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Hôtel Byron

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Datei:Hubert Sattler Schloss Chillon crop cropped.jpg
Hôtel Byron um 1900 als Detailausschnitt eines Gemäldes von Hubert Sattler

Das Hôtel Byron war 1841 das erste Hotel in Villeneuve im Schweizer Kanton Waadt und später renommierter Kurort. Bis 1929 wurde das Hotel aufgelöst, das Gebäude wurde vom Chillon-College genutzt und 1933 durch einen Brand zerstört. Ein bestehendes Nebengebäude dient heute als Seniorenresidenz.

Lage

Datei:Hotel Byron from Glion, Geneva Lake, Switzerland-LCCN2001702454.png
Links Hôtel Byron, im Vordergrund Schloss Chillon, rechts Villeneuve und die Simplonlinie, vor 1900.
Datei:Hubert Sattler Schloss Chillon.jpg
Gemälde vom Genfersee mit Schloss Chillon, links im Hintergrund das Hôtel Byron

Das Gebäude befand sich gegenüber dem Schloss Chillon nördlich des heutigen Stadtzentrums von Villeneuve am Ufer des Genfersees.<ref>Hôtel Byron auf der Siegfriedkarte. In: map.geo.admin.ch. Abgerufen am 14. Dezember 2011</ref> An dieser Stelle hatte Aimon, Sohn von Thomas I. von Savoyen, im 13. Jahrhundert ein herzogliches Haus errichtet.<ref>Louis Vulliemin, G.H Wehrli-Boisot: Der Kanton Waat: historisch-geographisch-statistisch geschildert von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart: ein Hand- und Hausbuch für jedermann. Huber, 1847, S. 97 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Westlich des Hotels unmittelbar am See verläuft die Bahntrasse der Simplonlinie sowie die Avenue du Chillon, dort befindet sich die seit 1958 von der Trolleybuslinie Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve bediente ehemalige Tramhaltestelle Clos du Moulin.<ref>Siehe Stadtplan bei 46° 24′ 20,8″ N, 6° 55′ 48,8″ O

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   |name=Haltestelle Clos du Moulin
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  }}. Ehemaliger Name Byron.</ref> In südlicher Richtung erreicht man über die leicht abfallende Avenue de Byron<ref>Siehe Stadtplan bei 46° 24′ 12,5″ N, 6° 55′ 43,7″ O
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  }}.</ref> die etwa 400 Meter entfernte Ortsmitte von Villeneuve sowie Bahnhof und Schiffsanleger.

Geschichte

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BW

Bau

1837 bestätigte Vincent Masson-Vallon, ein Händler aus Vevey und Bürger von Veytaux, in einem Brief an den ausführenden Architekten Jean Marc Louis Junod den Bau des Hotels.<ref name="htr"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hôtel Byron, Villeneuve (VD) (Memento vom 12. November 2010 im Internet Archive). In: htr hotel revue.</ref> Am 14. Februar 1840 wurde das Hotel in der Gazette de Lausanne zur Vermietung ausgeschrieben, um im Juni des Folgejahres eröffnet zu werden.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />GRAND HOTEL A LOUER. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 14. Februar 1840, S. 4.</ref> Mit seiner Einweihung am 27. Mai 1841<ref name="eroeff"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 28. Mai 1841, S. 4</ref><ref>Roland Flückiger-Seiler: Hotel Paläste zwischen Traum und Wirklichkeit: Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830–1920. 2003.</ref> begründete es als erstes Hotel den Tourismus im Ort.<ref>Michèle Grote: Villeneuve. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. November 2017, abgerufen am 11. Oktober 2020.</ref> Das Hotel trug ab 1839 den Namen von George Gordon Byron, genannt Lord Byron,<ref name="htr" /> der 1824 verstorben war, jedoch mehrfach in der Region residiert hatte.<ref>Lord Byron. auf montreux-vevey.com. Abgerufen am 14. Dezember 2011.</ref> Es handelte sich um die erste in völliger Abgeschiedenheit erbaute Hotelanlage der Schweiz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.historischehotels.ch auf historischehotels.ch</ref> Das in klassischer Architektur gehaltene Gebäude verfügte über eine prächtige Halle,<ref name="tagebuch">Fanny Lewald: Sommer und Winter am Genfersee: ein Tagebuch. S. 206 ff. (books.google.de).</ref> grossräumige Salons und reich ausgestattete Appartements<ref name="eroeff" /> und war damals das grösste Hotel an der Waadtländer Riviera.<ref name="htr" /> Die 15 Fensterachsen verteilten sich auf beidseits einen dreiachsigen Seitenrisalit und in der Mitte einen ebenfalls dreiachsigen Mittelrisalit mit vorgebauter Loggia, dazwischen dreiachsige Zwischentrakte.<ref name="rfs107" /> Die Küche befand sich im Untergeschoss.<ref>Roland Flückiger-Seiler: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen: Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830–1920. hier+jetzt, Baden 2001, S. 60.</ref>

Nutzung als Hotel

Im Verlauf des Jahres 1841 logierten 547 Familien im Byron.<ref name="azm">Beilage zur Allgemeinen Zeitung München, 3. Februar 1843. In: Allgemeine Zeitung 1843, S. 271. Auf books.google.de.</ref> Der erste Besitzer hatte Hoffnungen auf die Nutzung einer Schwefelquelle gesetzt, musste jedoch ruiniert aufgeben.<ref>Heinrich Runge: La Suisse: collection de vues pittoresques avec texte historique-topographique. Band 3. Gustav Georg Lange, Darmstadt 1866, S. 241 (books.google.de).</ref> Johann Jacob Weber schrieb 1854 darüber, dass „der Erbauer bei seinem Unternehmen zu Grunde ging.“<ref>Johann Jakob Weber: Illustrirter Alpen-Führer: Malerische Schilderungen des Schweizerlandes. 1854 (books.google.de).</ref> Ende Januar 1843 versuchte der Eigentümer, Hotel und zugehörige Gebäude zu versteigern. In den Kantonen Waadt und Genf waren Versteigerungen untersagt, weshalb diese von der Gemeinde Menzingen im Kanton Zug ausgeschrieben und verbürgt wurde. Dem Verkäufer wurde vorgeworfen, bei der Preisschätzung von 1.200.000 Franken übertrieben zu haben.<ref name="azm484">Beilage zur Allgemeinen Zeitung München, 6. März 1843. In: Allgemeine Zeitung. 1843, S. 484. Auf books.google.de.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Avis. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 24. Januar 1843, S. 4.</ref> Die Regierung des Kantons Waadt schätzte den Wert des Hotels auf 120.000 Schweizer Franken, Nebengebäude und Lehnshäuser auf weitere 27.000 Franken und das dazugehörige Landgut mit Rebland und Baumgärten auf 100.000 Franken. Dem Mobiliar wurde ein Wert von 56.000 Franken zugewiesen.<ref name="azm" /> Am 3. Februar 1843 berichtete die Allgemeine Zeitung München, dass Liebhaber des Hotels Aktien angenommen und den Wechsel der Hauptdirektion bezahlt hätten.<ref name="azm" /> Am 14.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Avis important. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 10. Mai 1844, S. 4.</ref> und 20.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Avis. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 19. Mai 1844, S. 5.</ref> Mai 1844 wurde das Mobiliar des Hotels zur Versteigerung angeboten, 1845 wurde das Gebäude erneut zum Verkauf angeboten.<ref>Audin (Jean Marie Vincent, M.): Guide du voyageur en Italie. Maison, 1850, S. 186 (books.google.de).</ref> 1846 lehnte die Gemeinde Villeneuve den Antrag ab, im Hotel ein Spielcasino einzurichten.<ref name="rfs107">Roland Flückiger-Seiler: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen: Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830–1920. hier+jetzt, Baden 2001, S. 107.</ref>

Für den 1. Juli 1849 wurde die Neueröffnung des Hotels durch die Witwe Monney angekündigt, die auch mit der Schwefelquelle warb,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chHôtel Byron. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 22. Juni 1849, S. 4.</ref> Reiseführer stuften das Hotel jedoch als veraltet ein. 1850 wurde durch Charles Boet die Renovierung des Hauses angekündigt,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hôtel Byron. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 26. Juni 1850, S. 4.</ref> 1853 revidierten die Reiseführer nach dem Bau eines Bades ihre Meinung.<ref name="htr" /> 1857 erhielt Villeneuve mit der Eröffnung der Bahnverbindung nach Bex durch die Compagnie de l’Ouest Suisse einen Eisenbahnanschluss, 1861 wurde die Verbindung nach Lausanne als Teil der Simplonlinie fertiggestellt.<ref>Bahnstrecke Brig-Lausanne auf schienenverkehr-schweiz.ch. Abgerufen am 15. Dezember 2011.</ref> Im März 1861 wurde bekanntgegeben, M. Wolff habe das Hotel von Curtin de la Rottaz übernommen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chAnzeige (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 1. März 1861, S. 4.</ref> Wolff führte die Geschäfte mit seinem Bruder Gustave, einem Norddeutschen,<ref name="reimer" /> der auch das Hôtel de l'Écu in Genf betrieb.<ref name="werb">Werbung in: John Murray: A handbook for travellers in Portugal: A complete guide for Lisbon, Cintra, Mafra, the British battle-fields, Alcobaça, Batalha, Oporto. J. Murray, 1864 (books.google.de).</ref> Damals wurde es mit Parks und Gärten, einem Lesesaal und Billard beworben.<ref name="werb" /><ref>Werbung in Frédéric Marguéron (Hrsg.): Guide autour du lac de Genève et dans la vallée du Rhône supérieur. Marguéron, 1862 (books.google.de).</ref> Die beiden Wolffs als auch ihr Nachfolger scheiterten, so dass es zwischenzeitlich geschlossen blieb.<ref name="nineteeth">Nineteenth Century Hotels In Switzerland, 1927. Abgerufen am 15. Dezember 2011</ref> 1868 schreibt George Bradshaw jedoch von einer hohen Reputation, von wöchentlichen Gottesdiensten in englischer Sprache im Wechsel mit dem Hôtel des Alpes und von Omnibus-Verbindungen vom Hotel zu allen am Bahnhof Villeneuve verkehrenden Personenzügen,<ref>George Bradshaw: Bradshaw's pedestrian route-book for Switzerland, Chamouni, and the Italian lakes. Hrsg.: John Reynell Morell. W. J. Adams, 1868 (books.google.de).</ref> zudem wurde die Genehmigung zur Einrichtung eines Telegraphenbüros erteilt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chDernières Nouvelles (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 7. Mai 1868, S. 3.</ref> Der Transport mit eigenen Omnibussen wurde auch zum Anleger der Personenschifffahrt auf dem Genfersee und zu nahen Ausflugszielen angeboten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werbeanzeige des Hôtel Byron um 1870 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ccsa.admin.ch. Abgerufen am 15. Dezember 2011</ref><ref>Bret Harte: Overland monthly and Out West magazine. Band 11. Roman, 1873 (books.google.de).</ref> 1870 wurde es als Kurhotel empfohlen, obwohl die Schwefelquelle in Villeneuve nicht genutzt wurde.<ref>Max Wirth (Hrsg.): Allgemeine Beschreibung und Statistik der Schweiz. Buch 1. Das Land, 1870, S. 155, 157 (books.google.de).</ref> Ab 1872 wird in regelmässigen Werbeanzeigen in Gazette de Lausanne<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chHotel Byron (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 23. März 1875, S. 4.</ref> und Journal de Genève<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chHôtel Byron (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 9. März 1872, S. 5.</ref> wiederum G. Wolff als Besitzer genannt, der im April 1876 die Übertragung des Hotels an M. Emmerling ankündigte,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anzeige (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch in der Gazette de Lausanne, 10. April 1876, S. 4.</ref> der es ab Mai gemeinsam mit Rusterholz weiterführte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anzeige (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch im Journal de Genève, 3. Mai 1876, S. 4.</ref>

Datei:Villeneuve VD Lac Leman 01 crop hotel byron.png
Panoramablick auf den Bauplatz des Hotels mit bestehender Seniorenresidenz und den Genfersee

Bereits vor dem Anschluss an die lokale Gasversorgung 1876 verfügte das Hôtel Byron über eine Gasanlage. 1880 wird ein wöchentliches Taubenschiessen beworben,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hotel Byron (Villeneuve): Tir de pigeons (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 1. Juni 1880, S. 4.</ref> ein Jahr später kündigte der damalige Eigentümer Jean-Jacques de la Rottaz die Übertragung der Geschäftsleitung an Armleder Cadet an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Annonce (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch in der Gazette de Lausanne, 15. März 1881, S. 4.</ref> 1882 erwogen einige ausländische und lokale Mediziner, das Hotel zu kaufen und in ein Sanatorium umzuwandeln.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 20. Januar 1882, S. 3.</ref> Nachdem im Sommer 1883 das Telefonnetz in Montreux in Betrieb genommen war, war auch ein Anschluss des Hotels vorgesehen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 5. September 1883, S. 3.</ref> 1885 wurde der Verkauf des Hotels zur Liquidation einer Erbschaft angekündigt,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 4. Juli 1885, S. 2.</ref> aber nicht vollzogen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 17. August 1885, S. 2.</ref> Im Juli 1889 folgte der Anschluss an die Elektrizitätsversorgung in Montreux mit einer damals sehr beachteten Freileitung.<ref name="rfs107" /> Ab 1896 wurde über den Neubau der Strasse zwischen Villeneuve und Chillon nachgedacht, um die Verlängerung der Strassenbahn zu ermöglichen und auf den unfallträchtigen Bahnübergang vor dem Hotel verzichten zu können.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 10. November 1896, S. 2.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 21. November 1896, S. 2.</ref> Zum 1. April 1897 wurde das Hotel für 375.000 Franken an den damaligen Direktor Hermann<ref name="abschiedgehrig" /> Gehrig verkauft,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nouvelles des Cantons (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 22. Januar 1897, S. 1.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 22. Januar 1897, S. 2.</ref> der es seit dem 1. November 1885 neben dem Grand-Hôtel des Rochers de Naye führte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 6. November 1895, S. 2.</ref> Im selben Jahr wurde es für 400.000 Franken an eine Aktiengesellschaft weiterveräussert.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 22. Januar 1898, S. 2.</ref>

Von 1896 bis 1899 wurde eine umfangreiche Modernisierung durchgeführt, die den Kern des Gebäudes intakt liess, aber ihm den Charakter eines neuen Gebäudes gab: An der Seeseite wurde auf der gesamten Gebäudelänge eine verglaste Galerie angebaut, die bisherige Säulenvorhalle wurde an der Nordseite wieder aufgebaut. Hinzu kamen technische Verbesserungen,<ref name="gdl19799">@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chCanton de Vaud (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 19. Juli 1899, S. 4.</ref> beworben wurde die 1898 ergänzten<ref name="rfs107" /> Zentralheizung und Aufzug.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werbung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch in der Gazette de Lausanne, 1. September 1899, S. 4.</ref> Bereits im Februar 1899 war das Mobiliar zum Verkauf angeboten worden<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vente de Mobilier (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 19. Januar 1899, S. 4.</ref> und das Hotel nach der Renovierung neu eingerichtet.<ref name="gdl19799" /> Im Frühling 1900 erwarb das Hotel ein Automobil des Typs Panhard mit zehn Plätzen für den Betrieb auf der Hauptstrasse 9 von Villeneuve nach Veytaux und zum Schloss Chillon,<ref>Bibliothèque historique vaudoise (Hrsg.): Deux cents ans de vie et d'histoire vaudoises: la Feuille d'avis de Lausanne, 1762-1962. Band 33. Payot, 1962.</ref> bei der Fête des Narcisses wurde ein 20-Minuten-Takt angeboten,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 8. März 1900, S. 2.</ref> anschliessend wurden die regelmässigen Fahrten fortgesetzt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lausanne (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 16. März 1900, S. 2.</ref> In Chillon bestand Anschluss an die damalige Strassenbahn Vevey–Montreux–Chillon (VMC) zu den touristischen Zentren in Montreux und Vevey. Am 14. Dezember 1903 wurde diese über die Haltestelle Byron<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Januar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eingestellte-bahnen.ch. In: Eingestellte Bahnen in der Schweiz. Abgerufen am 14. Dezember 2011</ref> am Hotel bis Villeneuve mit der damaligen eigenständigen Strassenbahn Chillon–Byron–Villeneuve (CBV) verlängert.<ref name="htr" /> Gehrig, der weiterhin Direktor des Hotels geblieben war, verliess es zum 1. Juli 1906.<ref name="abschiedgehrig"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch, Gazette de Lausanne, 19. Juni 1906, S. 2.</ref> 1912 wurde ein Nebengebäude

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   |name=Résidence Le Byron
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   |type=landmark
  }} mit Baderäumen erbaut, das als einziges Bauwerk heute noch erhalten ist.<ref name="htr" /> 1923 verspricht eine Werbung des Hotels warmes Wasser in allen Zimmern, Tennis, Croquet und Golf sowie einen achteinhalb Hektar grossen Park,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werbung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch im Journal de Genève, 29. März 2013, S. 8.</ref> später wird es als Grand Hotel bezeichnet.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werbung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch im Journal de Genève, 25. September 1926, S. 3.</ref> 1926 wurde in Erwägung gezogen, einen Strand unterhalb des Hotels anzulegen,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Montreux-Plage (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 25. September 1926, S. 4.</ref> der am 26. Juni 1927 eingeweiht wurde.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />L'inauguration du «Montreux-Plage» (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 27. Juni 1927, S. 8.</ref>

Im Mai 1929 wurde der Verkauf des Hotels und des Mobiliars angekündigt,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />La vie économique (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 17. Mai 1929, S. 3.</ref> der am 23. Juni von der Aktionärsversammlung beschlossen wurde. Käufer für 800.000 Franken war das Chillon-College aus dem nahen Grandchamp, die Übergabe wurde auf den 1. Oktober festgesetzt.<ref name="gdl1929">@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chLa vie économique (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 23. Juni 1929, S. 2.</ref> Bis Juli warb das Hotel noch für seine Dienste,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chWerbung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot im Journal de Genève, 4. Juli 1929, S. 3.</ref> im Dezember wurde die Liquidation der Kapitalgesellschaft bekanntgegeben.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chLa vie économique (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 5. Dezember 1929, S. 4.</ref>

Chillon-College

In Folge diente das Gebäude dem Institut de jeunes gens de Chillon-College,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Il y a Byron et Byron (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 26. Januar 1933, S. 2.</ref> in dem einige hundert Schüler, vorwiegend aus dem englischen Kolonialgebiet, unterrichtet wurden.<ref>Schweizerisches: Waadt: Brand (PDF; 418 kB). In: Liechtensteiner Nachrichten, 28. Januar 1933, S. 3.</ref> Die singapurische Zeitung The Straits Times bezeichnete es als „Eton der Schweiz“.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/newspapers.nl.sgSwitzerland's Eton (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. In: The Straits Times, 17. Februar 1933, S. 8.</ref>

In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 1933 wurde das Hauptgebäude durch einen verheerenden Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chLa déstruction de l'hôtel Byron (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 25. Januar 1933, S. 3.</ref>

Brandkatastrophe

Am 24. Januar 1933, etwa 15 Minuten nach Mitternacht, wurden die Polizeiposten der umliegenden Kommunen wegen eines Feuers im Dachstuhl des Hotels alarmiert, die angerückte Feuerwehr aus Villeneuve konnte wegen vereisten Hydranten<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />L'ancien Hôtel Byron a brûlé (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 25. Januar 1933, S. 4.</ref> nichts gegen das Feuer unternehmen, bis gegen 0:30 Uhr Kräfte aus Veytaux vor Ort waren, die eine 600 Meter lange Leitung zum einzigen nutzbaren Hydranten installierten. Das nahe Seewasser des Genfersees konnte nicht genutzt werden, weil keine Saugpumpen in der Nähe verfügbar waren und für die Simplonstrecke zwischen Hotel und See für 1:30 ein Zug angekündigt war. Das Feuer hatte im Dachstuhl des vierstöckigen Gebäudes begonnen, die Ausbreitung war durch diverse Stücke aus Holz auf dem Speicher vereinfacht worden. Man vermutete am Folgetag, dass ein defekter Schornstein oder ein am Vorabend nicht ausgemachtes Feuer Grund für die Entzündung gewesen sei, zumal gegen 23 Uhr des Vortags eine Explosion in einem Schornstein zu hören gewesen sei. Wegen der Höhe des Brandherdes erwiesen sich die Löschbemühungen als nutzlos und eine Dreiviertelstunde nach Ausbruch des Feuers stürzte der Dachstuhl zusammen und der Brand breitete sich auf die unteren Etagen aus. Gegen vier Uhr morgens war das Feuer unter Kontrolle, jedoch hatte man die oberen Stockwerke bereits aufgegeben und beschränkte sich inzwischen auf die Rettung des Erdgeschosses. Mit der Morgendämmerung löste die Feuerwehr aus Châtelard ihre übermüdeten Kollegen ab und eine Pumpe aus Bex ersetzte jene aus Aigle. Die Internatsschüler des Institut de jeunes gens de Chillon-Collège konnten das Gebäude unbeschadet verlassen und halfen bei der Rettung des Mobiliars.<ref name="gdl25">@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chLe feu détruit entièrement l'hôtel Byron à Villeneuve (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 25. Januar 1933, S. 2.</ref>

Der gesamte finanzielle Schaden wurde mit 750.352 Franken angegeben.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Les incendies en 1933 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 29. April 1934, S. 3.</ref>

Heutige Nutzung

Datei:Hotel-byron-et-chateau-de-chillon.png
Das Nebengebäude, im Vordergrund links Schloss Chillon

Nach der Katastrophe wurde überlegt, das Gebäude im modernen Stil aus Stahlbeton wieder aufzubauen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chAprès le sinistre de Villeneuve (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 1. Februar 1933, S. 4.</ref> 1938 wurde das Gelände zum Verkauf angeboten.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vente d'immeubles (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 10. März 1938, S. 6.</ref> Das 1912 erbaute Nebengebäude wurde ab den 1970er Jahren als Erholungsheim genutzt und heute als Pflegeheim und Seniorenresidenz Le Byron.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Résidence Le Byron (Memento vom 2. Juni 2010 im Internet Archive) auf boas.ch. Abgerufen am 14. Dezember 2011.</ref> Dieses ist durch das Gesundheitsamt anerkannt und Mitglied des Pflegenetzwerks ASCOR.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Résidence Le Byron (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. August 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.reseau-ascor.ch bei reseau-ascor.ch. Abgerufen am 17. Dezember 2011.</ref> Trotz der Umwidmung wurden keine grösseren Umbauten vorgenommen.

Rezeption und Gäste

Datei:Engraving hotel byron villeneuve.jpg
Werbung um 1870 als Holzschnitt

Das noble Hotel erschien 1844 erstmals im Baedeker-Reiseführer, der es jedoch bereits 1848 als ausser Betrieb beschreibt: „Zwischen Chillon und Villeneuve reckt das Hotel Byron, vor wenigen Jahren als großartiger Gasthof ausgefuhrt, aber rasch verfallen, seine öden Mauern in die Lüfte.“<ref>Baedecker 1848, S. 285, zitiert nach Eva Martina Hanke: Wagner in Zürich: Individuum und Lebenswelt. Bärenreiter, 2007.</ref> Nach einer erfolglosen Zeit zählt die Beilage Der Sammler zur Augsburger Abendzeitung aus dem Jahr 1865 das Byron wieder zu den weltberühmten Gasthöfen der Schweiz.<ref>Der Sammler. Jahrgang 34. Augsburger Abendzeitung, 1865, S. 603 (books.google.de).</ref> Hermann Reimer betont 1869 die Eignung als Winterkurort, die frische, wundervolle Lage und den höchsten Komfort, bemängelt jedoch die Einsamkeit und die fehlende Morgensonne.<ref name="reimer">Hermann Reimer: Klimatische Winterkurorte mit besonderer Rücksicht auf die Winterstationen der Schweiz, Tirols, Oberitaliens und des südlichen Frankreichs: Ein Leitfaden für Aerzte u. Laien. Gg Reimer, 1869, S. 52 (books.google.de).</ref> 1887 wird es in einem von George Bradshaw initiierten Führer als first class hotel in vorzüglicher Lage bezeichnet, das ausserdem die am nächsten am Schloss Chillon gelegene Unterkunft sei.<ref>Bradshaw's monthly continental railway, steam transit, and general guide, for travellers through Europe. Ausgabe 482. Adams & Sons, 1887 (books.google.de).</ref> Das Hotel wurde mehrfach für Kongresse und Tagungen genutzt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Confédération (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Journal de Genève. 23. Juli 1925, S. 8.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 10. November 1925, S. 2.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Le Congrès du Ruban blanc (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 30. Juli 1928, S. 2.</ref>

Als Gäste im Hotel residierten Franz Liszt,<ref name="nineteeth" /> Otto von Bismarck,<ref name="luftkur">Montreux: Luftkurort am Genfersee. Société de l'imprimerie et lithographie, 1901, S. 38, 56 (books.google.de).</ref> Ernest Renan<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chCanton de Vaud (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 29. April 1886, S. 2.</ref>, Henryk Sienkiewicz<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chHôtes de marque (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 19. April 1909, S. 3.</ref>, die Frau des Physikers John Hopkinson während dessen Beerdigung<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 2. September 1898, S. 3.</ref> und Richard Wagner<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chWagner en Suisse (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 10. Dezember 1911, S. 2f.</ref><ref>Wagner, Richard: Mein Leben. München 1963, S. 228–461. auf zeno.org. Abgerufen am 14. Dezember 2011</ref>, der hier 1850 „eine sonderbare Katastrophe seines Schicksals erlebte.“<ref>Eva Rieger, Hiltrud Schroeder: Ein Platz für Götter: Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz. Böhlau Verlag, Köln, Weimer 2009, S. 35 f. (books.google.de).</ref> Giuseppe Garibaldi übernachtete im September 1867 vom Simplonpass kommend auf dem Weg nach Genf im Byron.<ref name="tagebuch" /><ref>Straubinger Tagblatt. Band 7, 1867 (books.google.de).</ref> Victor Hugo erwog nach seinem Aufenthalt,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chVictor Hugo à l'hôtel Byron (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Gazette de Lausanne. 24. August 1883, S. 3.</ref> zu dem eine Besuchsfahrt mit 450 Menschen organisiert wurde,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chFaits Divers (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 21. August 1883, S. 3.</ref> das „Hotel mit dem reizenden Park“ zu seinem Ruhesitz zu machen,<ref name="luftkur" /> wie es beispielsweise der in Montreux bekannte Veteran T.F. Gibbs tatsächlich tat.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 15. Februar 1916, S. 3.</ref> Romain Rolland lebte von 1922 bis 1938 in der zum Hotel gehörenden Villa Olga<ref>Visite de la Villa Olga bei der Association Romain Rolland, abgerufen am 8. Dezember 2012</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Villa historique à vendre (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 7. September 1966, S. 17.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Le souvenir de Romain Rolland à Villeneuve (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 17. Oktober 1950, S. 4.</ref> und empfing dort unter anderem Mahatma Gandhi<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Le mahatma Gandhi à Villeneuve (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 10. November 1931, S. 2.</ref><ref>Jeanlouis Cornuz: Les caprices: les désastres de la guerre. l'age d'homme, 2000 (books.google.de).</ref><ref>HelveticArchives. Abgerufen am 15. Dezember 2011</ref> und Stefan Zweig.<ref>Oliver Matuschek: Stefan Zweig: drei Leben – eine Biographie, Fischer 2006, ISBN 978-3-10-048921-0, S. 155.</ref> Ausserdem wurde das Hotel von Edgar Quinet, Elisée Reclus, Gustave Courbet, Waldo Frank, Ossip Gabrilowitsch, Tomáš Garrigue Masaryk,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.letempsarchives.chConfédération (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Journal de Genève. 21. November 1923, S. 8.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 25. April 1924, S. 4.</ref> Thomas Morland<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Canton de Vaud (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.letempsarchives.ch In: Gazette de Lausanne. 26. Mai 1925, S. 2.</ref> und Rabindranath Tagore besucht.<ref name="nineteeth" />

Der amerikanische Jugendschriftsteller Jacob Abbott beschreibt in seinem Buch Rollo in Geneva, wie die Protagonisten den Park mit den breiten Schotterwegen, die Terrassen sowie die Feierlichkeiten der Gäste und den von Kindermädchen betreuten Nachwuchs betrachten.<ref>Jacob Abbott: Rollo in Geneva. In: Rollo’s tour in Europe. Band 7. Sheldon & Co., 1868 (books.google.de).</ref>

Literatur

  • Roland Flückiger-Seiler: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830–1920. 2., erweiterte und korrigierte Auflage. hier+jetzt, Baden, AG 2005, ISBN 978-3-906419-68-8, S. 105–107.
  • La déstruction de l’hôtel Byron. In: Gazette de Lausanne. 25. Januar 1933, S. 3.
  • Olivier Gaillard : Une histoire de Veytaux 2, Acte 2 : L'Hôtel Byron, 2023, L'homme qui rit, Olivier Gaillard éditeur. ISBN 978-2-970-11933-3. 196 pages consacrées à l'histoire de l'hôtel Byron.

Weblinks

Commons: Hôtel Byron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 46° 24′ 16,6″ N, 6° 55′ 47,2″ O; CH1903: 560869 / 139378

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