Helmuth Gräff
Helmuth Gräff (* 12. April 1958 in Gars am Kamp) ist ein österreichischer Maler, Graphiker und Dichter. Gräffs malerischer Stil wurzelt einerseits im künstlerischen Erbe Vincent van Goghs,<ref>Helmuth Gräff, Akt – Landschaft – Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, S. 23</ref> andererseits kann er auch als Vorläufer oder Erbe der Neuen Wilden angesehen werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />THE EXCITEMENT CONTINUES Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II ( des Vorlage:IconExternal vom 3. Juli 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Leben und Werk
Privates
Helmuth Gräff ist Mitglied einer Künstler -und Politikerfamilie, deren Mitglieder auch als religiöse Freidenker galten und über ein eigenes Wappen verfügen.<ref name="Schaufenster">Magazin "Schaufenster" der Kultur.Region Niederösterreich, Ausgabe I, 2022: "Eine Familien-Ausstellung" S. 12-15; Passage siehe S. 14</ref> Die Familie ist mit den (De) Graeff aus Amsterdam stammesverwandt und deren überlieferte Abstammung liegt im historischen Land Krain im heutigen Slowenien.<ref>Familienverband Gräff-Graeff e.V. (englisch)</ref> Er wurde als Sohn des SPÖ-Lokalpolitikers und Schöffenrichters Rudolf Gräff (1919–2006) und der aus Wien-Schwechat stammenden Leopoldine Kimmerl (1923–2023) geboren. Sie ist eine Urenkelin des kaiserlichen Richters Matthias Kimmerl (1818–1883), nach dem die Wiener Kimmerlgasse benannt ist. 1983 ehelichte Gräff in erster Ehe die aus Wien-Nussdorf stammende Kunstprofessorin Martina Maria Gach, Tochter des Architekten Richard Gach. Sein Sohn Matthias Laurenz Gräff ist freischaffender Künstler und politischer Aktivist,<ref name="Schaufenster" /> sowie seit 2013 Obmann des weltweit tätigen Familienverband Gräff-Graeff e. V. Seit 2003 ist Gräff in zweiter Ehe mit der Garserin Sonja Egger verheiratet.
Helmuth Gräff leidet aufgrund eines Sportunfalls und Bruches von drei Brustwirbeln aus dem Jahr 1995 anhaltend im Rückenbereich, was ihn bei seiner künstlerischen Tätigkeit zunehmend beeinträchtigt. Laut Gräffs eigenem Bericht auf dessen Webseite unternahm er 2018 aufgrund der Zurücknahme eines mehrere hundert Zeichnungen und Ölgemälde umfassenden „Richard-Wagner-Lebenszyklus“ durch seinen Kunstsammler einen Suizid-Versuch mit einer 30-fachen Überdosis Insulin, das zu einer Apoplexie, und dadurch vorübergehend zu einem Sprachverlust führte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Persönliches und ausführliches Statement von Helmuth Gräff, 2019 (unter "Aktuelles") ( des Vorlage:IconExternal vom 1. März 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Magazin "Schaufenster" der Kultur.Region Niederösterreich, Ausgabe I, 2022: "Eine Familien-Ausstellung" S. 12-15; Passage siehe S. 15</ref>
Berufliches
Helmuth Gräff brach 1975 seine Schulausbildung im Alter von 17 Jahren ab,<ref name="NÖN,Gräff">NÖN. 'Ära in Gars geht zu Ende. „Aus“ für das Atelier von Helmuth Gräff'</ref> und studierte ab 1977 an der Wiener Kunstschule, unter anderen bei Fritz Martinz, ehe er 1979 an der Akademie der bildenden Künste Wien, Meisterklasse für Malerei, bei Gustav Hessing (Assistent Peter Dressler) und Friedensreich Hundertwasser das Studium der Malerei begann.<ref>Eintrag über Helmuth Gräff in der "Basis Wien"</ref> 1983 schloss er ein Studium mit dem Diplom zum Akademischen Maler und Magister artium ab,<ref>Kurzbiografie auf der Österreichischen Galerie Belvedere (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> weiters erhielt er den 1. Preis der Freunde der Akademie.
Gräff war Boxer, Fußballer, Lastenträger und zuletzt im Brotberuf Mittelschullehrer [Gymnasiallehrer] in Krems,<ref>Mag. Art. Helmuth Gräff auf www.gars.at</ref> und seit 1989 ist er selbständig<ref name="NÖN,Gräff" /> als Maler, Graphiker und Dichter tätig. Seine Werke umfassen Ölbilder, Zeichnungen, Graphiken und Gedichte. Die Themenschwerpunkte liegen in oftmals großformatigen Kompositionen zum „Tibetanisches Totenbuch“ (Bardo Thödröl), sowie Städte- und Landschaftsbilder, Akte, Porträts oder Stillleben. Seine Malreisen führten ihn, in Begleitung seiner Frau Sonja Gräff, unter anderem durch Österreich, nach Prag, Italien (Toskana, Umbrien), Südfrankreich, Florida oder Bali.<ref name="NÖN,Gräff" /> Sein dichterisches Werk umfasst viele tausende Stücke, und pro Jahr kommen 700 bis 800 hinzu.<ref name="NÖN,Gräff" />
2011 begann Helmuth Gräff das Philosophie-Doktoratsstudium bei Marion Elias an der Universität für Angewandte Kunst mit dem Arbeitstitel: „Yantra-Yoga versus europäischer Geniekult“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage Helmuth Gräff (Biografie) ( des Vorlage:IconExternal vom 1. März 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Er selbst sieht sich als „österreichischer Expressionist mit fernöstlichen Tendenzen und religiösem Hintergrund“.<ref name="NÖN,Gräff" />
Vorlage:Hinweisbaustein Mit Ende 2022 wird Gräff aufgrund von gesundheitlichen Gründen sein über 450 m² großes Atelier mit mehr als 400 Ölbildern und mehr als 50.000 Zeichnungen in Gars am Kamp schließen.<ref name="NÖN,Gräff" />
Malstil
Der Maler Karl Stark meinte über Helmuth Gräffs Kunst, dass er auf dem besten Wege dahin ist die bewusst gehandhabten Seelen- und Geisteskräfte, die in der Farben- und Formenwelt wirksam sind, wieder mit der Naturerscheinung in Verbindung zu bringen. Weiters habe er die Ansätze, den Aufbruch in die Moderne, vor allem die Revolution von Vincent van Gogh richtig verstanden.<ref>Helmuth Gräff, Akt - Landschaft - Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, S. 23</ref>
Werke (Auswahl)
- „Lebensbilder“ (1996), Wandbild in Fliesentechnik, Willi Dungl Biotrainings-Zentrum, Gars am Kamp
- „Visionen eines Malers“ (2011), Triptychon, La pura women’s health resort kamptal, Gars am Kamp<ref>NÖN, Presseartikel "Geheimnis ist gelüftet"</ref>
Sammlungen
Helmuth Gräffs Werke befinden sich in vielen Privatsammlungen im In- und Ausland, unter anderem mit über 20 Gemälden in der Sammlung Rudolf Leopold<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> und mit einigen Werken in der Sammlung Angerlehner,<ref name="Schaufenster" /> als auch in der Landesgalerie Niederösterreich.<ref name="NÖN,Gräff" /> Seine Bilder werden in Auktionshäusern wie Dorotheum und Im Kinsky versteigert.<ref name="Schaufenster" />
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen:
- 2019/20 „Helmuth Gräff. Mein Leben für die Kunst“, Kunstmuseum Waldviertel Schrems<ref>kunstmuseum Kunstmuseum Waldviertel, Helmuth Gräff</ref>
- 2016 „Unterwegs ...“, Palais Todesco, Wien
- 2014 „Memento mori“, KunstSalon im Wiener Botschaftsviertel, Wien
- 2011 „La pura women’s health resort kamptal“, Gars am Kamp
- 2010 „Intarsien – Eine malerische Rundreise“, Palais Pálffy, Wien
- 2010 „Frühlingskantate“, Salon – Galerie Cornelia Mensdorff-Pouilly
- 2010 „Gräff meets OK“, Oskar Kokoschka-Dokumentationszentrum, Pöchlarn
- 2008 „Sunloft Center“ und Wyvern Hotel, Punta Gorda, Florida
- 2008 „Zwischen den Welten“, Dommuseum, Wien
- 2008 „Zwischen den Welten“, Buchpräsentation und Ausstellung, Museum of Young Art (MOYA), Wien
- 2007 Galerie Weihergut, Salzburg
Ausstellungsbeteiligungen:
- 2015: „Matthias Laurenz Gräff und Helmuth Gräff. Zwischen den Welten – Zwischen den Generationen“, Galerie Daliko, Krems an der Donau
- 2011 „The excitement continues – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II“, Leopold Museum, Wien<ref>Pressetext aus dem Leopold Museum. "THE EXCITEMENT CONTINUES. Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II"</ref>
- 2011 „Gräff trifft Seitz“, Gemeinschaftsausstellung mit Friedrich Martin Seitz, Ausstellungsbrücke, St. Pölten
Bibliografie
- Helmuth Gräff, Zwischen den Welten. Dionysisch – Apollinisch – Erde – Wasser – Feuer – Luft. Verlag Bibliothek der Provinz, 2008, 222 Seiten. ISBN 978-3-85252-908-0
- Helmuth Gräff, Akt – Landschaft – Allegorie. Edition M wie Kunst in der Bibliothek der Provinz. Verlag für Literatur, Kunst und Musikalien, 2005, 102 Seiten. ISBN 3-85252-645-0
- Helmuth Gräff. Edition Thurnhof, Heft No 5, anlässlich der Personalausstellung in der Horner Galerie Thurnhof, 1990, 20 Seiten.
Weblinks
- Homepage Helmuth Gräff
- Literatur von und über Helmuth Gräff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Helmuth Gräff bei artfacts.net
- Helmuth Gräff auf Basis Wien
- Helmuth Gräff auf artnet.com
- Helmuth Gräff auf der Seite des Dorotheum
- Helmuth Gräff auf Auktionshaus „Palais Kinsky“
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gräff, Helmuth |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 12. April 1958 |
| GEBURTSORT | Gars am Kamp (Niederösterreich) |
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