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Hella Müller

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Vorlage:Hinweisbaustein Hella Müller (* 1942 in Chemnitz) ist eine deutsche Puppenspielerin, Theaterregisseurin und Theaterleiterin.

Leben und Wirken

Nach ihrem Abschluss als Gebrauchswerberin 1961 begann sie 1967 am Puppentheater Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz).<ref name=":0">Christian Ruf: mai hof Puppentheater Dresden: Hella Müller hört auf. In: dnn.de – Dresdner Neueste Nachrichten. 26. Juli 2025, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> 1969 erwarb sie das Diplom als Puppenspielerin in Berlin<ref>Die grüne Oase der Puppenspielerin. In: saechsische.de. 3. September 2009, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> und studierte 1970 bis 1973 Schauspiel bei Charlotte Hoffmann und Theaterwissenschaft bei Horst Reinecke.<ref>Ralf Schenk: Horst Reinecke. In: defa-stiftung.de. 1. Februar 2022, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Im Anschluss studierte sie Regie am Institut für Schauspielregie (damals Teil der Hochschule für Film und Fernsehen, ab 1981 der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch).<ref>Ernst Schumacher: Berliner Kritiken: 1974-1979. 1. Auflage. Band 3. Henschel, Berlin 1982, S. 310.</ref> Sie erhielt den Solistenpreis für Puppenspiel in Magdeburg. Hella Müller war in erster Ehe verheiratet mit Dietmar Müller (gestorben 1997), der das Dresdner Puppentheater in der Leipziger Straße leitete und sie 1989 für Inszenierungen an sein Haus holte.

Seit 1996 ist sie freischaffend und lebt in Dresden-Weißig. Dort betrieb sie achtundzwanzig Jahre lang das Mai Hof Puppentheater, dessen letzte Vorstellung sie 82-jährig im Dezember 2024 spielte.<ref name=":0" /> Ihr zweiter Mann, Hartmut Maihöfer, half ihr ab 1996 beim Aufbau des Figurentheaters in der Garage eines alten Gasthofs an der Hauptstraße in Weißig, den das Paar auch privat bewohnte.<ref>Jördis Lademann: Das Mai Hof Puppentheater in Dresden geht in seine 20. Spielzeit. In: dnn.de – Dresdner Neueste Nachrichten. 31. Januar 2018, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Das Theater hatte vierzig Plätze.<ref>Carola Pönisch: Hella Müller lässt im „mai hof“ die Puppen tanzen. In: DAWO! Dresden am Wochenende. 27. Januar 2023, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Zusammen mit dem Theater betrieb sie ein kleines Puppen- und Spielzeugmuseum mit eigenen Sammlungsbeständen historischer Theaterpuppen.<ref>mai hof Puppentheater. In: dresden-informationen.de. Abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Zum Gelände gehörte ein großer Garten, der für Theaterbesucherinnen und -besucher ebenfalls geöffnet war.<ref>Zuhause bei... den Betreibern des Dresdner mai hof puppentheaters. In: dnn.de – Dresdner Neueste Nachrichten. 27. Juli 2025, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref>

Als Puppenspielerin und Regisseurin hatte sie Engagements in Zwickau, Berlin, Dresden, Rostock, Frankfurt (Oder), Dessau und beim Fernsehfunk der DDR. Darüber hinaus gastierte sie in Österreich, der Schweiz, in Frankreich und den USA und wirkte an Fernsehaufzeichnungen und Puppenfilmen mit.

Theater

  • 1979: Paul Gratzik: Lisa (Berliner Ensemble – Probebühne)<ref>Karl-Heinz Drescher (Gestaltung): Plakat zu "Lisa" von Paul Gratzik am Berliner Ensemble 1979. In: museum-digital. HfS-Archiv, 23. Juli 2025, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref>
  • 1983: Ernst Toller: Der entfesselte Wotan (Studenten der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Außenstelle Rostock im bat)
  • 1985: Ariano Suassuna: Das Testament des Hundes (neues theater Halle)
  • 1987: Molière: Tartuffe (Deutsches Nationaltheater Weimar)
  • 1987: Athol Fugard: Der Weg nach Mekka (Deutsches Nationaltheater Weimar)
  • 1988: Dario Fo: Bezahlt wird nicht (Schauspiel Leipzig)
  • 1991: Paul Maar: Mützenwexel (caroussel Theater Berlin)
  • 1993: Manuel Schöbel: Schneewittchen 8+ (caroussel Theater Berlin)
  • Rostock: Hase und Igel, Der Goldtopf
  • Frankfurt (Oder): Die Wunschlaterne, Der goldene Turban
  • Zwickau: Zwirnchen, Die kluge Bauerstochter, Hündchen und Kätzchen
  • Berlin: Die Schöne und das Tier, Zwerg Nase, Aschenputtel, Bastian und Bastienne (Schauspielhaus Berlin Abu Hassan)
  • Dessau: Das tapfere Schneiderlein, Pfuiteufelchen, Des Kaisers neue Kleider, Gruselkasper, Kasper und der Zauberstein, Frau Holle
  • Magdeburg: Die Schneekönigin
  • Dresden: Zar Wasserwirbel, Die hüpfende Prinzessin, Hase und Igel, Der Schweinehirt, Dornröschen, Ilsabell, Die Purimziege, Regenmärchen, Schneemärchen, Schneewittchen, Die schwarze Katze (mit J. Bretschneider), Mondmärchen (mit M. Hollenstein), Kasper und die verzauberte Prinzessin
  • Bautzen: Das Märchen vom Pfuiteufelchen
  • Gera: Puppenspieler erzählen Märchen
  • Hamburg: Prinz Eselsohr

Filmografie (Auswahl)

  • 1990: Das heiße Eisen, Regie: Dietmar Müller (Kurz-Animationsfilm)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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