Heřmanův Městec
Vorlage:Infobox Ort in Tschechien
Heřmanův Městec (deutsch Hermannstädtel, auch Heřmanměstetz beziehungsweise Hermannstadt)<ref>Antonín Profous, Jan Svoboda: Místní jména v Čechách – Jejich vznik, původní význam a změny. Band 2: CH–L. Česká akademie věd a umění (deutsch: Tschechische Akademie der Wissenschaften und Künste), Prag 1949.</ref> ist eine Kleinstadt in Tschechien. Sie liegt 10 Kilometer westlich von Chrudim und gehört zum Okres Chrudim.
Geographie
Heřmanův Městec befindet sich am nördlichen Fuß des Eisengebirges (Železné hory) auf der Heřmanoměstecká tabule (Hermannstädtler Tafel). Das Stadtzentrum erstreckt sich in Ost-West-Richtung zwischen den Bächen Podolský potok und Konopka. Durch die Stadt führt die Staatsstraße I/17 zwischen Čáslav und Chrudim. Die Stadt liegt an den Bahnstrecken Heřmanův Městec–Borohrádek und Přelouč–Prachovice, wobei auf letzterer zwischen Heřmanův Městec und Prachovice nur noch Güterverkehr erfolgt.
Geschichte
Heřmanův Městec wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet und verdankt seinen Namen dem Gründer Hermann von Mrdice. Der erste erhaltene Bericht stammt vom 7. Oktober 1325.<ref name="Ceske-hory">Heřmanův Městec. In: České hory › Českomoravská vrchovina, Žďárské vrchy, Železné hory (deutsch: „Tschechische Gebirge › Böhmisch-Mährisches Hochland, Žďár-Hügel, Eisengebirge“). České hory, 2026. Auf Hermanuv-Mestec.Ceskehory.cz, abgerufen am 16. April 2026 (tschechisch).</ref> Die Stadt gehörte von 1457 bis 1538 den Trčka von Lípa, danach wechselnden Familien, ab 1661 (bis 1794) den Grafen Sporck, ab 1828 schließlich den Fürsten Kinsky.
Seit 1650 siedelten Juden in Heřmanův Městec, in einer eigenen Vorstadt, die zum Teil noch erhalten ist. Bekannt ist vor allem der große jüdische Friedhof, eine jüdische Schule und die Synagoge.<ref name="Ceske-hory" />
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die spätbarocke St.-Bartholomäus-Kirche<ref>Heřmanův Městec. Obec Info, 2026. Auf Obec-info.cz, abgerufen am 16. April 2026 (tschechisch).</ref> (erbaut 1756 bis 1762) und das Schloss (heute ein Altenheim, daher unzugänglich). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Heřmanův Městec als Sommerfrische von Künstlern beliebt, eine Reihe von Jugendstilhäusern stammt aus dieser Zeit.
Gemeindegliederung
Die Stadt Heřmanův Městec besteht aus den Ortsteilen Chotěnice (Chotienitz), Heřmanův Městec (Hermannstädtel), Konopáč (Konopatsch, früher Elisenthal) und Radlín (Radlin).<ref>Heřmanův Městec. In: Casti Obce Obec. Auf UIR.cz.</ref> Zu Heřmanův Městec gehören außerdem die Wohnplätze Chotěnická Dubina, Flusárna, Na Průhoně, Nová Doubrava (Neu Daubrawa), Nový Dvůr (Neuhof), Přibilov, Průhon (Pruhon), V Paláci und Vlastějov (Wlastejow). Grundsiedlungseinheiten sind Chotěnice, Heřmanův Městec, Konopáč, Nový Dvůr und Radlín.<ref>Heřmanův Městec. In: ZSJ-Obec. Auf UIR.cz.</ref>
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Chotěnice und Heřmanův Městec.<ref>Heřmanův Městec. In: Katastralni-Uzemi-Obec. Auf UIR.cz.</ref>
Städtepartnerschaft
Heřmanův Městec pflegt die folgende Städtepartnerschaft:<ref>Vorlage:Cite web</ref>
- Vorlage:CZE Bechyně, Tschechische Republik
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Emanuel Brik (1842–1925), Brückenbauer und Hochschullehrer
- Siegmund Feilbogen (1858–1928), Jurist, Nationalökonom, Pazifist
- Ernst Frischer (1887–1954), Ingenieur, tschechoslowakischer Politiker und 1935–1938 Vorsitzender der Jüdischen Partei
- Jiří Guth (1861–1943), Pädagoge, Literat
- Ludmila Seefried-Matějková (* 1938), Bildhauerin
Weblinks
- Offizielle Website von Heřmanův Městec (tschechisch)
- Panoramafotos von Heřmanův Městec auf VirtualCzech.cz
Einzelnachweise
<references />
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