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Institute of International Finance

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Das Institute of International Finance, Inc. (IIF) ist die einzige globale Vereinigung von Finanzinstituten. Es wurde 1983 von 38 Banken der führenden Industrienationen gegründet und dient als Lobbyorganisation der Finanzindustrie. So arbeiten 200 der 260 Experten der europäischen Kommission für Großbanken des IIF.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />wdr.de (Memento vom 28. August 2012 im Internet Archive; PDF)</ref> Vorsitzender ist Axel A. Weber. Stellvertretende Vorsitzende sind Brian Porter (auch Schatzmeister), Walter Kielholz, Piyush Gupta und Candido Bracher. Der Präsident und Chief Executive Officer ist Timothy D. Adams seit dem 1. Februar 2013.

Das Institut unterhält neben dem Hauptsitz in Washington, D.C. Außenstellen in Peking, Singapur, Dubai und Brüssel.

Charles Dallara ist die „rechtlich verantwortliche Person der Organisation“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ec.europa.eu (Memento vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref> Seit 2010 hat das IIF über 450 Mitglieder unter den führenden Banken<ref>The Institute of International Finance > Membership. Abgerufen am 29. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und beschäftigt 100 Personen. Strategie des IIF ist es, Entscheidungsträger auf der obersten Ebene (US-Präsident, Bundeskanzler) zu beeinflussen.<ref>Der mächtigste Herrenklub. Abgerufen am 29. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

IIF und die Finanzkrise im Euroraum

Ein Dokument des IIF diente nach Angaben des Wall Street Journals Politikern als Orientierung (Roadmap), um zu entscheiden, wie groß die Beteiligung privater Banken bei einem Schuldenerlass für Griechenland sein soll.<ref>Stephen Fidler and Costas Paris: IIF's Dallara: Euro-Zone Has Taken Big Step. In: WSJ. (wsj.com [abgerufen am 29. Februar 2024]).</ref> Das IIF verlange demnach „zusätzliche Ressourcen der europäischen Steuerzahler“ für die Rettung Griechenlands.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ftd.de (Memento vom 7. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref> Drei verschiedene Modelle schlägt das IIF vor:

  1. Umtausch von Anleihen: Ausstehende Anleihen würden durch neue Anleihen mit niedrigerer Verzinsung und längerer Laufzeit ersetzt, besichert mit einem von Griechenland oder vom EFSF (European Financial Stability Facility) finanzierten Fonds, also den Steuerzahlern der EU. Privat-Banken haben hierdurch keine direkten Verluste und zudem geringe Verlustrisiken.
  2. Umtausch mit Abschlag: Ausstehende Anleihen könnten von Banken zu Preisen weit unter ihrem Wert zurückgenommen und durch neue Anleihen mit längerer Laufzeit ersetzt werden. Die Verzinsung der Anleihen erfolgt nach Marktzins, wiederum besichert dies durch den von Steuerzahlern der EU getragenen EFSF.
  3. Rückkauf: Griechenland kauft über eine zu gründende Agentur griechische Anleihen vom Markt zurück. Finanziert werden soll das durch den EFSF oder durch Kredite anderer Staaten.

Der Vorstandsvorsitzende des IIF Josef Ackermann nahm an dem Gipfel teil, an dem die Bedingungen für die Griechenland-Rettung beschlossen wurden. Der Ökonom und Wirtschaftsweise Peter Bofinger erläuterte hierzu: Die Banken und Versicherungen steuern null Prozent zur Griechenland-Rettung bei. Sie sind der Sieger der Gipfel-Verhandlungen.<ref>Ökonom Bofinger: "Banken beteiligen sich null Prozent an der Griechen-Rettung" - Ausland - Politik - Wirtschaftswoche. 17. November 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 29. Februar 2024.</ref> Bofinger bilanzierte: Die Bankenlobby war beim Gipfel bestens vertreten. Sie haben ihre Interessen sehr gut durchgesetzt.<ref>Ökonomen schütteln den Kopf über Banken-Beteiligung. Abgerufen am 29. Februar 2024.</ref>

CBDC-Public-Private-Partnership

Gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich organisiert das Institute of International Finance 2024 innerhalb des Projektes Agorá zu CBDCs sowie Tokenisierung die Beteiligung des privaten Finanzsektors.<ref>„The project builds on the unified ledger concept proposed by the BIS and will investigate how tokenised commercial bank deposits can be seamlessly integrated with tokenised wholesale central bank money in a public-private programmable core financial platform. This could enhance the functioning of the monetary system and provide new solutions using smart contracts and programmability, while maintaining its two-tier structure.“ (BIS, 14. Mai 2024: Project Agorá moves to next phase and opens up call for private sector participation)</ref>

Bisherige Vorsitzende

Weblinks

Anmerkungen

<references />