünf Jahre später konnte es den vollen Betrieb wieder aufnehmen.

Von 1949 bis 1958 erwarb Albert Steigenberger sechs neue Hotels. 1958 starb der Firmengründer, und sein Sohn Egon Steigenberger übernahm die Geschäfte.

1972 erwarb Egon Steigenberger die Hotelfachschule in Bad Reichenhall. Weitere Tochtergesellschaften entstanden, wie die Frankhof-Kellerei in Hochheim am Main, die *H*E*A*D Hotel Equipment and Design GmbH für Einrichtungen und Ausstattungen von Hotelbetrieben und die Steigenberger Consulting GmbH, eine Beratungsfirma für die Bereiche Hotelwesen und Tourismus.

In den 1970er Jahren entwickelte Egon Steigenberger neuartige Hotelkonzepte, wie Animations-, Sport-, Kultur- und Gesundheitsprogramme. Die Prototypen entstanden in Bad Kissingen, Grafenau, Bad Neuenahr und am Frankfurter Flughafen.

Im Jahre 1985 starb Egon Steigenberger. Das Unternehmen wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, an der die Steigenberger-Familie 99,6 % der Anteile hielt. Geführt wurde die Hotelkette von seiner Witwe Anne-Marie Steigenberger. Auch die Töchter Bettina, Christina und Claudia Steigenberger stiegen in das Geschäft ein; Sohn Albert Steigenberger Junior ließ sich sein Erbe auszahlen.<ref>Christian Siedenbiedel: Die Steigenbergers. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 23. August 2009, S. 34.</ref> Mitte 1989 kündigten das Unternehmen und die Deutsche Bundesbahn an, über die bereits Ende 1987 gegründete IntercityHotel GmbH gemeinsam die IntercityHotels zu betreiben. Steigenberger erwarb in diesem Zug 49 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, das zuvor vollständig im Besitz der DB gewesen war.<ref name="bundesbahn-65-587">Steigenberger-Know-how für InterCity-Hotels. In: Die Bundesbahn. Jahrgang 65, Heft 7, 1989, ISSN 0007-5876, S. 587 f.</ref>

In den 1990er Jahren wurden mehr als 40 neue Häuser eröffnet, darunter auch fünf Hotels in Österreich. Am Frankfurter Flughafen wurde ein zweites Haus eröffnet und Steigenberger übernahm das Management des Gästehauses des Bundes.

2006 eröffnete Steigenberger sein erstes Haus in Meran, trennte sich von ihm aber im September 2009.

Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass die Eigentümerfamilie einen Verkauf der Hotelkette prüfe. Als mögliche Käufer wurde zunächst die US-amerikanische Hotelgesellschaft Marriott International ausgemacht. Hintergrund der Sondierung war offenbar die Unzufriedenheit der Gesellschafter mit der Ertragskraft der Hotelkette; 2007 konnte die Steigenberger Hotels AG nur einen Jahresüberschuss von 200.000 Euro verbuchen.<ref>Michael Machatschke: manager-magazin.de Steigenberger: Familie prüft Verkauf. In: Manager Magazin, 23. Oktober 2008.</ref> Im August 2009 wurden alle von der Eigentümerfamilie gehaltenen Anteile an den ägyptischen Tourismus-Konzern Travco verkauft.<ref>Jennifer Lachman: Verkauf der Hotelgruppe: Steigenberger geht an Ägypter. In: Financial Times Deutschland. 20. August 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. September 2009; abgerufen am 18. Januar 2012.</ref>

Am 4. Oktober 2016 wurde mitgeteilt, dass die Steigenberger Hotel Group sich zur neuen Dachmarke „Deutsche Hospitality“ umbenennt.<ref>Pressemitteilung vom 4. Oktober 2016</ref><ref>Ägyptischer Eigentümer nennt "Steigenberger Hotel Group" um. Frankfurter Neue Presse vom 5. Oktober 2016</ref>

Die Deutsche Hospitality wurde nach Presseerklärungen vom November 2019 von der chinesischen Huazhu Group übernommen.<ref>"Chinesen übernehmen deutsche Luxus-Hotelkette Steigenberger" Focus.de vom 4. November 2019</ref>

Am 29. Februar 2024 wurde mitgeteilt, dass die Deutsche Hospitality in H World International umfirmiert, um die Expansion ihrer Eigentümergruppe H World außerhalb Chinas voranzutreiben.<ref>Deutsche Hospitality wird zu H World International. Abgerufen am 13. März 2024.</ref>

Marken

Datei:Konstanz 2012-09-08 Batch (130).JPG
Steigenberger Inselhotel Konstanz
Datei:IntercityHotel Braunschweig.jpg
IntercityHotel in Braunschweig
Datei:MAXX by Steigenberger Wien .jpg
Maxx Wien
Datei:Jaz Stuttgart public lobby.jpg
Jaz in the City Stuttgart
Datei:Aalborg Exterior Zleep Hotels.jpg
Exterior Zleep Hotel in Aalborg

H World International beinhaltet neun Marken. Die Hotels gliedern sich dabei in Pacht-, Management- und Franchisebetriebe.

Steigenberger Hotels & Resorts

Mit Stand Dezember 2024 gehören 64 Häuser zu dieser Marke.<ref>Unsere Hotels. In: https://ir.hworld.com. Abgerufen am 1. April 2025.</ref>

Sechs dieser Häuser gehören zu den sogenannten Steigenberger Icons. Zu den bekannten Häusern der Gruppe, die teils auch unter Denkmalschutz stehen, zählen der Frankfurter Hof sowie das Gästehaus Petersberg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde u. a. bis 2008 das Steigenberger Hotel Axelmannstein in Bad Reichenhall betrieben, von 1950 bis 2009 der Badische Hof in Baden-Baden, von 1959 bis 2010 das Kurhaushotel in Bad Kissingen, von 1969 bis 1988 das Steigenberger-Hotel im Bonn-Center,<ref>Wolfgang Kaes: Biedermeier und ein Brandstifter: Die abenteuerliche Wiederauferstehung des Steigenberger-Casinos. In: ga.de. 31. März 2013, abgerufen am 27. Februar 2024.</ref> von Mitte der 1970er bis Mitte der 1990er Jahre das Steigenberger Hotel Quellenhof in Aachen, von 1979 bis 2019 das Steigenberger Hotel Drei Mohren in Augsburg, von 1979 bis 2014 das Steigenberger Kurhaus-Hotel im niederländischen Scheveningen, von 1989 bis 1999 das Steigenberger-Hotel Venusberg in Bonn und bis 2013 das Hotel Duisburger Hof in Duisburg.

IntercityHotel

Die IntercityHotel GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Steigenberger Hotels GmbH und wurde Ende 1987 von der Deutschen Bundesbahn gegründet. Steigenberger stieg 1989 mit 49 % in die Gesellschaft ein.<ref name="bundesbahn-65-587" /> Seit 2004 ist Steigenberger alleiniger Eigentümer der IntercityHotels.<ref>IntercityHotel GmbH feiert 30-jähriges Jubiläum und vereinbart Kooperation mit gleichnamiger Hotelmarke in Brasilien. In: presseportal.de. 2017, abgerufen am 8. April 2024.</ref>

Steigenberger Avance Hotels

In den 1990er Jahren wurden einige Häuser unter der Marke Avance betrieben. Zur Bedeutung des Wortes „Avance“ schreibt der Duden: jemandem Avancen machen (jemandem entgegenkommen, um ihn für sich zu gewinnen)<ref>Duden: Avance. Abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>. Der für Marketing zuständige Vorstand Wolfgang Momberger war der Ansicht, dass die Steigenberger-Hotels zu unterschiedlich seien, um wie bisher unter einem einzigen Namen zusammengefasst zu werden. Die Luxus-Hotels wie etwa der Frankfurter Hof oder das Parkhotel in Düsseldorf firmierten zwar auch weiterhin unter dem Markennamen Steigenberger-Hotels. Andere Häuser wurden jedoch unter der Marke Steigenberger Avance geführt<ref>Der Spiegel: Alle wollen mitreden. Abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>, bspw. die Häuser in Bad Kreuznach, Bad Tatzmannsdorf, der Badische Hof in Baden-Baden, das Hotel Conti-Hansa in Kiel, das Steigenberger Airport Hotel Frankfurt und der Mannheimer Hof.

Weblinks

Commons: Steigenberger Hotels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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