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Hüllgraben

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Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Hüllgraben1.jpg
Hüllgraben

Der Hüllgraben ist ein künstlich angelegter Wasserlauf im Nordosten Münchens. Er führt als Fortsetzung des unterirdisch zugeleiteten Hachinger Bachs vom Zamdorfer Gleisdreieck in den Abfanggraben, der schließlich in den Mittlere-Isar-Kanal mündet. Dabei durchfließt er die Münchner Stadtteile Daglfing und Johanneskirchen im Stadtbezirk 13 Bogenhausen.

Der in Kirchtrudering gegenüber der Pfarrkirche St. Peter und Paul beginnende Truderinger Hüllgraben mündet in Daglfing in den Hüllgraben. Im Bereich des U-Bahnhofs Moosfeld verläuft er in einer auf der Decke des Bahnhofs verlegten Rohrleitung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss des Bauausschusses vom 4. Dezember 2001 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. April 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ris-muenchen.de (PDF; 55 kB)</ref>

Der Hüllgraben wird von der ehemaligen Bahnstrecke der Feldkirchner Tangente auf einer Bogenbrücke gequert.

Geschichte

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Hüllgrabenanfang am Zamdorfer Gleisdreieck
Datei:Hüllgraben-bjs130714-03.jpg
Übergang des Hüllgrabens in den Abfanggraben
Datei:HuellgrabenBahnbruecke.JPG
Bahnbrücke über den Hüllgraben

Im Norden Truderings kam es seit jeher regelmäßig zu Überschwemmungen durch das Wasser des bei Berg am Laim versickernden Hachinger Bachs. Östlich von Daglfing lag das zum Erdinger Moos gehörende Moorgebiet Johanneskirchener Moos. Bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet durch die Vertiefung von Bächen und Neuanlage von Gräben teilentwässert; schon auf einer Karte von 1812 ist ein Mühlgraben verzeichnet, der ähnlich wie der heutige Hüllgraben und Abfanggraben verlief.<ref name="lbv">Landesbund für Vogelschutz München: @1@2Vorlage:Toter Link/www.lbv-muenchen.deTrudering/Riem Landwirtschaftsflächen im Moosgrund (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref> Eine starke Absenkung des Grundwasserspiegels ergab sich durch den Bau des bis zu acht Meter unter dem Geländeniveau liegenden Abfanggrabens in den Jahren 1920 bis 1929.<ref name="lbv"/><ref> ISAR Consult: Grundwassermodell Östliche Münchner Schotterebene (PDF; 10,2 MB), Juni 2003</ref>

1933 wurde aufgrund der häufigen Überschwemmungen eine 600 mm starke Rohrleitung gebaut, die das Wasser des Hachinger Bachs in den Hüllgraben leitet.<ref>Hachinger Bach (Hydrogeologie). Abgerufen am 9. September 2024.</ref><ref>Der Hachinger Bach - Michaeliburg. Abgerufen am 9. September 2024.</ref> Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Hüllgraben weiter ausgebaut.

Am Riemer Feld in Daglfing wurde im Jahr 2000 ein naturnah gestalteter Seitenarm des Hüllgrabens angelegt.<ref>Thomas Münster: Zurück zur Idylle, Süddeutsche Zeitung, 6. Oktober 2000</ref>

Die Verlegung des Truderinger Hüllgrabens auf eine neue Trasse längs der S-Bahn nach Trudering wird von der Deutschen Bahn im Zug des Ausbaus der Truderinger Kurve und der Daglfinger Kurve geplant.<ref>Patrik Stäbler: Warum die Deutsche Bahn einen Bach verlegt, Süddeutsche Zeitung vom 11. April 2023 S. R5, mit Plan</ref>

Literatur

  • Willibald Karl: Trudering, Waldtrudering, Riem. Münchens ferner Osten, München 2000, ISBN 3-934036-35-X.

Weblinks

Commons: Hüllgraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hüllgraben auf der Website des Vereins für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten e.V.

Einzelnachweise

<references/>

Koordinaten: 48° 8′ 12″ N, 11° 39′ 14″ O

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