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Gutenbach (Schwarzer Kocher)

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(Weitergeleitet von Hungerbrunnen (Wolfertstal))

Vorlage:Infobox Fluss Der Gutenbach, auch Langertbach und Wolfertsbach genannt, ist ein linker Zufluss des Schwarzen Kochers in Oberkochen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Name

Der Gutenbach trägt drei Abschnittsnamen. Im Wolfertstal heißt er zunächst Wolfertsbach, dann ab dem Zufluss vom Langertbrunnen am Nordrand von Oberkochen zusammen mit dessen kurzem Quellablauf Langertbach bis zur Katzenbachstraße im Ort und erst von dort an Gutenbach.<ref name="GeNa-Abschnittsnamen" group="LUBW" />

Geographie

Gutenbachquellen

Ursprung des Gutenbachs sind drei Karstquellen im sich in einem Rechtsbogen im Norden um den Volkmarsberg legenden Wolfertstal. Alle schütten aus dem Seichten Karst im Übergangsbereich der Oxfordkalke zu den Oxfordmergeln. Sämtliche Quellen des Gutenbachs liegen an der Oberkochener Route des Karstquellenwegs.

Hungerbrunnen

Die offizielle Quelle des Gutenbaches ist ein – auch so genannter – Hungerbrunnen fast am nördlichsten Punkt der gebogenen Talmittenlinie wenig östlich des Lothringer Kreuzes auf etwa Vorlage:Höhe. Er schüttet nur nach der Schneeschmelze und bei hohen Niederschlägen. Am Beginn des Bachbetts sammelt sich dann von mehreren Seiten Wasser und sprudelt aus mehreren Quellen mitten aus der Wiese. Der Hungerbrunnen wurde durch Erdauffüllungen und die hier verlaufenden Leitungen der Landeswasserversorgung stark verändert.

Oberhalb der ersten Quelle ist das Wolfertstal ein Trockental. Allerdings fließen nach starken Niederschlägen und nach der Schneeschmelze aus dem Gebiet des oberhalb des Hungerbrunnens am Weg nach Essingen liegenden Eichertbrünneles erhebliche Mengen an Oberflächenwasser in zwei Bächen links und rechts des Weges zum Hungerbrunnen.

Neubrunnen

Der auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> liegende Neubrunnen Vorlage:Coordinate im Wolfertstal ist eine beständige Quelle, die etwa 4 l/s schüttet. Er liegt weniger als 200 Meter vor dem ersten Haus von Oberkochen an einer geologischen Verwerfung; durch den Versatz wasserführender Kalkschichten gegen stauende Mergel kommt es hier zum unterirdischen Wasserstau mit Quellaustritt. Der abfließende Bach des früher offenen Brunnens läuft heute seitlich in den Gutenbach.

Langertbrunnen

Der Langertbrunnen Vorlage:Coordinate ist die größte Quelle des Gutenbaches. Sie liegt auf etwa Vorlage:Höhe.<ref name="Infotafel-Karstquellenweg-Höhe" /> Das Wasser fließt nach kurzem Lauf vom linken Talhangfuß am Nordrand von Oberkochen in den Gutenbach. Der Langertbrunnen liegt an der Schichtgrenze von Weißjura Alpha zu den aufliegenden wasserdurchlässigen Beta-Kalken. Die Quelle versiegt bei niedrigem Grundwasserstand. Ihr Einzugsgebiet ist der Langert, eine größtenteils schon zu Aalen gehörende, bewaldete Hochfläche vom Einschnitt des Wolfertstals nordwärts bis zum Albtrauf. Der Langertbrunnen wird auch Schlachtquelle genannt.

An dieser in den 1980er Jahren auf Privatinitiative gefassten Quelle befindet sich ein Wasserspielplatz mit Wassertretanlage. Dieser Wasserspielplatz wurde im Frühjahr 2026 teils abgerissen, teils mit Schotter aufgefüllt. Nur noch eine grüne Mauer mit mehreren Zuflüssen erinnert daran.

Verlauf

Der Gutenbach fließt nach der Speisung aus dem Langertbrunnen erst in südliche Richtung. Er passiert den Luggenlohbrunnen, eine für die Trinkwasserversorgung gefassten Quelle auf 508 m ü. NHN am rechten Hangfuß. Der Luggenlohbrunnen liefert mit bis zu 450.000 m³ pro Jahr die Hälfte des Oberkochener Trinkwasserbedarfs.

Danach wechselt er auf Südostlauf und läuft durch einen Park entlang der Walther-Bauerfeldstraße. Ab kurz vor der Aalener Straße ist sein restlicher Unterlauf unterirdisch verdolt. Nach insgesamt 3,1 km ab dem Hungerbrunnen mündet er dort, wo sich die beiden Kocherarme vor der Firma C.D. Wälzholz vereinigen, aus einem unterirdischen Kanal mit Rechteckprofil in den Schwarzen Kocher.

Siehe auch

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Gutenbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

   <ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
   <ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW">Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Länge:

   <ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
   <ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

EZG:

   <ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="GeNa-Abschnittsnamen" group="LUBW">Abschnittsnamen nach dem Layer Gewässername.</ref>

</references>

Andere Belege

<references>

   <ref name="BfL-171">Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="Infotafel-Karstquellenweg-Höhe">Infotafel des Karstquellenweges</ref>

</references>

Literatur

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7126 Aalen und Nr. 7226 Oberkochen
  • Geologische Karte 1:25.000 von Baden-Württemberg, Blatt Nr. 7126 Aalen mit Erläuterungsheft. Herausgegeben vom Geologischen Landesamt und dem Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1980

Weblinks

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