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Hans Georg Lüchinger

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Datei:ETH-BIB-Dr. Hans Georg Lüchinger, Freisinnig-Demokratische Partei (FDP), Demonstration Nationalstrasse N4-Autobahn A4-Com LC1500-0569-001.tif
Hans Georg Lüchinger (1982)

Hans Georg Lüchinger (* 12. Mai 1927 in Zürich; † 24. August 2009) war ein Schweizer Politiker und Rechtsanwalt, ehemaliger FDP-Nationalrat.

Biografie

Lüchinger war Bürger von Oberriet (Kanton St. Gallen) und der Stadt Zürich. Nach dem Studium der Rechte in Genf, Rom und Zürich und der Promotion<ref>Hans Georg Lüchinger: Die Auslegung der Schweizerischen Bundesverfassung, Dissertation, Universität Zürich, 1953</ref> eröffnete er sein Anwaltsbüro 1956 in Zürich, wo er 1958–1965 Gemeinderat war. Nach der Wahl von Rudolf Friedrich in den Nationalrat übernahm Lüchinger 1975 das Präsidium der Freisinnig-Demokratischen Partei des Kantons Zürich, das er bis 1982 innehatte.

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Hans Georg Lüchinger, vordere Sitzreihe links, im Nationalrat

Als Parlamentarier gehörte er 1958–1965 dem Stadtzürcher Gemeinderat, 1971–1979 dem Zürcher Kantonsrat und 1979–1987 dem Nationalrat an. Er interessierte sich vor allem für Staatspolitik, Asylwesen, Finanzpolitik, Steuerpolitik, Verkehrspolitik, befürwortete die Zivilrechtsreform und Totalrevision der Bundesverfassung. Aus liberaler Überzeugung unterstützte er die Einführung des neuen partnerschaftlichen Eherechtes.<ref>Hans Georg Lüchinger: Der gewerbliche Unternehmer und das neue Eherecht, Politische Rundschau, 64, Heft 2 (1985) 49–56</ref> Lüchinger präsidierte die nationalrätliche vorberatende Kommission für die Totalrevision der Bundesverfassung und war Präsident der Initiativkomitees von fünf kantonalen und eidgenössischen Volksinitiativen zur Steuersenkungen.<ref>Eidgenössische Volksinitiative für den Ausgleich der Folgen der kalten Progression. 9. Juni 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Juni 2007; abgerufen am 3. Dezember 2020.</ref>

Auch nach seinem Rückzug aus dem Parlament<ref>Hans Georg Lüchinger: Das Bundeshaus ist ein Dorf – Ein Erfahrungsbericht über das schweizerische Milizparlament, Verlag Stämpfli, Bern 1987, ISBN 3727294140</ref> war er journalistisch tätig und beschäftigte sich weiterhin mit Problemen der Asylpolitik,<ref>Hans Georg Lüchinger: Manipulierte Indiskretion wird Methode, NZZ, 29. März 1989</ref> Medienpolitik<ref>Hans Georg Lüchinger: Wer kontrolliert die vierte Gewalt? In Jeanne Hersch (Hg.): Rechtsstaat im Zwielicht – Elisabeth Kopps Rücktritt, Verlag Peter Meili Schaffhausen, 1991, ISBN 3-85805-153-5.</ref> oder Verkehrspolitik.<ref>Hans Georg Lüchinger: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ja zu "Avanti plus – Mit Vorbehalt eines Baubeschlusses für die zweite Gotthardröhre (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive), Freisinniger Pressedienst, 19. Dezember 2002</ref> 1974 bis 2004 war er Präsident der gemeinnützigen Paul Schiller-Stiftung. Er präsidierte auch die City Vereinigung Zürich.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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