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Alpen-Sonnenröschen

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Alpen-Sonnenröschen
Datei:Helianthemum alpestre02.jpg

Alpen-Sonnenröschen (Helianthemum alpestre)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Sonnenröschen (Helianthemum)
Art: Alpen-Sonnenröschen
Wissenschaftlicher Name
Helianthemum alpestre
(Jacq.) DC.

Das Alpen-Sonnenröschen (Helianthemum alpestre)<ref name="FloraWeb" /><ref name="InfoFlora" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenröschen (Helianthemum) innerhalb der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Beschreibung

Datei:Helianthemum alpestre 002.JPG
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüten
Datei:Helianthemum alpestre Atlas Alpenflora.jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora

Vegetative Merkmale

Das Alpen-Sonnenröschen ist ein immergrüner, reich verzweigter, dicht oder lockerrasig wachsender Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 3 bis 15 Zentimetern erreicht. Die oberen Pflanzenteile sind mit einfachen Haaren bedeckt.<ref name="FloraWeb" /> Die Äste sind aufsteigend und weiß filzig behaart. Nichtblühende Zweige schließen meist mit Blattrosetten ab.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder ungestielt. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 15 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 5 Millimetern oval bis schmal-lanzettlich,<ref name="FloraWeb" /> am Rand flach, auf beiden Seiten grün und striegelhaarig oder kahl und am Grund verschmälert. Wenigstens die unteren Laubblätter besitzen keine Nebenblätter.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Sechs bis sieben Blüten befinden sich in einem Blütenstand an einer gestreckten Blütenstandsachse. Die Blütenknospen sind eiförmig.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die inneren Kelchblätter sind größer und 5 bis 7 Millimeter lang. Die fünf freien Kronblätter sind 7 bis 10 Millimeter lang, gelb<ref name="FloraWeb" /> und am Grund nicht gefleckt. Es sind viele Staubblätter vorhanden.

Die Fruchtstiele sind aufrecht, waagerecht oder zurückgeschlagen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="InfoFlora" /><ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Vorlage:Hinweisbaustein In der Schweiz am Dent de Morcles konnte an Stämmchen, die in einer Höhenlage von 2200 bis 2250 Metern gewachsen waren, bei einem Durchmesser von 1 bis 3,5 Millimetern ein Alter von 18 bis 36 Jahren festgestellt wurden.<ref name="Hegi1966" />

Vorkommen

Es kommt im warmgemäßigten bis gemäßigten Europa und Westasien vor. Das Alpen-Sonnenröschen wächst auf frischen, kalkreichen, alpinen Matten, in Felsspalten und auf Flussschotter. In den Allgäuer Alpen steigt es im Tiroler Teil an der Klimmspitze bis zu einer Höhenlage von 2400 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" /> Im Bernina-Gebiet erreicht es sogar 2850 Meter<ref name="Hegi1966" /> und am Gornergrat bei Zermatt bis zu einer Höhenlage von 3105 Metern.<ref name="Hegi21966" /> In Riva am Gardasee kommt es auch bei einer Höhenlage von 200 Metern vor.<ref name="Hegi1966" />

Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Seslerion albicantis.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1762 unter dem Namen (Basionym) Cistus alpestris durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Enum. Stirp. Vindob., S. 93. Die Neukombination zu Helianthemum alpestre <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) DC. wurde 1815 durch Augustin Pyrame de Candolle in Jean-Baptiste de Lamarck und Augustin Pyrame de Candolle: Fl. Franc. 3. Auflage, 5. S. 622 veröffentlicht.

Nutzung

Das Alpen-Sonnenröschen wird zerstreut als Zierpflanze für Steingärten und Trockenmauern genutzt.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraWeb"> Helianthemum alpestre (Jacq.) DC., Alpen-Sonnenröschen. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 670. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 228.</ref> <ref name="InfoFlora"> Helianthemum alpestre (Jacq.) DC. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Hegi21966"> </ref> </references>

Weblinks