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Heinrich Düll

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Datei:Liegende Quellennymphe von Heinrich Duell u. Georg Pezold, Bavariapark Muenchen-1.jpg
Liegende Quellennymphe von Heinrich Düll und Georg Pezold, Bavariapark München

Heinrich Düll (* 19. September 1867 in München<ref name="matrikel">Digitale Edition der Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München 1809–1920. Matrikel 00377. Abgerufen am 23. August 2011.</ref>; † 17. März 1956 in Frauenchiemsee<ref name="nokultur_d">NordOstKultur München. biographien Buchstabe d. Abgerufen am 23. August 2011.</ref>) war ein deutscher Bildhauer und Musiker der Prinzregentenzeit.

Datei:Am Kosttor Wolfsbrunnen Muenchen-3.jpg
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Datei:Friedensengel - Composed.jpg
Das Friedensdenkmal oberhalb der Luitpoldterrasse

Leben

Heinrich Düll war Sohn eines Bildhauers und Lehrers an der Nürnberger Kunstgewerbeschule Wilhelm Düll (* 13. April 1835 in Nürnberg; † 10. Oktober 1887 in München) und dessen Frau Marie Düll (geb. Siebentritt; * 21. März 1839 in München; † 24. August 1894 in München)<ref> Daten auf Grabstätte von Wilhelm und Marie Düll befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 1 - Reihe 1 - Platz 6 vgl. Bild der Grabstätte[1])</ref>.

Er besuchte in München zunächst die Kunstgewerbeschule, wo der Bildhauer Anton Heinrich Hess und der Architekt Leonhard Romeis zu seinen Lehrern zählten. Von 1887 bis 1892 studierte er an der Akademie der bildenden Künste u. a. bei dem Bildhauer Syrius Eberle und dem Architekten Friedrich von Thiersch.

Datei:GrabstätteDüll.jpg
Grabstätte Familie Heinrich Düll, Friedhof Fraueninsel

Bereits an der Kunstgewerbeschule lernte er 1885 Georg Pezold kennen, mit dem er zeit seines Lebens befreundet war und eng zusammenarbeitete.

1894 zog Düll in den bei Künstlern und Literaten zunehmend beliebten Münchner Vorort Bogenhausen, wo er mit Pezold eine Ateliergemeinschaft in der Möhlstraße 31 hatte.

1896 bekamen Heinrich Düll, Georg Pezold und Max Heilmaier den Auftrag für ein Friedensdenkmal oberhalb der Prinzregententerrasse, nachdem ein Wettbewerb keinen Sieger ergeben hatte.<ref name="BillRa_144">Josef Hugo Biller, Hans-Peter Rasp: München Kunst & Kultur. Stadtführer und Handbuch. 15., völlig neu bearbeitete Auflage. Ludwig, München 2003, ISBN 3-7787-5125-5, S. 144.</ref> Grundsteinlegung für das heute als Friedensengel bekannte Werk war am 1. Mai 1896, eingeweiht wurde es am 16. Juli 1899.<ref name="BillRa_144" />

Düll heiratete 1908 Pauline Selmayr (1884–1960), deren Vater Josef Selmayr ein angesehener Grundbesitzer und bis zur Eingemeindung nach München Bürgermeister von Bogenhausen war.

Er spielte Blockflöte und trat zunächst mit bayerischer Volksmusik, Opernarrangements und Märschen und ab 1897 mit der von ihm mitgegründeten Bogenhauser Künstlerkapelle als früher Vertreter der historischen Aufführungspraxis alter Meister auf.<ref name="Kuenstkap">Bogenhausener Künstlerkapelle (1897–1939). NordOstKultur, Biographien. Abgerufen am 23. August 2011.</ref>

Nach schweren Kriegsschäden an der Villa in Bogenhausen verbrachte Düll seinen Lebensabend in Frauenchiemsee. Er wurde auf dem dortigen Friedhof beerdigt.

Werk

Viele der skulpturalen Werke des Künstlerduos Düll/Pezold sind heute in München im öffentlichen Raum zu besichtigen. Ihr bekanntestes Werk, das sie zusammen mit Max Heilmaier schufen, ist der Münchner Friedensengel.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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