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Heißverstemmen

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Heißverstemmen, seltener als Warmverstemmen bezeichnet, gehört zu den Fertigungsverfahren, die dauerhafte formschlüssige, kraftschlüssige und teilweise darüber hinaus stoffschlüssige Verbindungen schaffen. In der praktischen Anwendung stellt es eine Alternative zum Kleben, Nageln, Nieten und Schrauben dar.<ref name="Maschinenmarkt">Josef-Martin Kraus: Heißverstemmen bietet Alternative zum Nieten, Schrauben und Kleben. In: maschinenmarkt.vogel.de, 11. November 2008.</ref><ref name="Laser Technik">Heißverstemmen mit Laser - eine neue Art der Befestigung von Metallteilen auf Kunststoff. In: Laser Technik Journal, Ausgabe 5/2008, 29. Oktober 2008.</ref>

Verfahrenstheorie und Anwendung

Um Kunststoffträger mit beispielsweise Leiterplatten oder Metallkomponenten zu verbinden, werden unter Anwendung von Kraft und Wärme Kunststoffdome, auch Nietköpfe genannt, geschmolzen und umgeformt. Es können thermoplastische Kunststoffe wie zum Beispiel PA, PBT, PC, PE, POM und PP heißverstemmt werden.<ref name="Hartmann"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heißverstemm KnowHow. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hartmann.gs In: hartmann.gs.</ref> Neben dem Fixieren der Bauteile zueinander ermöglicht diese Verbindungstechnik zudem die Übertragung von Kräften und/oder Drehmomenten zwischen den Einzelteilen.

Heißverstemmen wird unter anderem in der Automobilindustrie, Elektroindustrie sowie in der Medizintechnik eingesetzt.

Bei anderen Werkstoffen als Kunststoff existieren verwandte Verfahren. Für den Werkstoff Glas ist beispielsweise die angepasste Glas-Metall-Verbindung eine etablierte Technik.

Verfahrensalternativen

Es existieren zwei allgemeine Verfahrensalternativen:

  • Einerseits das klassische Heißverstemmen mit einem Stempel, der entweder vor oder während der Berührung mit dem Produkt erhitzt wird. Neben der Wärmezuführung erfolgt auch die Krafteinwirkung auf das Werkstück über den Werkzeugstempel.<ref name="Hartmann" /> Je nach Beschaffenheit und Formgebung kann der Stempel in weniger als 0,5 s erhitzt werden. Damit keine Kunststoffschmelze am Stempel anhaftet, kommt eine anti-adhesive Oberflächenbeschichtung zum Einsatz.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.panacol.deonline (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 628 kB) Firma Panacol-Elosol GmbH vom März 2008; abgerufen am 16. September 2011</ref>

Literatur

  • Fügen von Kunststoffen Zweisprachige (deutsch/englisch) Fachzeitschrift für die Kunststoffverbindungstechnik 4/2010 S. 150 bis 152: Heißverstemmen mit Laserunterstützung

Einzelnachweise

<references />