Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Fliederbeersuppe – Wikipedia Zum Inhalt springen

Fliederbeersuppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Holundersuppe)
Datei:Fliederbeersuppe.JPG
Ein Teller Fliederbeersuppe (mit Grießklößen und Apfelstücken)

Die Fliederbeersuppe (oder Fliederbeerensuppe, Holundersuppe bzw. Holunderbeerensuppe, in Österreich auch Hollersuppe) ist eine typische Spezialität Norddeutschlands und Dänemarks, die insbesondere in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet ist und eine entsprechende Tradition in der Pommerschen Küche hat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Holunderbeeren-Suppe. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. April 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/shop.klatschmohn.de (PDF; 637 kB, S. 19). In: Magrit Göllnitz: Nostalgische Gaumenfreuden aus Vorpommern. Urgroßmutters Erinnerungen für Leute von heute. (Rezepte, Tips, Volksbräuche, Spökerie). Klatschmohn Verlag, Rövershagen 2007, ISBN 978-3-933574-94-0.</ref> Ebenso hat sie ihren Platz in der Sächsischen Regionalküche<ref>Holundersuppe mit Grießklößchen. In: Gudrun Ruschitzka: Sächsisch kochen. Traditionelle Rezepte, die leicht gelingen und Interessantes über die sächsische Küche (= GU-Küchen-Ratgeber). Gräfe und Unzer, München 1995, ISBN 3-7742-1941-9.</ref>, in der Österreichischen und in der Vogtländischen Küche.

Es handelt sich um eine Fruchtsuppe, die aus dem Saft der Beeren des Schwarzen Holunders (die als Fliederbeeren bezeichnet werden) hergestellt und heiß mit Mehlklößchen (sog. Klackerklümp) oder Grießklößen (gelegentlich auch mit Schwemmklößen) gegessen wird.

Die Fliederbeersuppe wird – entsprechend der Reife der Holunderbeeren – insbesondere im Herbst und Winter gegessen.

In Schleswig-Holstein wird die Fliederbeersuppe auch Knicksupp genannt, da Fliederbeerbüsche in den holsteinischen Knicks verbreitet sind und die Beeren häufig dort gesammelt werden.<ref>FUNKE Mediengruppe: Die Fliederbeersuppe lässt Sie aufblühen. In: abendblatt.de. 1. Juli 2010, abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref>

Zubereitung

Bei der Zubereitung werden frische Holunderbeeren mit Zucker gekocht, gesiebt und der entstandene Saft mit Speisestärke gebunden (eingedickt) mit Zitronenschale, ggf. Zitronensaft sowie geschälten Apfel- und Birnenstücken und den Grießklößen gekocht. Werden anstatt Grießklößchen Mehlklößchen verwendet, ist das Andicken normalerweise überflüssig. Gelegentlich werden als Gewürze Zimt und Gewürznelke hinzugegeben. In Ermangelung frischer Holunderbeeren kann auch Holunderbeersaft verwendet werden.

In Kärnten wird die Hollersuppe mit Wohlgemut (Oregano) und statt Zucker eventuell mit Honig aufgekocht. In Oberösterreich werden entsteinte Zwetschgen mitgedünstet, während im Vorarlberg die Hollerbeeren mit einem Teil Rotwein gekocht werden – dazu gebähte Semmelschnitten. In der Steiermark war die Hollersuppe eine beliebte Frühstückszugabe, etwas dicker eingekocht hieß die Suppe dann Hollermannl.<ref>Franz Maier-Bruck: Vom Essen auf dem Lande - das große Buch der österreichischen Bauernküche und Hausmannskost. Unveränd. Neuaufl Auflage. K & S, Wien 1999, ISBN 3-218-00662-7, S. 79, 240, 367, 523.</ref>

Literatur

  • Holunderbeerensuppe mit Klößchen. In: Isa Fuchs (Hrsg.): Suppen und Eintöpfe. Bassermann, Niedernhausen 1995, ISBN 3-8094-0223-0, S. 188.

Einzelnachweise

<references />