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Hüngsberg

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Vorlage:Hinweisbaustein Hüngsberg ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Windhagen im rheinland-pfälzischen Landkreis Neuwied.

Geographie

Der Weiler Hüngsberg liegt zwei Kilometer östlich des Ortszentrums von Windhagen auf einem nach Osten zum Tal des Pfaffenbachs abfallenden Bergrücken. Die Ortschaft umfasst Höhenlagen zwischen 245 und 260 m ü. NHN. Zu den nächstgelegenen Orten gehören Johannisberg im Nordwesten sowie der Wohnplatz Adamstal im Süden. In Hüngsberg endet die Kreisstraße 30, die nach Windhagen führt.

Geschichte

Der ursprüngliche Name von Hüngsberg und dem benachbarten Johannisberg lautete Heunsburg, was den Sitz eines Honnen bezeichnet, dem Vorsteher einer Honschaft. Später erhielt Hüngsberg die Bezeichnung „Hunsberg“ (mundartlich „(Nöü-)Hüsbrich“), während Johannesberg unter dem Namen „altes Hunsberg“ (mundartlich „Althüsbrich“) erschien.<ref>Helmut Wolff: Der Windhagener Dialekt. In: Windhagen – Ein Heimatbuch, Economica Verlag, Bonn 1994, S. 196.</ref><ref>Dieter Ehlen: Ortsnamen und Flurbezeichnungen in der Gemeinde Windhagen. In: Windhagen – Ein Heimatbuch, Economica Verlag, Bonn 1994, S. 77/78.</ref> Hüngsberg gehörte zur Honschaft Windhagen im gleichnamigen Kirchspiel und unterstand der Verwaltung des kurkölnischen Amtes Altenwied. Anfang des 15. Jahrhunderts war in dem Ort das Adelsgeschlecht der Herren von Rennenberg, ansässig auf der gleichnamigen Burg oberhalb von Linz, begütert. Bei einer Inventur (Bestandsaufnahme) aller Ansiedlungen im Amt Altenwied zählte man 1660 in Hunsberg (Hüngsberg) vier Häuser.<ref>August Welker: Inventur im Amt Altenwied anno 1660, in: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied, 1977, S. 101–103.</ref>

In preußischer Zeit (ab 1815) blieb Hüngsberg ein Teil der Honschaft, später Gemeinde Windhagen, seit 1823 im Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Asbach. 1822 erbauten die Bewohner des Ortes eine Kapelle, die 1825 der Jungfrau Maria geweiht wurde. Bei Volkszählungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Hüngsberg als Weiler verzeichnet, 1843 umfasste er jeweils sechs Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Über den Ende des 19. Jahrhunderts erreichten Umfang wuchs Hüngsberg nie hinaus. Am Ende des Zweiten Weltkrieges erlitt die Ortschaft im März 1945 schwere Zerstörungen, denen die Kapelle zum Opfer fiel. 1950 wurde die Kapelle an anderer Stelle wieder aufgebaut und erhielt den Namen „St. Mariä Heimsuchung“.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1816<ref name="dilibri1817">Der Regierungs-Bezirk Coblenz nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung..., Coblenz: Pauli, 1817; Seite 88</ref> 39
1828<ref>Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1830, S. 693</ref> 44
1843<ref name="dilibri1843">Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, Seite 66</ref> 37
1885<ref name="gemeindelexikon">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 53
1987<ref>Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile (@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.rlp.deExcel; letzte Ausgabe 2015 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2025. Suche im Internet Archive ))</ref> 34

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Josef Rüddel (1925–2023), langjähriger Bürgermeister von Windhagen, lebte in Hüngsberg
  • Erwin Rüddel (1955–2025), Mitglied des Deutschen Bundestages, aufgewachsen in Hüngsberg

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 38′ 28″ N, 7° 22′ 45″ O

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