Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Mann mit dem Hammer – Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie Zum Inhalt springen

Mann mit dem Hammer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Hungerast)

{{#if: behandelt den Begriff im Ausdauersport, für die gleichnamige Skulptur siehe Der Mann mit dem Hammer.

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}}

Datei:Boston marathon mile 25 helper 050418.jpg
Ein Marathonläufer bekommt nach etwa 40 Kilometern Aufmunterung

Der „Mann mit dem Hammer“ ist eine im Ausdauersport gebräuchliche Bezeichnung für einen plötzlichen Leistungseinbruch infolge Kohlenhydrat­mangels bzw. Hypoglykämie.<ref>Andreas Maisch: Wenn der Mann mit dem Hammer kommt. In: Die Welt. 28. September 2007, abgerufen am 21. Oktober 2020.</ref> Gelegentlich wird das Phänomen auch als „vor die Wand laufen“ (nach der im Englischen dafür gebräuchlichen Bezeichnung „hitting the wall“) oder insbesondere im Radsport und Skilanglauf als „Hungerast“ bezeichnet.<ref>check-up.ch: Mythos Fettstoffwechsel & Marathon (PDF; 29 kB)</ref>

Ursachen

Als Ursache gilt, dass die Muskeln dem Blut die benötigte Energie als Glucose entziehen. Damit der Blutzuckerspiegel nicht abfällt, wird Glykogen aus Muskeln und Leber zu Glucose abgebaut. Ohne Nahrungsmittelzufuhr kann die Leber den Blutzuckerspiegel nur eine bestimmte Zeit konstant halten und es kommt zum Hungerast.<ref name="Sienk08"> Nis Sienknecht: Die 100 besten Tipps für Rennradfahrer. Hamburg Spomedis Verlag, 2008, S. 101.</ref> Danach kann der Ausdauersportler die erforderliche Energie nur durch Verbrennung des in Fettzellen gespeicherten Fettes gewinnen, was für den Organismus eine deutlich erhöhte Belastung und unter anderem einen erheblich gesteigerten Sauerstoffbedarf zur Folge hat.<ref>Herbert Steffny: Das große Laufbuch Verlag südwest, München 2004, S. 63.</ref>

Symptome

Das Absinken des Blutzuckerspiegels führt zu Glucosemangel des Zentralnervensystems. Dabei kann es zu Müdigkeit, Schwindel oder gar zum Verlust des Bewusstseins kommen.<ref name="Sienk08"/> Langstreckenläufer berichten von einem drastischen Ermüdungsschub etwa ab dem dreißigsten Kilometer, der sich durch zunehmendes Schweregefühl in den Beinen, Gelenkschmerzen, Ansteigen der Körpertemperatur und allgemeines Unwohlsein äußere.

Abhilfe

Gegenmaßnahmen sind neben Ausdauertraining, bei dem der Körper vor allem an die Bereitstellung von Energie aus Fettzellen gewöhnt wird, das rechtzeitige Zuführen geeigneter Kohlenhydrate während des Sports, zum Beispiel durch Kohlenhydratgels. Eine zusätzliche mentale Vorbereitung kann helfen, die psychischen Folgen des Einbruchs zu überwinden.<ref>Ole Petersen: Marathon: Das 4-Stunden-Programm. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2003, S. 158.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>