Hüssingen
Hüssingen Gemeinde Westheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(247)&title=H%C3%BCssingen 48° 58′ N, 10° 41′ O
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| Höhe: | 513 (490–529) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,27 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 247 (31. Dez. 2016)<ref>Nahverkehrspläne – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – Endbericht 2019 – Tabellen. (PDF; 1,62 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 13, abgerufen am 4. November 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 39 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91747 | |||||
| Vorwahl: | 09082 | |||||
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Hüssingen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Westheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Hüssingen hat eine Fläche von 6,273 km². Sie ist in 683 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 9184,68 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Hüssingen (093642). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Pfarrdorf befindet sich im Hahnenkamm, etwa sechs Kilometer Luftlinie von Oettingen entfernt. Nördlich liegt der Hüssinger Berg mit einer Höhe von 554 m ü. NHN. Südöstlich des Ortes finden sich Überreste einer römischen villa rustica. Südlich wurde die mittelalterliche Wüstung Hettelsberg entdeckt.
Durch Hüssingen führt die Staatsstraße 2216, die den Ort mit Steinhart und der Staatsstraße 2384 bei Hechlingen verbindet. Die Kreisstraße WUG 30 führt nach Zirndorf und Unterappenberg.<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In der Umgebung von Hüssingen konnten Steinspitzen aus der Mittel- und Jungsteinzeit geborgen werden.<ref>Ratsam, W. (1979). Erster mesolithischer Bodenfund im Hahnenkamm. Alt-Gunzenhausen, Beiträge zur Geschichte der Stadt und Umgebung 38, S. 212–217</ref><ref>Ratsam, W. (1979). Eine Dolchklinge aus der Jungsteinzeit. Alt-Gunzenhausen, Beiträge zur Geschichte der Stadt und Umgebung 38, S. 218–223</ref> Weitere archäologische Funde deuten darauf hin, dass es bereits zur vorgeschichtlicher Zeit hier eine Siedlung gab. Aus der Römerzeit konnten Überreste einer „villa rustica“ aus dem 3. Jahrhundert gefunden werden.
Möglicherweise leitet sich der Ortsname von den Huosi, dem Namen eines bajuwarischen Adelsgeschlechts, ab, die 635 in der Lex Baiuvariorum erstmals urkundlich erwähnt werden. Auffallend ist, dass bei dem benachbarten Ort Hechlingen eine ähnliche Ableitungsmöglichkeit besteht (Rückführung auf das Adelsgeschlecht der Hahilinga)<ref>Wilhelm Störmer: Die Baiuwaren. Von der Völkerwanderung bis Tassilo III..: Von der Völkerwanderung bis Tassilo III (Taschenbuch). C.H.Beck; Auflage: 1. Aufl. (20. Februar 2002)</ref>. Die Ortsnamenendung -ingen zeigt, dass der Name aus früher Zeit stammt und deutet auf alemannische Ursprünge hin.
Bereits im 12. Jahrhundert hatte der Ort eine Kirche, die heutige evangelisch-lutherische Filialkirche St. Leonhard und Nikolaus, die bis 1470 zur Parochie Hainsfarth gehörte und anschließend zur eigenständigen Pfarrei erhoben wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wird Hüssingen mehrfach geplündert, die Einwohnerzahl nimmt erheblich ab. Zwischen 1640 und 1660 kommen zahlreiche Exulanten aus dem "Ländlein ob der Enns" nach Franken und in das Dorf<ref>Beck, Gerhard: Österreichische Exulanten in den Evang.-Luth. Dekanatsgebieten Oettingen und Heidenheim. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in Franken. Selbstverlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-929865-05-X, S. 591.</ref>, was dem Ort neues Leben verleiht.
Hüssingen gehörte im Mittelalter zum Domkapitel Eichstätt, nach der Reformation zum Markgrafentum Ansbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hüssingen Anfang des 19. Jahrhunderts eine politische Gemeinde. Am 1. Mai 1978 wurde diese anlässlich der Gemeindegebietsreform nach Westheim eingemeindet.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982> </ref>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Hüssingen
- 1910: 288 Einwohner<ref>M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Mittelfranken: Bezirksamt Gunzenhausen. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Dezember 2013; abgerufen am 4. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref>
- 1933: 266 Einwohner
- 1939: 247 Einwohner<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1961: 254 Einwohner<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982/>
- 1970: 261 Einwohner<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982/>
Ort Hüssingen
- 1987: 256 Einwohner
- 2009: 259 Einwohner
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hüsingen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 773 (Digitalisat).
- Vorlage:Gröber Bezirksamt Gunzenhausen
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Gottfried Stieber: Hüsingen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 506–507 (Digitalisat).
Weblinks
- Hüssingen. In: westheim.de. Abgerufen am 19. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hüssingen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hüssingen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Hüssingen | Ostheim | Pagenhard | Roßmeiersdorf | Westheim
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Geographie (Westheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen)
- Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen)
- Gemeindeauflösung 1978
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen