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Hörnum-Odde

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Naturschutzgebiet „Hörnum-Odde“
Datei:Hörnum Sylt Odde 2013 1011 1.JPG
Lage auf Sylt, Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein
Fläche 157 ha
Kennung NSG Nr. 79
WDPA-ID 81904
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 54° 45′ N, 8° 18′ OKoordinaten: 54° 44′ 45″ N, 8° 17′ 33″ O
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Hörnum-Odde (Schleswig-Holstein)
Hörnum-Odde (Schleswig-Holstein)
Einrichtungsdatum 2. Dezember 1972
Verwaltung LLUR
Datei:13-09-29-nordfriesisches-wattenmeer-RalfR-05.jpg
Sylt im September 2013; im Vordergrund die Hörnum-Odde.
Unter Wasser ist die Küstenlinie der 1970er Jahre zu erahnen.

Die Hörnum-Odde (auch Hörnum Odde, Söl’ring Hörnem-Or, dänisch: Hørnum Odde) ist eine Dünen- und Heidelandschaft an der Südspitze der nordfriesischen Insel Sylt in der Gemeinde Hörnum. Östlich befindet sich der Priel Hörnumtief, südwestlich die Prielsenke Hörnumloch und der Sand Theeknobs. Die rund zwei Kilometer lange Odde steht seit 1972 unter Naturschutz<ref>Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hörnum-Odde/Sylt". In: GVOBl. 1972 230. Landesportal Schleswig-Holstein, 2. Dezember 1972, abgerufen am 15. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und ist aufgrund ihrer exponierten Lage besonders von Gezeitenströmung und Sturmfluten bedroht. Die Hörnum-Odde hat eine hohe touristische Bedeutung.<ref name="sr2015">frr: Sturmschäden auf Sylt: Mit Video: Die Hörnum-Odde ist kurz vorm Durchbruch. In: shz.de. 20. November 2015, abgerufen am 7. Januar 2017.</ref>

Das Naturschutzgebiet wird von der Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer betreut.<ref>siehe Tabelle lfd. Nr. 1.3.3. (PDF) In: Betreuung geschützter Gebiete in Schleswig-Holstein gem. § 20 LNatSchG. Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) des Landes Schleswig-Holstein, April 2017, abgerufen am 15. März 2020.</ref>

Küstenschutz

Die westliche Dünenkante Sylts ist aufgrund ihrer Entstehung von Abbrüchen und Verdriftungen zu den Spitzen der Insel gekennzeichnet. An der Hörnum-Odde wurden 1968 zum Schutz der damaligen Neubauten im Südwesten von Hörnum Tetrapoden verlegt.<ref>Landesportal Schleswig Holstein - Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein - Fachplan Küstenschutz Sylt (bisheriger Küstenschutz) - Herunterladen (Querwerke). In: schleswig-holstein.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Oktober 2015; abgerufen am 4. Oktober 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schleswig-holstein.de</ref> Am Ende der Querwerke sind typische Merkmale einer Lee-Erosion zu beobachten.<ref>Landesportal Schleswig Holstein - Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz des Landes Schleswig-Holstein - Bisheriger Küstenschutz. In: schleswig-holstein.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Oktober 2015; abgerufen am 4. Oktober 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schleswig-holstein.de</ref> Im Jahr 2012 wurden die Tetrapoden umgelagert.

Dem anhaltenden Landverlust wird mit Sandaufspülungen zu begegnen versucht. Das 1979 aufgestellte und bis 1997 betriebene Unterfeuer an der Odde wurde am 7. November 2013 abgebaut und abtransportiert, da sein Untergang zu erwarten war. Es wurde auf dem Bauhof gelagert und im Januar 2018 als Mahnmal für den Küstenschutz in Hörnum neu aufgestellt.<ref>Hörnums Leuchtfeuer wieder aufgebaut</ref>

In Folge des Orkans Xaver im Dezember 2013 wurde das Fundament des ehemaligen Leuchtfeuers freigespült, die angrenzende Aussichtsplattform wurde zerstört. Auf einer Länge von 200 Metern betrugen allein durch diesen Sturm die Landverluste etwa 20 Meter.<ref>cop: Folgen des Orkans auf Sylt: Hörnumer fordern Sofortmaßnahmen. In: shz.de. 11. Dezember 2013, abgerufen am 7. Januar 2017.</ref> Nach Verlängerung des Längswerks waren innerhalb eines Jahres bereits etwa 60 Meter verlorengegangen.

Die Sturmflut Mitte November 2015 hatte für Hörnum-Odde verheerende Folgen. Auf insgesamt 850 Metern gab es schwere Abbrüche, die einen Landverlust von bis zu 60 Metern zur Folge hatten. Der Ort Hörnum blieb durch die 2014 installierten Tetrapoden verschont. Die Sturmflut trennte aber den südlichen Teil der Hörnum-Odde fast vollständig vom Rest der Insel ab. Auch in den ersten Wochen des Jahres 2016 waren weitere große Landverluste an der Hörnum-Odde zu verzeichnen.<ref>Aktuelle Luftaufnahmen der Hörnum Odde Sylt. In: www.sylt-tv.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2016; abgerufen am 6. Februar 2016.</ref>

Experten befürchten, dass der Kampf um Hörnum-Odde bald verloren ist.<ref>jun: Herbststurm und Sturmflut: Sylt: Der Kampf um die Hörnum-Odde ist fast verloren. In: shz.de. 17. November 2015, abgerufen am 7. Januar 2017.</ref><ref name="sr2015" /><ref name="SPON-1075261">Axel Bojanowski: Landverlust: Sylts Südspitze bricht ab. In: Spiegel Online. 5. Februar 2016, abgerufen am 7. Januar 2017.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />