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Heinz Peters (Sänger)

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Heinz Peters (* 14. Januar<ref name="DBJB"/> 1926; † 2001<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Staatstheater Wiesbaden (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. April 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatstheater-wiesbaden.de</ref>) war ein deutscher Opernsänger (Bass) und Opernregisseur.

Leben

Peters, als Sohn eines Bergmanns im Ruhrgebiet geboren,<ref name="DBJB">Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1992. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 100. Jg., Hamburg 1992, S. 837. (Biogramm in der Rubrik: Biographisches).</ref> war Absolvent der Folkwang Universität der Künste<ref>Bekannt gewordene Alumni Folkwang Universität der Künste</ref>, wo er Gesang studierte.

Seine Bühnenlaufbahn begann er in der Spielzeit 1952/53 am Theater Dortmund, wo er anschließend auch in der Spielzeit 1953/54 engagiert war.<ref>Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1953. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 61. Jg., Hamburg 1953, S. 161 und S. 450 (Register).</ref><ref>Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1954. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 62. Jg., Hamburg 1954, S. 178 und S. 466 (Register).</ref> Zur Spielzeit 1954/55 wechselte Peters an die Städtischen Bühnen Heidelberg, wo er bis zum Ende der Spielzeit 1960/61 im Engagement verblieb.<ref>Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1955. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 63. Jg., Hamburg 1955, S. 227 und S. 478 (Register).</ref><ref>Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1961. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 69. Jg., Hamburg 1961, S. 273 und S. 578 (Register).</ref>

Mit Beginn der Spielzeit 1961/62 wurde Peters festes Ensemblemitglied am Staatstheater Wiesbaden.<ref name="DBJB"/><ref>Heinz Peters. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1962. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 70. Jg., Hamburg 1962, S. 386 und S. 576 (Register).</ref> Nach über 30-jähriger Zugehörigkeit gab er zum Ende der Spielzeit 1990/91 seine offizielle „Abschiedsvorstellung“ als Fürst Ypsheim-Gindelbach in der Operette Wiener Blut, bei der er auch Regie führte.<ref name="DBJB"/> Er wurde zum Ehrenmitglied des Hauses, an dem er als „Institution“ galt, ernannt.<ref name="DBJB"/> Bis zum Ende der Spielzeit 1992/93 war er noch als Solist und Regisseur am Staatstheater Wiesbaden tätig.<ref>Oper 1992, (Jahrbuch der Zeitschrift Opernwelt), Dokumentation, S. 116</ref> Er hatte auch Engagements am Staatstheater Braunschweig, am Pfalztheater Kaiserslautern und in Leverkusen.<ref name="operadat">OPERAdat Interpreten-Lexikon. Sänger-Lexikon, 2. Auflage, 1998</ref>

Peters wirkte während seines Festengagements in Wiesbaden in zahlreichen Premieren und Neueinstudierungen mit. 1964 sang er den Ganymed in der Operette Die schöne Galathée mit Joseph Spelthahn (Pygmalion) und Elvira Scholz (Titelrolle) als Partnern.<ref>Neue Zeitschrift für Musik, 1964 (Auszüge Google Books, Auszug 1)</ref><ref>Neue Zeitschrift für Musik, 1964 (Auszüge Google Books, Auszug 2)</ref> Im Mai 1968 sang er unter der musikalischen Leitung von Heinz Wallberg den Grafen Dominik in der Premiere der Oper Arabella.<ref>Ein wenig Operetten-Plüsch (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Juli 1968, S. 32/33)</ref> Im November 1980 war er der Graf von Westmoreland in der Oper Sly oder Die Legende vom wiedererweckten Schläfer von Ermanno Wolf-Ferrari.<ref>Sly (Aufführungskritik Orpheus, Ausgabe Nr. 1/1981, S. 46/47)</ref> In der Spielzeit 1980/81 sang er den Bauern Kruschina in einer Neuinszenierung der Smetana-Oper Die verkaufte Braut (Premiere: Januar 1981).<ref>Tesman Wilson: DIE VERKAUFTE BRAUT. Aufführungskritik. In: Orpheus. Ausgabe 4. April 1981, Seite 288/289.</ref> In der Spielzeit 1980/81 übernahm er außerdem den Impresario in einer Produktion der Donizetti-Oper Viva la Mamma (Premiere: März 1981).<ref>Carl H. Hiller: VIVA LA MAMMA. Aufführungskritik. In: Orpheus. Ausgabe 5. Mai 1981, Seite 390/391.</ref> Im Januar 1982 sang er in Wiesbaden die Rolle des Hauptmanns Selva in der Premiere der Oper Die Stumme von Portici.<ref>Die stumme Hauptrolle (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 3/1982, S. 30)</ref> Im April 1982 folgte die Rolle des reichen Bürgers Riedinger in der Oper Mathis der Maler, in der er „für einen profunden Akzent im niveaustarken Ensemble sorgte.“<ref>Der Kampf des Künstlers (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 6/1982, S. 48)</ref> Im Januar 1983 übernahm er die Rolle des Ersten Priesters in der Neueinstudierung der Oper Die Zauberflöte in der Regie von Nikolaus Lehnhoff.<ref>Papageno in der Pop-Szene (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 4/1983, S. 34/35)</ref> Im Juni 1983 sang er die Rolle des Yamadori in der Oper Madama Butterfly.<ref>Der Fall Butterfly (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 8–9/1983, S. 61/62)</ref> In der Spielzeit 1983/84 übernahm er den Erbförster Kuno in einer Neuinszenierung der Oper Der Freischütz (Regie: Gilbert Deflo).<ref>Teufel in uns (Aufführungskritik Orpheus, Ausgabe Nr. 1/1984, S. 49)</ref> Im März 1984 sang er in Wiesbaden die komische Rolle des Schlucker in der Oper Ein Sommernachtstraum.<ref>Schön, aber langweilig (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 5/1984, S. 34)</ref> Im Januar 1985 spielte und sang er die komische Rolle des Lord Kookburn in der Oper Fra Diavolo, wo er „als Engländer gute Miene zum harmlosen Spiel machte“.<ref>Züchtig, züchtig (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 3/1985, S. 32)</ref> Im April 1985 verkörperte er die Rolle des Mr. Peachum in dem Singspiel The Beggar’s Opera. Die Zeitschrift Opernwelt schrieb hierzu: „Heinz Peters ist es zu danken, daß Niveau und Spannung aufkamen. Er sprach perfekt, obwohl er kein Schauspieler ist.“<ref>Verwässert (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 6/1985, S. 26)</ref> Im November 1986 war er der Hausherr Benoit in einer Neueinstudierung der Oper La Bohème.<ref>Der Chef als Pausenfüller (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 1/1987, S. 35)</ref> Im Februar 1987 sang er den Glasermeister in der Premiere von Ein Traumspiel, dem Opernerstling (Uraufführung 1965 in Kiel) des Komponisten Aribert Reimann.<ref>Überraschung mit dem jungen Reimann (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 4/1987, S. 58)</ref> Im März 1987 war er der Feldwebel in der Oper Simplicius Simplicissimus von Karl Amadeus Hartmann.<ref>Gegen Krieg, Unrecht (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 5/1987, S. 51/52)</ref> In der Spielzeit 1987/88 sang er den Schmuggler Dancairo in einer Neuinszenierung der Oper Carmen (Premiere: November 1987), schien jedoch darstellerisch „aus der Klamottenkiste gekrochen“ zu sein.<ref>Draußen beim Kran – von Sevilla? (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 1/1988, S. 57)</ref><ref>Hartmut Jakobi: INNENSPANNUNG. Aufführungskritik. In: Orpheus. Ausgabe 5. Mai 1988, Seite 372/373.</ref> Außerdem sang er in der Spielzeit 1987/88 (Premiere: März 1988) den Kastellan in der Oper Das Spielwerk und die Prinzessin von Franz Schreker. Im November 1988 sang und spielte er den Gefängnisdirektor Frank in der Premiere der Operette Die Fledermaus.<ref>Man meint, eine Opera buffa zu erleben (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 2/1989, S. 44/45)</ref> Im Januar 1989 übernahm er Staatstheater Wiesbaden die Sprechrolle des Haushofmeisters in der Neueinstudierung der Oper Ariadne auf Naxos unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer.<ref>Wenigstens wurde die Musik von Bild und Regie nicht gestört (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 3/1989, S. 38/39)</ref> Im April 1989 sang er den Doktor Bartolo in der Neueinstudierung von Mozarts Oper Le nozze di Figaro, ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer.<ref>Lohnender Vergleich zu weiterer Werk-Erkenntnis (Aufführungskritiken Mainz/Wiesbaden Opernwelt, Ausgabe Nr. 6/1989, S. 31/32)</ref> Zu Peters’ letzten Premieren am Staatstheater Wiesbaden gehörte im September 1991 die Neueinstudierung von Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg, in der er die Rolle des Zunftmeisters Konrad Nachtigall übernahm.<ref>Feininger, Treppe und ein versöhnliches Ende (Aufführungskritik Opernwelt, Ausgabe Nr. 10/1991, S. 38)</ref> In der Spielzeit 1992/93 wirkte er noch in einer Neuinszenierung der Oper Der Evangelimann als älterer Bürger Aibler mit.<ref>Wolf-Eberhard von Lewinski: Vergebliche Mühe. Aufführungskritik. In: Opernwelt, Ausgabe Nr. 1/1993, S. 40/41.</ref> In der Saison 1992/93 war er am Staatstheater Wiesbaden für die „im besten Sinne althergebrachte[n]“ Regie bei einer Neuinszenierung der Operette Der Vogelhändler verantwortlich, in der er auch die Rolle des Würmchen, einen der beiden komischen Professoren, spielte und sang.<ref>Bunte Mischung (Aufführungskritik Orpheus, Ausgabe März 1993, Seite 62</ref>

Peters absolvierte auch Fernsehauftritte. Unter der Regie von Herbert Junkers gab Peters 1965 in einer Fernsehinszenierung der Oper Madama Butterfly von Giacomo Puccini an der Seite von Anneliese Rothenberger ebenfalls den Fürsten Yamadori.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.theater.de theater.de</ref> Er trat zudem 1966 als Gast in der am 12. März jenes Jahres aufgezeichneten Fernsehshow Einer wird gewinnen gemeinsam mit Reinhold Bartel unter Darbietung von Arien aus La Bohème auf.<ref>Einer wird gewinnen</ref>

Peters Inszenierung der Märchenoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck am Staatstheater Wiesbaden läuft dort bereits seit 1982.<ref>Hänsel und Gretel Staatstheater Wiesbaden</ref> Als Opernregisseur inszenierte er in Wiesbaden unter anderem auch die Opern Tosca und Schwanda, der Dudelsackpfeifer und die Operetten Wiener Blut und Der Vogelhändler.<ref name="operadat" />

Einzelnachweise

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