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Holmium(III)-oxid

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(Weitergeleitet von Holmiumoxid)
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Holmium(III)-oxid
Vorlage:Farbe Ho3+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Allgemeines
Name Holmium(III)-oxid
Andere Namen
Verhältnisformel Ho2O3
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 235-015-3
ECHA-InfoCard 100.031.820
PubChem 4232365
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 377,86 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

8,4 g·cm−3<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt

2330 °C<ref name="Sigma" />

Siedepunkt

3900 °C<ref name="Sigma" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Holmium(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide.

Geschichte

1878 entdeckten die Schweizer Chemiker Marc Delafontaine und Jacques-Louis Soret das Element Holmium spektroskopisch durch seine abweichenden Absorptionslinien. 1879 entdeckte der schwedische Chemiker Per Teodor Cleve das neue Element unabhängig von den beiden Schweizern und isolierte es als gelbes Oxid aus unreinem Erbiumoxid. Cleve wendete eine von Carl Gustav Mosander entwickelte Methode an; er trennte zunächst alle bekannten Verunreinigungen ab, bevor er versuchte, den Rest zu trennen. Er erhielt einen braunen Rest, den er Holmia nannte, sowie einen grünen Rest, der den Namen Thulia erhielt.

Erst 1911 gelang dem schwedischen Chemiker Holmberg die Gewinnung von reinem Holmiumoxid.

Vorkommen

Holmium(III)-oxid kommt natürlich in Spuren in den Mineralien Gadolinit, Monazit und in anderen Seltenerdmineralien vor.

Gewinnung und Darstellung

Holmium(III)-oxid entsteht bei der Oxidation von Holmium:

<math>\mathrm{4\ Ho\ +\ 3\ O_2 \longrightarrow\ 2\ Ho_2O_3}</math>

Es kann auch durch thermale Zersetzung von Holmiumsalzen wie Holmiumnitrat<ref name="buch">Gerd Meyer,Lester R. Morss: Synthesis of lanthanide and actinide compounds. Springer Netherlands, 1990, ISBN 978-0-7923-1018-1, S. 195 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> oder Holmiumoxalat gewonnen werden.

<math>\mathrm{Ho_2(C_2O_4)_3 \longrightarrow 2 \ Ho_2O_3 + 6 \ CO }</math>

Eigenschaften

Datei:Holmium(III) oxide.jpg
Holmium(III)-oxid: links: bei Tageslicht, rechts: bei Leuchtstofflampenlicht

Holmium(III)-oxid ist ein gelblicher Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.<ref name="Sigma" /> Er reagiert mit Säuren unter Kationenbildung, welche ihrerseits in Wasser schwach sauer reagieren.<ref>periodensystem-online: Holmium </ref>

Verwendung

Holmium(III)-oxid wird als Zusatz in Gläsern für optische Filter verwendet, da es in schmalen Frequenzbereichen im sichtbaren und UV-Licht eine starke Absorption zeigt.<ref>Hellma-analytics: Holmiumoxidglass-Filter</ref> Es wird auch bei der Herstellung von Halogen-Metalldampflampen eingesetzt.<ref name="reade">Reade: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Holmium Oxide Powder (Ho2O3) (Memento vom 9. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>

Literatur

  • D. W. Allen: Holmium oxide glass wavelength standards. In: Journal of Research of the National Institute of Standards and Technology. Band 112, Nr. 6, 2007, S. 303–306 (Abstract; Volltext; PDF).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Lanthanoidoxide