Hämatine
Hämatine [Hydroxoeisen(III)-Porphyrin-Koordinationskomplexe] sind Komplexverbindungen der Häme mit dem Eisen-Ion in der Oxidationsstufe +III und einem Hydroxid-Ion als axialem Liganden.<ref name="F. Haurowitz">F. Haurowitz: Progress in Biochemistry Since 1939. S. Karger AG, 1950, ISBN 978-3-318-05066-0, S. 171 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Singhal Atul">Singhal Atul: The Pearson Guide to Objective Chemistry for the AIEEE. Pearson Education, 2010, ISBN 978-81-317-3381-3, S. 17 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Eigenschaften
Das Hämatin b des Häm b wird kurz als Hämatin bezeichnet, mit der Summenformel C34H32N4O4·FeOH, der Molmasse 633,49 g/mol und der CAS-Nummer Vorlage:CASRN.<ref name="scbt.com">Santa Cruz Biotechnology: Hematin | CAS 15489-90-4 | SCBT - Santa Cruz Biotechnology, abgerufen am 25. Januar 2025</ref>
Hämatine sind dunkelbraune oder schwarze Verbindungen, die wenig löslich in Säuren und löslich in Laugen sind.<ref name="odmu.edu.ua">MINISTRY OF HEALTH PROTECTION OF UKRAINE ODESSA NATIONAL MEDICAL UNIVERSITY: Мethodological development to lectures on PATHOMORPHOLOGY, abgerufen am 27. Januar 2025</ref>
Auftreten
Im Blut findet sich Hämatin (als Derivat von Hämoglobin bzw. als prosthetische Gruppe des Methämoglobins) nur unter pathologischen Bedingungen wie Hyperchromie infolge perniziöser Anämie, bei toxischen Prozessen wie der Phosgen-Vergiftung und anderen mit einer Hämatinämie verbundenen Störungen des Hämoglobinabbaus.<ref> Hämatin kann zu Gallenfarbstoffen abgebaut werden. Vgl. Konrad Bingold, Walther Stich: Diagnose und Therapie der Hämoglobinstoffwechselstörungen. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 76–79, hier: S. 79.</ref>
Hämatin ist ein schwarzes Pigment, das beim Zusammentreffen von Hämoglobin und Säuren, beispielsweise bei Magenblutungen durch Einwirkung von Salzsäure, entsteht. Es lässt sich jedoch auch bei Vergiftungen und Erkrankungen nachweisen.<ref name="978-3-642-85729-4_S931">Bausteine des Tierkörpers II. Springer Berlin Heidelberg, ISBN 978-3-642-85729-4, S. 931 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Seine Ausscheidung zeigt sich als Teerstuhl, Erbrochenes ist ebenfalls schwarz (Kaffeesatzerbrechen).<ref>T. Hunt: Haematemesis and Melaena. In: BMJ. Band 1, Nr. 4915, 19. März 1955, S. 717–719, doi:10.1136/bmj.1.4915.717, PMID 14351764, PMC 2061441 (freier Volltext).</ref>
Anmerkungen
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