IFT Institut für Therapieforschung
Das IFT Institut für Therapieforschung ein selbstständiges Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Abhängigkeitserkrankungen in München.<ref name=":0" />
Geschichte
Das unabhängige Forschungsinstitut für anwendungsnahe Fragestellungen wurde im Jahr 1973 in München von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Abteilung Psychologie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie Johannes Clemens Brengelmann, Norbert Mai und Gerhard Bühringer gegründet.<ref name=":0">IFT Institut für Therapieforschung, abgerufen am 19. Juni 2011.</ref> In der Anfangszeit arbeiteten fünf wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut. Parallel zur Gründung des Instituts für Therapieforschung wurde die „Projektgruppe Rauschmittelabhängigkeit“ am Max-Planck-Institut für Psychiatrie eingerichtet. 1987 integrierte man die „Projektgruppe Rauschmittelabhängigkeit“ in das IFT.<ref>IFT Institut für Therapieforschung - Geschichte, abgerufen am 19. Juni 2011.</ref>
In der Zeit von 1990 bis 1995 wurde das Institut für Therapieforschung auf eine Größe von über 20 wissenschaftlichen Mitarbeitern ausgebaut.<ref>30 Jahre IFT (PDF; 4,8 MB; abgerufen am 19. Juni 2011) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref> Zwischenzeitlich hatte man 1993 die zum Institut gehörende Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht gegründet.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DBDD ( vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) abgerufen am 19. Juni 2011</ref>
Im Jahr 2003 gliederte sich das Institut in die Fachbereiche Epidemiologische Forschung und Interventionsforschung. Das eigenständige staatlich anerkannte Ausbildungsinstitut IFT-Gesundheitsförderung kooperiert eng mit dem IFT.<ref>IFT-Gesundheitsförderung, abgerufen am 19. Juni 2011.</ref> Das Institut wird heute von einer gemeinnützigen Gesellschaft getragen. Die Finanzierung erfolgt auf der Basis von Projektförderungen und -aufträgen. Auftraggeber sind unter anderem Bundesministerien, Bundes- und Landesbehörden sowie EU-Organisationen.<ref>IFT Institut für Therapieforschung PflebIT, abgerufen am 11. Januar 2021</ref>
Ab 1987 war Gerhard Bühringer Leiter des Instituts.<ref>Gerhard Bühringer psychauthors.de, abgerufen am 11. Januar 2021</ref><ref>Alkohol: Senioren zur Abstinenz verhelfen Pharmazeutische Zeitung, abgerufen am 11. Januar 2021</ref> Im Jahr 2012 übernahm Ludwig Kraus die Leitung,<ref>https://www.zis-hamburg.de/mitarbeiter/prof-dr-ludwig-kraus-dipl-psychologe/</ref> die 2022 an Eva Hoch überging.<ref>Historie. Webpräsenz des IFT, abgerufen am 22. September 2025</ref>
Aufgaben
Das Institut befasst sich schwerpunktmäßig mit der Forschung substanzbezogenen Störungen (legale und illegale Drogen sowie Medikamente), Pathologischem Spielen, Adipositas und Essstörungen. In beiden Fachbereichen werden grundlagen- und anwendungsbezogene Fragestellungen bearbeitet. Die Institutsinformation können mittels Nachrichtendienst bzw. über Internet bezogen werden.<ref>IFT - Über uns, abgerufen am 9. Juli 2018.</ref>
Forschung
Die acht Forschungsgruppen des IFT veröffentlichen unter anderem die Deutsche Suchthilfestatistik, den Epidemiologischen Suchtsurvey, die Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD)<ref>ESPAD-Studie, abgerufen am 9. Juli 2018.</ref><ref>Europäische Schülerinnen- und Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen sozialministerium.at, abgerufen am 12. Januar 2021</ref> sowie den nationalen REITOX-Bericht zur Drogensituation in Deutschland.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reitox Report 2010 (PDF; 1,3 MB) ( vom 29. November 2015 im Internet Archive), abgerufen am 19. Juni 2011</ref><ref>Der Reitox Jahresbericht für Deutschland 2020 DBDD, abgerufen am 12. Januar 2021</ref><ref>Drogenpolitik bleibt zentrale Aufgabe für Bund und Länder konturen.de, abgerufen am 12. Januar 2021</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>