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Institut für Rundfunktechnik

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Institut für Rundfunktechnik GmbH
— IRT —
colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Institut für Rundfunktechnik GmbH — IRT —
Logo
Träger: Deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, ORF und der Schweizer Sender SRG SSR
Rechtsform des Trägers: GmbH in Liquidation<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: IRT in Liquidation. (Memento vom 12. April 2021 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: München, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Außenstelle: -
Art der Forschung: Rundfunk- und Medientechnik
Fachgebiete: Fernsehen, Ton, Online, Programmverbreitung
Leitung: Michael Hagemeyer<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: News – Wechsel in der Geschäftsführung des IRT, 25. Januar 2018. (Memento vom 26. Januar 2018 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>
Mitarbeiter: ca. 140<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: Mission. (Memento vom 29. September 2018 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>
Homepage: www.irt.de
Datei:IRT DAB Scout 1+2.jpg
DAB-Messempfänger DAB Scout

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) war eine GmbH und das Forschungsinstitut aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD / ZDF / DRadio), Österreichs (ORF) und der Schweiz (SRG SSR) mit Sitz auf dem BR-Fernsehgelände in München-Freimann. Das IRT verfolgte gemeinnützige Zwecke und diente der Förderung des europäischen Rundfunkwesens und der europäischen Rundfunktechnik.

Sämtliche Gesellschafter erklärten 2020, ihren Gesellschaftervertrag mit dem IRT zum 31. Dezember 2020 kündigen zu wollen.<ref name="dwdl2020">Aus nach mehr als 60 Jahren: IRT muss schließen: Gesellschafter besiegeln das Ende, dwdl.de vom 1. August 2020, abgerufen am 1. August 2020.</ref> Damit war das Ende des IRT absehbar.<ref>Tilman Wittenhorst: Keine wirtschaftliche Perspektive: Institut für Rundfunktechnik wird geschlossen. In: heise online. 1. August 2020, abgerufen am 1. August 2020.</ref> Im März 2021 haben die letzten Beschäftigten ihre Arbeit beendet.

Aktivitäten

Das Institut betrieb Forschung auf dem Gebiet der Technik von Hörfunk, Fernsehen und Internet. Es entwickelte und beurteilte neue Technologien und begleitete deren Umsetzung in die Praxis. Das IRT vertrat die Interessen des Rundfunks durch seine Mitarbeit in verschiedenen internationalen Gremien wie z. B. EBU, ITU, DVB, WorldDAB etc.

Eine Aufstellung der jährlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten findet sich in den Jahresberichten des Instituts.<ref>IRT-Jahresberichte – Jahresbericht 2019. (PDF) Archiv. In: irt.de. Institut für Rundfunktechnik GmbH i. L., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juni 2021; abgerufen am 26. August 2025.</ref>

Das Institut war Herausgeber der Technischen Richtlinien der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: Die Technischen Richtlinien. (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>

Im IRT wurde bis Juni 2018 die sogenannte Wittsmoor-Liste gepflegt und der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. In dieser Liste wurden wichtige Daten der in Betrieb befindlichen Hörfunk- und Fernsehsender der Bundesrepublik Deutschland zentral zusammengestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: Hinweis Wittsmoorliste. (Memento vom 29. September 2018 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit informierte das Institut regelmäßig in technisch-wissenschaftlichen Kolloquien, die gemeinsam mit der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft und der Bavaria Film veranstaltet wurden und als Videobeiträge abgerufen werden können.<ref>www.youtube.com IRT-Mediathek. Aufgerufen am 3. Mai 2013.</ref>

Ehemalige Gesellschafter

Geschichte

Vorläuferorganisationen sind unter anderem die Rundfunk-Technische Versuchsstelle der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft in Berlin (gegründet 1928), die Forschungs- und Entwicklungsstätte beim SWF in Baden-Baden und die Rundfunk-Technische Zentralstelle in Bad Homburg (gegr. 1945).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.irt.de: Historie des IRT. (Memento vom 18. August 2012 im Internet Archive) Aufgerufen am 26. August 2025.</ref>

2017 wurde bekannt, dass ein Anwalt, der im Auftrag des IRT Patenterlöse einsammeln sollte, einen großen Teil der Lizenzkosten von bis zu 200 Millionen Euro auf andere Konten abgezweigt haben soll. Die das Institut tragenden Sender warfen dem IRT-Management vor, sich nicht ausreichend dafür interessiert zu haben, wie sich die Werte ihrer jeweiligen Patente entwickelten und so sei dem IRT auch der Verlust nicht aufgefallen. Bis 2020 hatte der Anwalt zunächst 60 Millionen Euro zurückgezahlt. Diesen Betrag verbuchte das IRT in seiner Bilanz 2018 als Einnahme und berichtete im Geschäftsbericht vom „finanziell besten Jahr in der Geschichte des IRT“.<ref name=":0">NDR: Auch ARD kündigt dem Forschungsinstitut IRT. Abgerufen am 31. Januar 2020.</ref> Auch den beteiligten Anstalten war vorgeworfen worden, sich nicht ausreichend mit den Aktivitäten des IRT auseinandergesetzt zu haben.<ref name=":0" />

Chronologie

Weblinks

Commons: Institut für Rundfunktechnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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