Hügel-Meier
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| Hügel-Meier | ||||||||||||
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| Datei:Asperula cynanchica 080608a.jpg
Hügel-Meier (Asperula cynanchica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Asperula cynanchica | ||||||||||||
| L. |
Der Hügel-Meier (Asperula cynanchica),<ref name="FloraWeb" /> auch Hügel-Meister<ref name="wildbl"/> oder Bräunewurzel<ref name="Pritzel1882" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Meier (Asperula) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Seit 2020 wird die Art auch in eine eigene Gattung Cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" /> P.Caputo & Del Guacchio gestellt.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Hügel-Meier ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 25, selten bis zu 50 Zentimetern.<ref name="FloraWeb" /> Der Hügel-Meier wächst lockerrasig. Die Stängel sind biegsam. Die Blätter stehen zu maximal viert in Quirlen. Die Blattspreite ist schmal-linealisch. Die unteren Stängelblätter sind zur Blütezeit vertrocknet. Die Stängelblätter im mittleren und oberen Bereich sind kürzer als die Internodien.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Deckblätter besitzen eine Stachelspitze<ref name="FloraWeb" /> und überragen den Fruchtknoten nicht oder kaum. Die zwittrigen Blüten sind meist vierzählig. Die Blütenkrone ist hellrosafarben oder weiß und die Außenseite ist raukörnig.<ref name="FloraWeb" /> Die meist vier 3 bis 7 Millimeter langen Kronblätter sind verwachsen und die Kronröhre ist ein- bis zweimal so lang wie die Kronzipfel.<ref name="FloraWeb" />
Die Teilfrüchte sind trocken, tragen keine hakigen Haare und sind deutlich warzig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20, seltener 40.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie
Der Hügel-Meier ist ein skleromorpher Hemikryptophyt.<ref name="FloraWeb" /> Es liegt ein reich verzweigtes Wurzelwerk vor, das eine vegetative Vermehrung als Wurzelkriecher ermöglicht.<ref name="Düll2011" />
Die Fremdbestäubung erfolgt durch Insekten, wie beispielsweise Zweiflügler, Schmetterlinge und Käfer (Entomophilie). Außerdem ist spontane Selbstbestäubung möglich. Diasporen sind die Teilfrüchte und es erfolgt Ameisen- oder durch Verdauungsausbreitung.<ref name="Düll2011" />
Verbreitung, Standorte und Gefährdung
Das Arteal des Hügel.Meiers reicht von Europa bis zum Kaukasusraum. Er ist in Europa außer im Norden weit verbreitet.<ref name="Euro+Med"/> Er kommt in Mitteleuropa im Süden häufig bis zerstreut vor, im Norden seltener. Die nördliche Verbreitungsgrenze im Mitteleuropa verläuft im Bereich südliche Niederlande – Ahrtal – Süntel – Braunschweig – Süd-Mecklenburg-Vorpommern – Brandenburg. Er kommt in allen österreichischen Bundesländern häufig bis selten vor und gilt im niederösterreichischen Waldviertel, dem oberösterreichischen Mühlviertel und dem nördlichen Vorarlberg als gefährdet<ref name="ExkursionsfloraA2008"/>. In der Schweiz ist er verbreitet bei zerstreut.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w+ (mäßig trocken aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Der Hügel-Meier wächst in Kalkmagerrasen, an Böschungen, auf Sandfluren, in Trockengebüschsäumen, an Waldrändern und in Kiefern-Trockenwäldern. Er kommt vorwiegend über trockenen, kalkreichen Böden in der collinen bis subalpinen Höhenstufe vor und steigt bis 1800 m Seehöhe. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Klasse Festuco-Brometea, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Erico-Pinion oder Molinion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Asperula cynanchica erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 104. Das Epitheton "cynanchica" hat er von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Synonyme für Asperula cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Galium cynanchicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Scop., Asperula collina <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb. nom. superfl., Asperula arenicola <templatestyles src="Person/styles.css" />Reut., Asperula capillacea <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lange) Rouy, Asperula papillosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lange, Asperula semiamicta <templatestyles src="Person/styles.css" />Klokov, Asperula tenuiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Jord., Asperula trabutii <templatestyles src="Person/styles.css" />Sennen, Asperula cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" />L. var. cynanchica.<ref name="Euro+Med"/><ref name="WCSP" />
Asperula cynanchica ist sehr formenreich. Man kann folgende Unterarten unterscheiden:<ref name="WCSP" />
- Asperula cynanchica subsp. condensata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Heldr. ex Boiss.) Ehrend. & Krendl
- Asperula cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. cynanchica (Syn.: Cynanchica pyrenaica subsp. cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) P.Caputo & Del Guacchio): Sie kommt von Europa bis zum Kaukasus vor.<ref name="WCSP" />
- Asperula cynanchica subsp. occidentalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) Stace (Syn.: Asperula occidentalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rouy, Cynanchica pyrenaica subsp. occidentalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rouy) P.Caputo & Del Guacchio): Sie kommt im nördlichen Spanien, im südwestlichen Frankreich, in Irland und im südwestlichen Großbritannien vor.<ref name="WCSP" /><ref name="Euro+Med"/>
- Asperula cynanchica subsp. pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Nyman (Syn.: Asperula pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Asperula tinctoria var. adhaerens <templatestyles src="Person/styles.css" />Gren., Cynanchica pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) P.Caputo & Del Guacchio): Sie kommt von den französischen und spanischen Pyrenäen bis zur Sierra de Aralar im nordöstlichen Spanien vor.<ref name="WCSP" />
Von einigen Autoren wurden auch zwei Varietäten unterschieden:
- Asperula cynanchica <templatestyles src="Person/styles.css" />L. var. cynanchica mit rosafarbenen Blüten und einer bis zu 2,5 Millimeter langen Blütenkronröhre.
- Asperula cynanchica var. arenicola (<templatestyles src="Person/styles.css" />Reut.) <templatestyles src="Person/styles.css" />Gremli mit häufig weißen Blüten und einer über 2,5 Millimeter langen Kronröhre.
Quellen
Literatur
- P. P. Ferrer-Gallego: Typification of the Linnaean name Asperula cynanchica (Rubiaceae). In: Phytotaxa, Volume 195, 2015, S. 98–100.
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraWeb"> Asperula cynanchica L., Hügel-Meier. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Düll2011"> </ref> <ref name="wildbl"> Germplasm Resources Information Network (GRIN): Hügel-Meier, Hügel-Meister. In: wildblumen.net. Uwe Feßenbecker, abgerufen am 26. Mai 2011.</ref> <ref name="ExkursionsfloraA2008"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Asperula cynanchica. In: The Euro+Med Plantbase Project. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin-Dahlem, 21. Juli 2010, abgerufen am 28. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Pritzel1882"> Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 47, online.</ref> <ref name="InfoFlora">Asperula cynanchica L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>
Weblinks
- Asperula cynanchica agg., Hügel-Meier (Artengruppe). auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Asperula cynanchica subsp. cynanchica L., Hügel-Meier (Unterart). auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Vorlage:BIB
- Hügel-Meier. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Asperula cynanchica L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Thomas Meyer: Meister Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).