Burchardinger (rätisches Adelsgeschlecht)
Die rätischen Burchardinger (auch Hunfridinger), auch Burcharde, waren eine adlige Familie des 10. Jahrhunderts mit Besitz vor allem in (Chur-)Rätien am Hochrhein.
Die Familie leitet sich von Markgraf Hunfried von Rätien ab und stellte mit Burchard I., Burchard II. und Burchard III. als Namensgeber des Geschlechts drei frühe Herzöge von Schwaben.
Aufgrund des Leitnamens „Burchard“ wurde von Wissenschaftlern der Vergangenheit fälschlicherweise angenommen, die Hohenzollern würden von den Burchardingern abstammen.<ref>Wolfgang Neugebauer: Die Hohenzollern, Band 1. Anfänge, Landesstaat und monarchistische Autokratie bis 1740, 1996, S. 12.</ref> Die Stammreihe der Hohenzollern beginnt mit Burchard I. von Zolorin († 1061).
Stammliste
Spekulationen über Burchard III.
Es wird, wie auch hier in der Stammliste, immer wieder angeführt, dass Herzog Burchard III. vor seiner urkundlich gesicherten Ehe mit Hadwig eine vorangegangene Ehe eingegangen war, aus der auch Kinder hervorgegangen waren. Diese „erste Ehe“ mit Wieltrud einer Immedingerin ist wissenschaftlich nur Spekulation und lässt sich urkundlich nicht belegen. Gegen diese These spricht zudem, dass Kaiser Otto II. nach dem Tod Burchards III. 973 den schwäbischen Herzogstitel Otto I. übertrug, der aus einer anderen Linie stammte (nämlich der Liudolfinger). Hätte Burchard III. legitime Nachkommen gehabt, hätte der Kaiser diese in der Herzogsnachfolge schwerlich übergehen können.
Alfons Zettler schrieb dazu in seiner Geschichte des Herzogtums Schwaben: „Aber wir haben weder nähere Kunde davon, ob Burchards Ehe mit Hadwig seine erste war, noch ob daraus oder aus einer durchaus möglichen früheren Ehe Kinder hervorgegangen sind.“ (S. 150)
Literatur
- Otto Feger: Geschichte des Bodenseeraumes, Bd. 1, Lindau/Konstanz 1956, S. 196f.
- Herbert Berner (Hrsg.): Hohentwiel, Bilder aus der Geschichte des Berges, 2. Auflage. Konstanz 1957.
- Casimir Bumiller: Hohentwiel. Die Geschichte einer Burg zwischen Festungsalltag und großer Politik. 2. bearb. Auflage. Stadler Verlag, Konstanz 1997, ISBN 3-7977-0370-8.
- Roland Kessinger und Klaus Michael Peter (Hrsg.): Hohentwiel Buch, Singen, Bonn 2002, ISBN 3-933356-17-2.
- Alfons Zettler: Geschichte des Herzogtums Schwaben, Stuttgart 2003, ISBN 3-17-015945-3.
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
| {{#if: 66
|
| Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
}}{{#if: 123211425
| {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|123211425}}
| {{#if:
| Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
}}
| Vorlage:NDB – GND unzulässig
}}
| {{#if:
| {{#if:
| {{#ifeq: 186955 | 4526413
|
| Vorlage:NDB – 7= ist obsolet, jetzt SFZ=
}}
}}
| {{#ifeq: | 1
|
|
}}
}}
}}{{#if:
| {{#ifeq: 186955 | 11376103
|
| Vorlage:NDB – Werktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
}}
}}
}}{{#if:
| {{#if:
|
|
}}
}}
Weblinks
- Adalbert der Erlauchte, bei Genealogie Mittelalter
- „Hunfridinger“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 66 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/.htm
Einzelnachweise
<references />