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Imayō

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Imayō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), dt. „Lieder in moderner Weise“<ref name="florenz">Karl Florenz: Geschichte der japanischen Litteratur. 2. Auflage. C.F. Amelangs, Leipzig 1909, S. 250–251.</ref>, Verkürzung von Imayō-uta<ref name="berndt">Jürgen Berndt (Hrsg.): BI Lexikon - Ostasiatische Literaturen. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1987, ISBN 3-323-00128-1, S. 168–169.</ref>) ist ein literarisches Genre der Volkspoesie in Liedform, das sich zu Beginn der Heian-Zeit (794–1192) aus den ursprünglich in chinesischer Sprache vorgetragenen buddhistischen Hymnen (Kansan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), später als Wasan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auf Japanisch vorgetragen) entwickelte.

In der Regel besteht das Imayō aus 8 bis 12 Zeilen, d. i. zwei Halbverse, mit abwechselnd 7 und 5 Moren. Im Imayō erfährt der bis dahin dominierende Silbenrhythmus 5–7 eine Umkehrung.<ref name="berndt" /> Bei Festen mit musikalischer Begleitung vorgetragen, dreht es sich inhaltlich meist um weltliche Themen, wie Natur und Liebe. Im eigentlichen Sinn ist das Imayō jedoch buddhistischen Ursprungs. Eines der ältesten erhaltenen Imayō ist das „Iroha Uta“ des Mönchs Kūkai.<ref name="florenz" />

Das Imayō beeinflusste einerseits den Stil des Kriegsromans ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gunki Monogatari) und andererseits das -Theater.<ref name="berndt" /> Die einzige bekannte und nur fragmentarische erhaltene Sammlung von Imayō ist das Ryōshin Hishō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Geheime Abschrift schöner Lieder“) zusammengestellt von Go-Shirakawa-Hōō aus dem 12. Jahrhundert (10 Bände).

Beispiel für ein nicht-buddhistisches Imayō nach Florenz

<poem style="margin:1em;"> Der Horai-zan Auf dem Berge Horai-zan sind tausend Jahre vergangen Tausend Herbste und Myriaden von Jahren hintereinander So nisten die Kraniche Auf den Ästen der Kiefern Und auf den Felsen Spielen die Schildkröten

unbekannter Verfasser </poem>

Literatur

  • Jürgen Berndt (Hrsg.): BI Lexikon – Ostasiatische Literaturen. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1987, ISBN 3-323-00128-1, S. 168–169.
  • Bruno Lewin (Hrsg.): Kleines Wörterbuch der Japanologie. Harrassowitz, Wiesbaden 1981, ISBN 3-447-00530-0, S. 159.
  • Karl Florenz: Geschichte der japanischen Litteratur. 2. Auflage. C.F. Amelangs, Leipzig 1909, S. 250–254.

Einzelnachweise

<references />

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